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Reiseführer Rom


Via Veneto


Wenn man den Borghese-Park verlässt und der Via Pinciana folgt, öffnet sich eine breite Prachtstraße. Wie ein überdimensionales Fragezeichen kurvt sie in eleganten Windungen den Hang zur Piazza Barberini hinunter. Die „Veneto“, die eigentlich Via Vittorio Veneto heißt, wurde vor Jahrzehnten zum Synonym für das „dolce vita“, das verruchte süße Leben der Reichen und Schönen.


Dabei entstanden die Aufnahmen der nächtlichen glamourösen Via Veneto in Federico Fellinis legendärem Film gar nicht am Originalschauplatz sondern in Roms Kinostadt Cinecittá vor detailgetreu nachgebauten Kulissen. Vom Flair der großen aufregenden Welt in den Straßencafés, den Bars und Grandhotels, wo sich einst die Filmstars und die Sternchen zur Schau stellten und die Paparazzi fette Beute machten, ist in unseren Tagen trotz aller Bemühungen um eine Wiederbelebung der alten Herrlichkeit kaum noch etwas zu spüren. Entsprechend enttäuscht kehren Neugierige auf der vergeblichen Suche nach einer prominenten Skandalnudel der Veneto schnell wieder den Rücken. Zu einer der „langweiligsten Straßen Roms“ gar erklärt sie ein literarischer Reisebegleiter.

Melancholie umweht die Veneto, ihre Eleganz ist verblasst, geblieben sind die aberwitzigen Preise. Gleich oben, am Anfang der Straße rechts, lockt wie einst eine der berühmten Lokalitäten, wo noch immer das Piano swingt, wie damals, als Frank Sinatra dazu sang. Von Harry`s Bar ist die Rede, einem der wenigen Orte an der dahindämmernden Via Veneto, wo man sich bei geräuchertem Provolone und Champagner-Risotto, umgeben von unzähligen Erinnerungsstücken, mühelos in die glanzvolle Vergangenheit des sündigen „dolce vita“ zurückversetzen kann.



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