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Reiseführer Rom

 

Museen

Die Impressionen, die man bei der Erkundung Roms und seiner unerschöpflichen Schätze aufnimmt, lassen sich in den zahllosen römischen Museen und Galerien von Weltrang ergänzen und vertiefen.
Wann die Museen ihre Tore öffnen und schließen ist nicht einheitlich geregelt und unterliegt häufigen Änderungen. Es ist daher ratsam, im Internet oder telefonisch die aktuellen Öffnungszeiten in Erfahrung zu bringen.

Die gut zwei Dutzend Vatikanischen Museen werden ausführlich auf der Seite des Vatikan vorgestellt.

 

Dioskuren auf dem Kapitol

Dioskuren auf dem Kapitol

Die Kapitolinischen Museen (Musei Capitolini) rangieren hinsichtlich Bedeutung und Vielfalt gleich nach den Museen des Vatikan. Auf dem Campidoglio, dem Kapitolsplatz, beherbergen der Palazzo dei Conservatori und der gegenüber liegende Palazzo Nuovo eine der ältesten und spektakulärsten Kunstsammlungen der Welt. Hier sind die berühmten antiken Skulpturen von „Amor und Psyche“, der „Kapitolinischen Venus“ und  des „Sterbenden Galliers“ zu bestaunen. Im Innenhof beeindrucken der kolossale Kopf Kaiser Konstantins und Dutzende von Büsten römischer Herrscher, schließlich begeistert die Pinacoteca Capitolina ihre Besucher mit Meisterwerken von Caravaggio, Rubens, Tintoretto, Tizian, Velázquez u. v. a. 
(Piazza del Campidoglio / www.museicapitolini.org)

Das Römische Nationalmuseum (Museo Nazionale Romano) zählt archäologische Funde aus der Antike bis in die Neuzeit zu seinen Schätzen. Die Sammlungen verteilen sich auf fünf Standorte:
Crypta Balbi widmet sich der Entwicklung Roms von der Antike bis ins 20. Jahrhundert (Stadtbild, Funktion von Gebäuden, städtische Kultur).
(Viadelle Botteghe Oscure 31 / www.archeoroma.beniculturali.it/musei/museo-nazionale-romano-crypta-balbi)
Im Palazzo Altemps werden antike Kunstwerke aus den Privatsammlungen Mattei, Ludovisi und Hohenems gezeigt.
(Piazza Sant`Apollinaire 44 / www.archeoroma.beniculturali.it/musei/museo-nazionale-romano-palazzo-altemps)
Die Aula Ottagona beeindruckt Besucher mit großartigen Marmor- und Bronzeskulpturen.
(Via G. Romita 8)
Die Sammlungen im Palazzo Massimo umfassen Skulpturen, Mosaiken, Reliefs, Sarkophage, Portraitbüsten, die berühmten Fresken aus der Villa der Livia, Münzen, Juwelen.
(Largo di Villa Peretti 1 / www.archeoroma.beniculturali.it/musei/museo-nazionale-romano-palazzo-massimo)
Das Museum in den Diokletian-Thermen (Terme di Diocleziano) präsentiert Zeugnisse aus der Frühgeschichte der Latiner, der Vorfahren der Römer, glänzt mit einer  umfangreichen epigraphischen Abteilung und überrascht mit einem grandiosen Freigelände. Das Museum ist in die größten je in Rom entstandenen Thermen (eine  Badelandschaft auf 13 ha für 3.000 Besucher gleichzeitig) eingebaut worden. Im 16.  Jahrhundert verwandelte Michelangelo einen Teil der riesigen antiken Anlage in die Kirche Santa Maria degli Angeli e dei Martiri und zeichnete die Pläne für das angrenzende Kartäuser-Kloster nebst Kreuzgarten und Kreuzgang. Über drei Stockwerke verteilen sich figürliche Objekte und Inschriften (vom zehnten vorchristlichen Jahrhundert bis ins vierte Jahrhundert n. Chr.), werden Fundkontexte verdeutlicht und thematische Schwerpunkte gesetzt. Ein wahrer Augenschmaus ist die Ausgestaltung des weitläufigen Kreuzgartens und des ihn umgebenden Kreuzgangs. Mehr als 400 Kunstwerke, darunter Großskulpturen, Altäre, Sarkophage, Statuen, Reliefs – herrliche Fundstücke aus der nahen und weiteren Umgebung Roms – machen diesen Bereich des Museums zu einem ganz besonderen Erlebnis. 
(Viale Enrico de Nicola 78 / www.archeoroma.beniculturali.it/musei/museo-nazionale-romano-terme-diocleziano)

Skulpturen in Michelangelos Kreuzgarten

Skulpturen in Michelangelos Kreuzgarten (Museo Nazionale Romano)

Den von den Römern im 3. vorchristlichen Jahrhundert unterworfenen Etruskern ist das  Etruskische Nationalmuseum (Museo Nazionale Etrusco di Villa Giulia) am nördlichen Ende des Borghese-Parks gewidmet. Es beherbergt die wohl bedeutendste Sammlung von Zeugnissen der etruskischen Kultur und Geschichte überhaupt. Viele Funde aus der antiken Landschaft Etrurien, dem Hauptsiedlungsgebiet der Etrusker nördlich von Rom, weisen ionisch-griechische oder mykenisch-kretische und selbst ägyptisch-orientalische Einflüsse auf. Ihre künstlerische Eigenständigkeit stellten die Etrusker besonders auf dem Gebiet der Bronzebearbeitung, der Goldschmiedekunst, der Verarbeitung von Glas und Silber und bei der Herstellung großformatiger Tonplastiken unter Beweis. Besonders aufwändig war ihre mit phantasievollen Ausmalungen versehene Grabarchitektur, wie an einem rekonstruierten Grab aus der Nekropole von Cerveteri deutlich wird. Aus dieser bedeutenden etruskischen Stadt stammt auch das Glanzlicht unter den Exponaten, der berühmte Ehegatten-Sarkophag, der ein Paar auf einer Ruheliege bei einem vermutlich rituellen Opfermahl zeigt.
(Piazzale di Villa Giulia 9 / www.villagiulia.beniculturali.it)

Im Etruskischen Museum

Museo Nazionale dell`Alto Medioevo (Nationalmuseum des Hochmittelalters) zeigt Objekte aus Kunst und Kultur des Zeitraums 4. bis 14. Jahrhundert.
(Viale Lincoln 3 / www.archeoroma.beniculturali.it/musei/museo-nazionale-dell-alto-medioevo)

Museo di Roma in Trastevere hat Ausstellungsgegenstände (Trachten, Werkzeuge, Mobiliar etc.) und viele Zeichnungen, Drucke und Aquarelle zusammengetragen, um ein realistisches Abbild des römischen Alltagslebens im 18. und 19. Jahrhundert zu entwerfen.
(Piazza Sant`Egidio 1B / www.museodiromaintrastevere.it)

Am Fuß der Spanischen Treppe liegt das kleine Museo di Keats e Shelley. Die hier verwahrten persönlichen Gegenstände, die zahlreichen Briefe, Zeichnungen und Bücher erinnern an Englands großen romantischen Dichter John Keats, der hier verstarb, und an seine engen Freunde Percey Shelley und Lord Byron.
(Piazza di Spagna 26 / www.keats-shelley-house.org)

Zum Komplex der großen Synagoge am Tiberufer gehört das Museo Ebraico. Es zeigt kostbare Thorarollen, Gold- und Silberschmiedearbeiten sowie Dokumentationen zur Geschichte und Gegenwart der jüdischen Gemeinde Roms, der ältesten in Europa.
(Lungotevere dei Cenci 15 / www.museoebraico.roma.it)

Das Goethe-Museum Casa di Goethe ist in den Räumen untergebracht, die Goethe anlässlich seiner Italienreise 1786/88 bewohnte. Eine Dauerausstellung befasst sich mit allen Aspekten seines Italienaufenthalts, wechselnde Ausstellungen widmen sich italienischen Themen und eine hochkarätige Präsenzbibliothek mit Erstausgaben und wichtiger Sekundärliteratur steht der Forschung zur Verfügung.
(Via del Corso 18 / www.casadigoethe.it)
 
In der Galleria Doria Pamphili haben die Adelsfamilien der Doria und Pamphili eine umfangreiche Gemäldesammlung zusammengeführt und der Öffentlichkeit zugänglich gemacht. Die den Zeitraum 15. bis 18. Jahrhundert umspannende Sammlung zeigt Werke von Caravaggio (darunter seine „Rast auf der Flucht nach Ägypten“), von Raffael, Tizian Tintoretto und Velázquez berühmtes Bildnis des Papstes Innozenz X.
(Piazza del Collegio Romano 2 / www.doriapamphilj.it/ukhome.asp)

Galleria Nazionale d`Arte Antica im Palazzo Barberini. In einem der großartigsten römischen Paläste des Hochbarock sind unzählige Werke berühmter Künstler, die einst dem Kirchenstaat gehörten oder aus übernommenen Privatsammlungen und Schenkungen stammten bzw. angekauft wurden, zur glanzvollen Nationalgalerie vereint worden. Sie umfasst Gemälde des 13. bis 17. Jahrhunderts, darunter Werke von Fra Angelico, Hans Holbein, Lippi, Tintoretto, Tizian, Raffael, El Greco, Caravaggio.
(Via delle Quatro Fontane 13 / www.galleriaborghese.it/barberini/it/default.htm)

Museo e Galleria Borghese

Museo e Galleria Borghese

Museo e Galleria Borghese. Die jetzt dem italienischen Staat gehörende umfangreiche Kunstsammlung der Borghese-Fürsten wurde in einer ihrer ehemaligen Residenzen aus dem 17. Jahrhundert untergebracht. „Die Königin unter den privaten Kunstsammlungen der Welt“ umfasst 260 antike griechische und römische Skulpturen in Marmor und Bronze, denen sich eine Reihe bedeutender früher Skulpturen des Barockgenies Gian Lorenzo Bernini hinzugesellen, darunter „Apoll und Daphne“, „David mit der Schleuder“, „Der Raub der Proserpina“. Eine erlauchte Runde bilden auch Italiens Malergiganten des 16. und 17. Jahrhunderts, die der Gemäldegalerie den Stempel aufdrücken. Veronese ist dabei und Botticelli, Perugino und Pinturicchio, Caravaggio mit seinem 1605/06 geschaffenen Werk „Madonna dei Palafrenieri“ und Domenichino mit der „Jagd der Diana“. Raffaels 1507 vollendete „Grablegung“ ist zu bewundern und Tizians um 1516 entstandene „Himmlische und irdische Liebe“. Auch große Künstler aus anderen europäischen Ländern wie van Dyck, Rubens, Dürer und Lukas Cranach sind mit Meisterwerken vertreten. Besonderes Interesse erregt eine Skulptur des Antonio Canova, der als Meister des italienischen Klassizismus gilt. Mit seiner gewagten Darstellung der halbnackten Paolina Borghese, der Lieblingsschwester Napoleons, sorgte er 1805 für heftige öffentliche Debatten. Vor der auf einem Empire-Bett gelassen, kühl und zugleich betörend ruhenden Fürstin stauen sich die Besuchermassen. Aber nicht nur hier. Der Andrang ist gewaltig. Unbedingt Tickets vorbestellen!

(Piazzale del Museo Borghese 5 / www.galleriaborghese.it/borghese/it/default.htm)

 


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