Reiseführer Rom
Museen
Die Impressionen, die man bei der Erkundung Roms und seiner unerschöpflichen Schätze aufnimmt, lassen sich in den zahllosen römischen Museen und Galerien von Weltrang ergänzen und vertiefen.
Wann die Museen ihre Tore öffnen und schließen ist nicht einheitlich geregelt und unterliegt häufigen Änderungen. Es ist daher ratsam, im Internet oder telefonisch die aktuellen Öffnungszeiten in Erfahrung zu bringen.

Dioskuren auf dem Kapitol
Die Kapitolinischen Museen (Musei Capitolini) rangieren hinsichtlich Bedeutung und Vielfalt gleich nach den Museen des Vatikan. Auf dem Campidoglio, dem Kapitolsplatz, beherbergen der Palazzo dei Conservatori und der gegenüber liegende Palazzo Nuovo eine der ältesten und spektakulärsten Kunstsammlungen der Welt. Hier sind die berühmten antiken Skulpturen von „Amor und Psyche“, der „Kapitolinischen Venus“ und des „Sterbenden Galliers“ zu bestaunen. Im Innenhof beeindrucken der kolossale Kopf Kaiser Konstantins und Dutzende von Büsten römischer Herrscher, schließlich begeistert die Pinacoteca Capitolina ihre Besucher mit Meisterwerken von Caravaggio, Rubens, Tintoretto, Tizian, Velázquez u. v. a.
(Piazza del Campidoglio / www.museicapitolini.org)
Das Römische Nationalmuseum (Museo Nazionale Romano) zählt archäologische Funde aus der Antike bis in die Neuzeit zu seinen Schätzen. Die Sammlungen verteilen sich auf fünf Standorte:
Crypta Balbi widmet sich der Entwicklung Roms von der Antike bis ins 20. Jahrhundert (Stadtbild, Funktion von Gebäuden, städtische Kultur).
(Viadelle Botteghe Oscure 31 / www.archeoroma.beniculturali.it/musei/museo-nazionale-romano-crypta-balbi)
Im Palazzo Altemps werden antike Kunstwerke aus den Privatsammlungen Mattei, Ludovisi und Hohenems gezeigt.
(Piazza Sant`Apollinaire 44 / www.archeoroma.beniculturali.it/musei/museo-nazionale-romano-palazzo-altemps)
Die Aula Ottagona beeindruckt Besucher mit großartigen Marmor- und Bronzeskulpturen.
(Via G. Romita 8)
Die Sammlungen im Palazzo Massimo umfassen Skulpturen, Mosaiken, Reliefs, Sarkophage, Portraitbüsten, die berühmten Fresken aus der Villa der Livia, Münzen, Juwelen.
(Largo di Villa Peretti 1 / www.archeoroma.beniculturali.it/musei/museo-nazionale-romano-palazzo-massimo)
Das Museum in den Diokletian-Thermen (Terme di Diocleziano) gewährt Einblicke in die Alltagswelt der Latiner, der frühen Vorfahren der Römer.
(Via E. de Nicola 78 / www.archeoroma.beniculturali.it/musei/museo-nazionale-romano-terme-diocleziano)
Den Zeitgenossen der Latiner, den Etruskern, ist das Etruskische Nationalmuseum (Museo Nazionale Etrusco di Villa Giulia) am nördlichen Ende des Borghese-Parks gewidmet. Es beherbergt die wohl bedeutendste Sammlung der Welt für Zeugnisse der etruskischen Kultur.
(Piazzale di Villa Giulia 9 / www.villagiulia.beniculturali.it)
Museo Nazionale dell`Alto Medioevo (Nationalmuseum des Hochmittelalters) zeigt Objekte aus Kunst und Kultur des Zeitraums 4. bis 14. Jahrhundert.
(Viale Lincoln 3 / www.archeoroma.beniculturali.it/musei/museo-nazionale-dell-alto-medioevo)
Museo di Roma in Trastevere hat Ausstellungsgegenstände (Trachten, Werkzeuge, Mobiliar etc.) und viele Zeichnungen, Drucke und Aquarelle zusammengetragen, um ein realistisches Abbild des römischen Alltagslebens im 18. und 19. Jahrhundert zu entwerfen.
(Piazza Sant`Egidio 1B / www.museodiromaintrastevere.it)
Am Fuß der Spanischen Treppe liegt das kleine Museo di Keats e Shelley. Die hier verwahrten persönlichen Gegenstände, die zahlreichen Briefe, Zeichnungen und Bücher erinnern an Englands großen romantischen Dichter John Keats, der hier verstarb, und an seine engen Freunde Percey Shelley und Lord Byron.
(Piazza di Spagna 26 / www.keats-shelley-house.org)
Zum Komplex der großen Synagoge am Tiberufer gehört das Museo Ebraico. Es zeigt kostbare Thorarollen, Gold- und Silberschmiedearbeiten sowie Dokumentationen zur Geschichte und Gegenwart der jüdischen Gemeinde Roms, der ältesten in Europa.
(Lungotevere dei Cenci 15 / www.museoebraico.roma.it)
Das Goethe-Museum Casa di Goethe ist in den Räumen untergebracht, die Goethe anlässlich seiner Italienreise 1786/88 bewohnte. Eine Dauerausstellung befasst sich mit allen Aspekten seines Italienaufenthalts, wechselnde Ausstellungen widmen sich italienischen Themen und eine hochkarätige Präsenzbibliothek mit Erstausgaben und wichtiger Sekundärliteratur steht der Forschung zur Verfügung.
(Via del Corso 18 / www.casadigoethe.it)
In der Galleria Doria Pamphili haben die Adelsfamilien der Doria und Pamphili eine umfangreiche Gemäldesammlung zusammengeführt und der Öffentlichkeit zugänglich gemacht. Die den Zeitraum 15. bis 18. Jahrhundert umspannende Sammlung zeigt Werke von Caravaggio (darunter seine „Rast auf der Flucht nach Ägypten“), von Raffael, Tizian Tintoretto und Velázquez berühmtes Bildnis des Papstes Innozenz X.
(Piazza del Collegio Romano 2 / www.doriapamphilj.it/ukhome.asp)
Galleria Nazionale d`Arte Antica im Palazzo Barberini. In einem der großartigsten römischen Paläste des Hochbarock sind unzählige Werke berühmter Künstler, die einst dem Kirchenstaat gehörten oder aus übernommenen Privatsammlungen und Schenkungen stammten bzw. angekauft wurden, zur glanzvollen Nationalgalerie vereint worden. Sie umfasst Gemälde des 13. bis 17. Jahrhunderts, darunter Werke von Fra Angelico, Hans Holbein, Lippi, Tintoretto, Tizian, Raffael, El Greco, Caravaggio.
(Via delle Quatro Fontane 13 / www.galleriaborghese.it/barberini/it/default.htm)
Museo e Galleria Borghese. Die jetzt dem italienischen Staat gehörende umfangreiche Kunstsammlung der Borghese-Fürsten wurde in einer ihrer ehemaligen Residenzen aus dem 17. Jahrhundert untergebracht. „Die Königin unter den privaten Kunstsammlungen der Welt“ umfasst die im Erdgeschoss versammelten Skulpturen u.a. von Canova und Bernini und antike Werke, umrahmt von einigen der bekanntesten Gemälde Caravaggios. Alles, was im 16. und 17 Jahrhundert in der Malerei Rang und Namen hatte, ist in der Gemäldegalerie vertreten, von Raffael, Lucas Cranach, Tizian und Giorgione bis zu Rubens, Reni, van Dyck, Dürer, Perugino, Domenichino u.v.a.