Reiseführer Rom
Tour 3 durch Rom
Von der Piazza del Popolo zur Fontana di Trevi
“Viele Wege führen nach Rom”, sagt man und kann versichert sein, dass dieses Sprichwort schon im Altertum Gültigkeit hatte. Die Via Flaminia und die Via Cassia, zwei der wichtigsten Konsularstraßen, die Rom mit dem Rest der Welt verbanden, mündeten im „Tor zu Rom“, der halbrunden Piazza del Popolo (35). Obwohl vom Verkehr umbrandet und von Spaziergängern emsig frequentiert, vermittelt die offene Großzügigkeit dieses grandiosen „Volksplatzes“ mit den Zwillingskirchen Santa Maria die Miracoli e Santa Maria in Monte Santo (36) am Abzweig zur Via del Corso einnehmende Ruhe.

Piazza del Popolo - wo alle Wege
nach Rom endeten
Da möchte man das kühle Nass des Brunnens am Fuß des Obelisco Flaminio (37) länger genießen, will andererseits aber auch die Schönheit der Piazza vom Monte Pincio (38) herab betrachten. Über diesen elegant bewaldeten Hügel, in dessen Hainen sich die Villa Borghese und die Villa Medici neben lauschigen Lichtungen und weiten Parkanlagen verbergen, zieht sich die Via Pinciana, auch vorbei am Galoppatoio (Roms Galopprennbahn). In den 1960er Jahren Versammlungsort der Linken, heute Schauplatz so manch spektakulären Pop- oder Klassikkonzerts – Luciano Pavarotti trat hier zum letzten Mal öffentlich auf!

Scalinata di Spagna - die Spanische Treppe
Nur wenige Schritte entfernt beherrscht erneut ein atemberaubendes Panorama die Aussicht: Auf die Dächer der heiligen Stadt, über die Stufen der Spanischen Treppe (40), entlang der Palmen an ihrer Peripherie und mitten hinein in das „Modische Dreieck“ (41) zwischen der Piazza di Spagna, der Piazza del Popolo und der San Silvestro. Kein Modezar, kein Couturier, kein Edelschneider, der nicht hier eine Dependance unterhält. Hier muss man sein, hier muss man einkaufen - auch mit dem kleinen Geldbeutel: Während der saldi im Frühjahr und im Herbst.

Wachwechsel am Quirinalspalast - wo heutzutage Rom und der Rest
Italiens regiert werden, beziehungsweise nicht, wie die Römer sagen
Bleibt neben mindestens tausend ebenso wichtiger und berauschend schöner Rom-Impressionen noch ein Muss, das man schon kennt - aus dem Film „La Dolca Vita“ nämlich, aus dieser hinreißenden Liebesszene mit Anita Eckberg und Marcello Mastroianni: Die Fontana di Trevi (42). Der Weg dorthin führt über den Quirinalshügel und am Quirinalspalast (43) vorbei. Hier werden die politischen Geschicke Italiens geleitet, beziehungsweise nicht, wie die Römer despektierlich sagen. Umso beeindruckender sind die allnachmittäglichen Wachwechsel. Am Trevi Brunnen dann angekommen, gilt es, die persönliche Zukunft in die Hand zu nehmen, denn mit dem Geldstück, das man über die Schulter ins Becken wirft, ist der Handel mit den Göttern perfekt: Sie werden nach Rom zurück kehren! Ach, Rom!

Angesichts der ebenmäßig opulenten Schönheit des Trevi Brunnens
muss doch klar werden, dass man wieder kommen will!