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Reiseführer Rom

 

Tour 1 durch Rom

Von der Piazza Navona zum Circo Massimo

Die Piazza Navona (1), zu Kaiser Domitians Zeiten eine Wettkampfstätte, ist der berühmteste Platz Roms. Hier sieht man sich und hat viel zu sehen: Die drei Brunnen, die Kirche Sant´Agnese, die ockergelben Appartementhäuser, die Gartenbalkone, Restaurants und Cafés, die Maler und Kitschverkäufer. Und hier muss man im Tre Scaletini ein Gelato essen, denn, das ist unbestritten, dieses Eis ist das beste Roms!

Reiseführer Rom - Piazza Navona
Auf der Piazza Navona

Ist es noch Vormittag, lohnt sich ein kurzer Abstecher Richtung Süden, über die Piazza de S. Pantaleo zum Campo dei Fiori (2), dem unter römischen Hausfrauen und Touristen gleichermaßen beliebten Markt. Der Palazzo Farnese (3), er wurde von Michelangelo erbaut, ist nicht weit, und der Weg zurück zum Corso Vittorio Emanuele II. führt an eleganten Stadthäusern vorbei. Die Via Torre Argentina mündet an den antiken Ruinen unterhalb der Piazza di S. Chiara (4).

Von dort sind es nur noch ein paar Schritte zum Pantheon (5). Wie ein riesiger Fels beherrscht der Tempel der Götter die Piazza Rotonda (6).
Der Weg führt weiter am Palazzo Doria Pamphili vorbei und mündet auf der Piazza Venezia (7). Hier präsentieren sich der Palazzo Venezia und das Monumento Nazionale Vittorio Emanuele II (8). Gleich daneben erhebt sich der kleinste der sieben Hügel Roms (die in Wirklichkeit 13 sind), das Kapitol (Monte Capitolino). Im Senatorenpalast (9) regieren Stadtrat und Bürgermeister; das Museo Capitolino (10), der Palazzo dei Conservatori (11), die Pinakothek (12) und die Basilica di San Marco (13) sind alle (Be)achtung wert.

Reiseführer Rom - Monumento Nazionale Vittorio Emanuele II
Monumento Vittorio Emanuelle II an der Piazza Venezia

Und dann liegt es vor uns: Das Forum Romanum (14) in all seiner, aus der Antike erwachsenen, mystischen Pracht. Ein Blick über die Via dei Fori Imperiali lenkt allerdings zunächst ab, denn das Foro Traiano (15) lockt mit seinen Märkten, den Hallen und kunstvollen Säulen auch Archäologen, denn die Ausgrabungen scheinen nie zum Ende zu kommen. Zu Römerzeiten bildeten die Trajansforen eine Einheit, und wäre man den Regeln der Archäologie gefolgt, dann hätte die trennende Via dei Fori Imperiali gar nicht gebaut werden dürfen. Mussolini jedoch ignorierte die an dieser Stelle noch immer vergrabenen weiteren Kaiserforen und ließ darüber eine der am stärksten befahrenen Straßen Roms bauen.

Reiseführer Rom - in den Trajansforen
Säule in den Trajansforen

Einst war das Forum Romanum mit seinen Tempeln, Gärten, Säulengängen und Ritualplätzen Regierungssitz der Götter, dann der Senatoren und Konsuln, des Cäsars und der Kaiser. Von der Kultstätte führen drei Wege auf den Palatino (16), den elegantesten Hügel Roms, in dem bei Grabungen 2007 die Lupercale zum Vorschein kam, wo einst Romulus, der Gründer Roms zusammen mit seinem Zwillingsbruder Remus von der Wölfin gesäugt wurde, und einer durch den Titusbogen (17) direkt zum Colosseum (18). Beim Anblick des Amphitheaters werden Szenerien aus der Historie wach, mit Gladiatorenkämpfen und Hetzjagden auf Tiere und Menschen.

Reiseführer Rom - Colosseum
Für die Ewigkeit in Stein gehauen: Das Colosseum

Fanden im Colosseum schon 50.000 Zuschauer Platz, so konnten sich im Circo Massimo (19), nur einen kurzen Spaziergang über die Via di San Georgio entfernt, die dreifache Anzahl Römer verlustieren - beim Wetten vornehmlich, denn der „Maximus“ stellte die größte Arena für vierspännige Wagenrennen des Altertums dar. Das muss man sich vorstellen: feurige Rösser im Vierergespann, todesmutige Helden mit nichts als roten Togas bekleidet, Sand wirbelt durch die Luft, ein Kreischen aus 150.000 Kehlen - ach, Rom!

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