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Marktkirche


Hauptportal der Marktkirche in HannoverNeben der Marktkirche gehören auch die Aegidien- und die Kreuzkirche zur Marktkirchengemeinde. Das in dunklem Backstein errichtete Gotteshaus wurde erstmals 1238 urkundlich erwähnt und damals Georgskirche genannt. Nur drei Jahre später gibt es urkundliche Hinweise auf die Aegidienkirche. Alle diese Kirchen wurden im Verlauf der Reformation protestantische Gotteshäuser. Seit 1925 erfolgt in der Marktkirche die Einführung der Landesbischöfe der Hannoverschen Landeskirche, Auch dieses Gotteshaus überstand die Wirren der Zeit nicht ohne Beschädigungen und wurde nach Rekonstruktionsmaßnahmen 1952 wieder eingeweiht. Mit dem Bau der gotischen Hallenkirche, die einen romanischen Vorgängerbau ersetzte, wurde vermutlich um 1300 begonnen. Das Kirchenschiff gliedert sich in drei Schiffe mit je fünf Jochen. Im Osten schließt sich an die Halle der Chor an, der aus einer Haupt- und zwei Seitenapsiden besteht. Weithin sichtbar ist der  sich im Westen des Sakralbaus auf 97 Meter erhebende Kirchturm, der in vier Geschosse unterteilt ist und von einem Kreuzdach mit Laterne abgeschlossen wird. Im 19.Jahrhundert entfernte man die zuvor erfolgten Anbauten. Aus jener Zeit stammt auch das Westportal. Bedingt durch die Kriegszerstörungen musste nachfolgend ein Wiederaufbau erfolgen. Dabei gingen leider Teile der mittelalterlichen Bausubstanz verloren. Auch die Ausmalungen des Langhauses verschwanden. Vor dem Gotteshaus sehen wir das Standbild eines noch jungen Martin Luther.

Fotos: Das Hauptportal der Marktkirche (oben); Der Bildhauer Jürgen Weber schuf die beiden Plastiken des hl. Jacobus – im Bild unten – und des hl. Georg am Eingang der Marktkirche

Der Bildhauer Jürgen Weber schuf die beiden Plastiken des hl. Jacobus – im Bild – und des hl. Georg am Eingang der Marktkirche in HannoverZur Kirchengeschichte gehört auch die Sage über zwei Chorknaben, die einst auf den Turm stiegen, um den Turmwächter zu besuchen. Bei ihrem Aufstieg entdeckten die beiden ein Dohlennest, von dem eine Dohle gerade davonflog. Neugierig, wie sie waren, untersuchten sie das Nest, wollten sie doch wissen, ob noch Eier im Nest lagen. Dazu benutzten sie ein Brett, das der eine festhielt, während der andere sich in luftiger Höhe auf das Nest zubewegte. Fünf Eier lagen noch im Nest und über diese entbrannte ein heftiger Streit zwischen den beiden Knaben. Das Unglück konnte man kommen sehen: Der Chorknabe mit den Eiern in den Händen stürzte ab. Während des Falles öffnete sich der weite Mantel, sodass der Sturz in die Tiefe gebremst wurde. So landete der „Eierdieb“ sanft auf dem Marktplatz. Der steinerne Chorknabe an der Außenmauer des Gotteshauses ist seither eine Warnung an alle Kinder, keine Vogelnester auszunehmen.

 

Marktkirche St. Georgii et Jacobi
Hanns-Lilje-Platz 2
30159 Hannover
Tel. 0511-3 64 37-0 / 3 64 37-21
http://www.kirche-hannover.de/marktkirche/


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