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Altes Rathaus

 

Das Alte Rathaus in Hannover, im Vordergrund das Kunstobjekt "Diamant II"

Das Alte Rathaus, im Vordergrund das Kunstobjekt  „Diamant II“

Dieser Profanbau ist wohl der älteste der Stadt und geht auf das 13.Jahrhundert zurück, als man hier eine Lager- und Kaufhalle mit einem Versammlungssaal im Obergeschoss errichtete. Zu Beginn des 15.Jahrhunderts wurde dieser gotische Hallenbau an der Schmiedestraße erweitert. Es entstand damals zunächst der zweigeschossige Marktflügel, der durch seinen Staffelgiebel auffällt. Die Gerichtslaube an der Westseite des Komplexes entstand erst gegen Ende des 15.Jahrhunderts. Nachfolgend kam an der Köbelinger Straße der Apothekenflügel dazu. Seinen Namen erhielt er von der Ratsapotheke, die hier untergebracht war. Dieser Flügel musste in der ersten Hälfte des 19.Jahrhunderts dem von August Andreae entworfenen Gerichtsbau weichen. Dabei handelt es sich um ein blockhaftes Gebäude, das sich in den Ausformungen an oberitalienischen Palästen orientiert. Eigentlich sollte das Alte Rathaus zu jener Zeit abgerissen werden, was jedoch durch Bürgerprotest verhindert wurde. So kam der Architekt Conrad Wilhelm Hase zum Zuge, der die Restaurierung und Regotisierung des Alten Rathauses betreute.

Als besonderer Bauschmuck muss der Tonfries angesehen werden, dessen bildliche Darstellungen sowohl Fürstenbildnisse als auch mittelalterliches Volksspiel zeigen. Teil des „Fassadenschmucks“ ist auch der so genannte Neidkopf neben der Gerichtslaube. Betrachtet man die Darstellung einer Fratze mit Tierohren, weit aufgerissenem Mund und herausgestreckter Zunge, so mag man sich fragen, was es damit für eine Bewandtnis hat. Neidköpfe dienten dazu, Unheil abzuwenden. Ob es sich bei dem Neidkopf am Alten Rathaus um einen unartigen Bengel handelt, der sich stets in der Nähe aufhielt und den Ratsherren auf dem Weg ins Rathaus die Zunge herausstreckte, ist eine nette, aber unbewiesene Geschichte. Obendrein, so geht die Geschichte weiter, soll eines Tages dem Jungen der Schlund offen stehen geblieben sein. Die herausgestreckte Zunge ließ sich auch nicht bewegen, ebenso wenig die Hände, mit denen der Knabe seinen Mund aufgerissen hatte. Dann verwandelte er sich in Stein und die Baumeister des Rathauses brachten dieses Steinbildnis an der Rathausmauer als Abschreckung für andere an.

Detail des Keramikfrieses des Alten Rathauses in Hannover

Detail des Keramikfrieses

Wie im Neuen Rathaus so gibt es auch im Alten Rathaus ein gastronomisches Angebot: Zum Frühstück bietet man für die Eiligen mit kleinem Hunger „Kaffeejunkey“ oder „Day After“ mit Rollmops, Räucherlachs, Kräuterrührei und Obstsalat. Andere Frühstücksangebote haben so viel sagende Namen wie „Faulenzer“ und „Prickelnder Morgen“ - dazu gehört, keine Frage, ein Glas Prosecco. Asia Salat mit Hähnchenbruststreifen in Chili und Curry mariniert oder Barberie-Entenbrust mit Avocado-Mango-Gemüse sind Gaumenkitzler für die Pause am Mittag.

Altes Rathaus
Karmarschstraße 42
30159 Hannover

Altes Rathaus Gastronomie Betriebs GmbH
Karmarschstraße 42
30159 Hannover
Tel. 0511 - 3008040
www.altes-rathaus-hannover.de



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