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Nach dem Fall
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Als im Juli
1570 das osmanische Heer vor Nicosia in Stellung ging, sollten sich
schon bald die Mängel der Verteidigungsanlagen zeigen. Fehlende Finanzmittel
(prominente italienische Adelsfamilien Nicosias sprangen ein und finanzierten
den Bau der Bastionen, die dann nach ihnen benannt wurden) und Zeitmangel
hatten die Vertiefung des Grabens und den Ausbau der Kontereskarpe (äußere
Grabenböschung) verhindert, auch die Errichtung von Außenwerken unterblieb
- schwerwiegende Versäumnisse, die es den Angreifern leicht machten,
bis an den Wall vorzudringen. Savorgnano hatte auch unterschätzt, wie
wichtig es war, die angrenzenden Wohnquartiere ganz in den Dienst der
Verteidigung zu stellen, sie so zu gestalten, daß sie den Kämpfern größtmöglichen
Nutzen brachten. (Später hatte er Gelegenheit, die Schwächen des Nicosia-Projekts
zu korrigieren, als er gemeinsam mit Lorini und Scamozzi an der Planung
von Palmanova arbeitete, der gefeierten "idealen Stadt" des 16. Jahrhunderts.)
In Nicosia erwies sich die Garnison als hoffnungslos unterlegen. 4-5.000
Verteidigern standen 40.000 Angreifer gegenüber. Die Führung versagte.
Nicosia fiel am 9. September 1570. Es war der 48. Tag der Belagerung.
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Nach dem Fall |