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Reiseführer Nordzypern

Nordzypern im Überblick

Hafen von Girne

Der Hafen von Girne

Schon der Anflug wird zum Erlebnis: Gerade traten noch undeutlich die ersten Konturen der Insel aus dem seidigen Dunst der Abendstimmung, da grüßt schon das malerische, von dem mächtigen Geviert seiner Burg flankierte Hafenstädtchen Girne herauf und für einen kurzen Moment schimmert gotisches Gemäuer der Praemonstratenser-Abtei Bellapais in spektakulärer Lage aus den Orangenhainen am Hang. Dann schweben wir schon über das bizarr sich auftürmende Besparmak-Gebirge ein, das die fruchtbare Küstenebene gegen das Hinterland abschließt und sich mit seinen Ausläufern bis hinunter auf den Sporn der fernen Karpaz-Halbinsel hinzieht. Vielleicht lässt sich Buffavento ausmachen, eine der geheimnisumwobenen mittelalterlichen Bergburgen, oder St. Hilarion und Kantara, wie sie tollkühn auf ihren schmalen Plateaus und steilen Kegeln über dem Abgrund schweben. Jenseits der Bergkette, schon über der Mesarya-Ebene, der bis zum Horizont reichenden Kornkammmer Nordzyperns, die sich im Sommer in eine glühend heiße Steppe verwandelt, rückt die Inselmetropole Nicosia ins Blickfeld.

Büyük Han, Lefkosa (Nikosia)

In der Hauptstadt Nicosia (Lefkosa): Der schön renovierte Büyük Han, eine faszinierende ehemalige Karawanserei mit Geschäften und Restaurant

Wieder am Boden, empfängt eine laue Brise den Reisenden und der intensive Duft von Kräutern beflügelt seine Sinne, verheißt ihm die so lange entbehrten mediterranen Genüsse. Vielleicht fährt er hinüber nach Girne, um von dort nach Tagen der Muße an Meer und Hafen zu einer Erkundungsfahrt in den Inselwesten aufzubrechen, dabei die großen Bergdörfer Alsancak und Lapta berührend, die, reich an Quellen und Baumbeständen, zu Spaziergängen einladen. Ein Vorstoß auf die nordwestliche Spitze Zyperns führt ihn durch einsame Landschaft in das Siedlungs gebiet der christlichen Maroniten mit ihrem Hauptort Korucam. Weiter südlich, in der tischebenen Schwemmlandsenke vor der Bucht von Güzelyurt, liegt das gleichnamige Städtchen inmitten des größten Zitrusanbaugebiets der Insel. Soli und Vouni, antike Stätten mit weitläufigen Ausgrabungsarealen in unvergleichlicher Lage am Meer locken den Besucher weit in den Westen des Landes. Auch Lefke, das kleine aufstrebende Landstädtchen mit seinen architektonisch bedeutsamen, traditionellen türkischen Häusern, liegt nur wenige Kilometer landeinwärts in den hügeligen Ausläufern des mächtigen Troodos-Gebirges. Nach so viel ländlichen Eindrücken liefert ein Streifzug durch das nördliche Nicosia -Lefkosa, wie die Einheimischen sagen- den vielleicht gewünschten urbanen Kontrast. Der Ostteil der Insel bietet wieder eine Fülle spannender Begegnungen mit nahezu unberührten Landschaften und historischen Stätten - so mit Famagusta, der legendären Hafenstadt oder mit dem antiken Salamis in traumhafter Lage am Meer. Nahebei erhebt sich das nach dem in Salamis geborenen Apostel benannte Barnabas-Kloster mit einem sehenswerten Archäologischen Museum und nur zehn Minuten Fußweg führen den Besucher vom Klostergelände zu der versunkenen bronzezeitlichen Siedlung Enkomi. Ein Naturerlebnis ohnegleichen bietet die weit nach Osten ausgreifende Karpaz-Halbinsel mit einer überwältigenden Landschaft, menschenleeren Stränden und melancholischen Ruinen an versandeten Häfen.

 



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