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Reiseführer Nordzypern

Soli

Um Soli im Westen zuerreichen, folgt man von Güzelyurt der am Meer verlaufenden Straße bis zur stillgelegten Erzverladeanlage von Gemikonagi. Von hier zweigt das kurze Wegstück nach Soli ab. Archäologen der "Swedish Cyprus Expedition", die in den Jahren 1927-1931 mit ihren Forschungen den Grundstein für eine systematische Erkundung der zyprischen Frühgeschichte legten, haben an diesem Ort die Fundamente einer spätrömischen Stadt ausgegraben, deren Anfänge bis in das 8. Jh. v. Chr. zurückverfolgt werden können.

In der Ausgrabungsstätte von Soli: das Theater aus dem 2. Jh. n. Chr.

Das Theater aus dem 2. Jh. n. Chr.

Solis weiträumige Siedlungsfläche ist noch immer nicht vollständig freigelegt. Eine fruchtbare, wasserreiche Landschaft begründete ihren Wohlstand. Beträchtliche Gewinne aus den benachbarten Kupferminen und ein sicherer Hafen schufen ideale Voraussetzungen, um Soli in den Rang eines bedeutenden Stadtkönigreichs aufsteigen zu lassen.Als der Hafen der Stadt im 4. Jh. n. Chr. zu versanden begann und die Kupferminen die Förderung einstellten, setzte der Niedergang Solis ein. Sie blieb bewohnt, bis 648/649 arabische Flotten die zyprischen Küstenorte brandschatzten und auch Solis Stunde schlug. Seine zerstörte Basilika, das Amphitheater am Hang, die weitläufigen Wohnviertel deckte der Sand der Jahrhunderte zu, knorriges Gebüsch siedelte sich an, doch ganz aus der Erinnerung getilgt wurde der Ort nicht. Er teilte das Schicksal so vieler alter Siedlungen am Mittelmeer: was an Steinen, Bögen oder Säulen brauchbar erschien, wurde verschleppt und für neue Bauwerke verwendet. Hier waren es tonnenschwere Fragmente des Theaters, die man in die Hafenanlagen des ägyptischen Port Said verbaute.

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