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Reiseführer Danzig (Gdansk)

Hevelius

Johannes Hevelius / Jan Heweliusz wurde am 28. Januar 1611 als Sohn einer Danziger Patrizierfamilie geboren, die ihr Vermögen mit dem Brauen von Bier gemacht hatte.

Hevelius studierte ab 1630 in Leiden, nebenher bereiste er England und Frankreich. Im Jahr 1634 kehrte er auf Geheiß seines Vaters nach Danzig zurück und braute dort fortan das Danziger Jopenbier. Große Mengen des obergärigen Jopenbiers gingen vom Ostseehafen nach England und Holland, wo es allerdings mehr zur Soßenherstellung als zum Trinken verwendet wurde.

Nur ein Jahr später heiratete er die zwei Jahre jüngere Katharina Rebeschke, die seine Nachbarin war. Sie besaß praktischer Weise die zwei neben seinem Haus stehenden Gebäude.

Hevelius trat 1636 in die Bierbrauerzunft ein, deren Zunftmeister er 1643 wurde. Im Jahr 1649 starb sein Vater. Hevelius gab nun seiner großen Passion, der Astronomie, immer größeren Raum. Er verband zunächst die drei Häuser, richtete ein großes Observatorium ein und begann 1641, die nötigen Instrumente anzuschaffen. Bald hatte er Linsenfernrohre und Teleskope zur Verfügung, mit denen er die Oberfläche des Erdmondes untersuchte. Sein größtes selbst konstruiertes Teleskop war 45 Meter lang. Nebenher konstruierte er auch das weltweit erste Periskop.

Sein erstes großes astronomisches Werk, die Selenographia, entstand 1647 und berichtete über seine Monduntersuchungen. Er beobachtete Sonnenflecken, entdeckte Sternbilder und die Libration des  Mondes, dazu erstellt er Mondkarten. Zwischen 1652 und 1677 entdeckte er vier Kometen. Seine Beobachtungen führten ihn zu dem Schluss, dass Kometen die Sonne in parabelförmigen Bahnen umkreisen.

Neben seinen astronomischen Untersuchungen blieb Hevelius sein Leben lang Bierbrauer und lagerte sein Jopenbier im Kellerraum des Altstädtischen Rathauses. Er war ein geachteter Mann in Danzig, wurde 1651 Ratsherr und später auch Bürgermeister seiner Heimatstadt.

Im Jahr 1661 wurde in Danzig eine Halophänomen beobachtet, das Hevelius untersuchte. Seine Ergebnisse veröffentlichte er 1662 unter dem Titel „Mercurius in sole visus“.
In diesem Jahr starb auch seine Frau Katharina. Bereits ein Jahr später heiratete Hevelius die Kaufmannstochter Elisabeth Koopmann. In ihr fand Hevelius nicht nur die Mutter seiner vier Kinder, sondern auch eine überaus interessierte und ihn tatkräftig unterstützende Gefährtin.

Das Observatorium von Hevelius wurde 1679 bei einem Brand völlig zerstört und ein Großteil seiner Bücher ging verloren. Zwar begann er sofort mit dem Wiederaufbau, doch die Fertigstellung erlebte er nicht mehr. Johannes Hevelius starb am 28. Januar 1687, seinem 76. Geburtstag. Er gilt als einer der bedeutendsten Astronomen seiner Epoche.

Bücher von Johannes Hevelius

 



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