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Reiseführer Danzig (Gdansk)

Polnische Danziger Literaten

Längst hat Günter Grass polnische Danziger Kollegen von Weltruf bekommen, deren Erzählungen vorwiegend die gemeinsame Heimatstadt Danzig, die Danziger Geschichte und die Bewohner Danzigs zum Thema haben. Besonders Stefan Chwin und Pawel Huelle ist Danzig als Ort der Erinnerung und ihres Schreibens gemein. Beiden gelingt die nahtlose Verbindung der deutschen und polnischen Geschichte Danzigs und beiden gelingt das vorurteilsfrei sachlich.

Stefan Chwin wurde1949 als Sohn litauischer Polen aus Wilna geboren, auch seine Eltern waren also Vertriebene. Er studierte in Danzig Literaturwissenschaft und lebt bis heute in seiner Heimatstadt Danzig als freier Schriftsteller, Dichter, Prosaist, Essayist und Literaturhistoriker, er arbeitet auch an der Danziger Universität.
Stefan Chwins Hauptthema ist Danzig, seine Protagonisten erleben polnische und deutsche Danziger Geschichte mit all ihren Brüchen. Seine wichtigsten in deutscher Sprache erschienenen Romane sind: Tod in Danzig (im polnischen Original: Hanemann) und „Die Gouvernante“ (im polnischen Original: Esther). Im Jahr 2005 erschienen der Roman "Der goldene Pelikan" und Chwins Poetikvorlesungen "Stätten des Erinnerns" in deutscher Sprache. Chwin erhielt zahlreiche hohe Literaturpreise.

Bücher von Stefan Chwin:


Pawel Huelle ist wie Stefan Chwin ein Chronist der deutsch-polnischen Geschichte in Danzig. Er wurde 1957 in Danzig geboren, wo er später Literaturwissenschaft studierte.
Nach dem Studium arbeitete er zunächst als Journalist, von 1980 bis zum Verbot der Solidarnosc 1981 in deren Pressestelle. Daneben war er als Lehrer für Literatur, Geschichte und Philosophie tätig. Nach der politischen Wende in Polen war er zeitweise Intendant des Dritten Polnischen Fernsehens in Danzig.
Als Schriftsteller schaffte er den Durchbruch gleich mit seinem ersten Roman „Weiser Dawidek“ 1987.   Der Roman wurde von der polnischen Kritik als Meisterwerk gefeiert und gilt als eines der wichtigstes Werke der polnischen Literatur der 80er Jahre. Es ist in viele Sprachen übersetzt und im Jahr 2000 auch verfilmt worden. 

Nicht nur gelten sowohl Chwin als auch Huelle jeweils als polnischer Grass, Huelle schrieb gemeinsam mit Klaus Richter und Cezary Harasimowicz 2005 das Drehbuch zur Verfilmung des Günter-Grass-Romans „Unkenrufe“. Weitere in deutscher Sprache erschienen Werke von Pawel Huelle sind: „Schnecken, Pfützen, Regen und andere Geschichten aus Gdansk“ (1996), „Silberregen“ (2000), „Verschollene Kapitel“ (2002), „Mercedes-Benz“ (2003), und „Castorp“ (2004).

Bücher von Pawel Huelle:

 



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