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Reiseführer Nordzypern

Myrtou-Pighades

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Der Altar von Myrtou-Pighades

Ausgrabungen des Ashmolean Museum Oxford und der University of Sidney in den Jahren 1950/51 und spätere Rekonstruktionsarbeiten lassen andeutungsweise die Strukturen einer isoliert, fern der Küste liegenden ländlichen Siedlung erkennen, die von mächtigen Mauern umgeben war und in seinem Zentrum einen heiligen Bezirk (Temenos) aufweist. Auf ihn konzentrierte sich die Arbeit der Archäologen. Ein Freiluft-Altar steht inmitten des Temenos. Von seinen Kalksteinblöcken wurden zwölf in ihrer ursprünglichen Lage freigelegt, während andere über den Hof verstreut oder in später errichtete Mauern verbaut waren. Die Rekonstruktion des Altars - einschließlich Betonnachbildungen fehlender Steine - findet nicht den ungeteilten Beifall der Fachwelt. Doch ist unstrittig, daß die Anlage in der bronzezeitlichen Tradition Zyperns fest verankert ist: so das Kulthaus mit zwei Höfen, die Steinbänke vor den Mauern, die durchbohrten Steine zum Anbinden der Opfertiere, dazu Vorratsräume und der 6,50 m tiefe Brunnen, schließlich der Altar, gekrönt von geweihten Stierhörnern, wie sie aus dem kretischen Knossos und anderen Fundorten bis zum hethitischen Bogazköy im Innern Anatoliens bekannt sind.

 



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