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Reiseführer Nordzypern

Die Burg von Girne

Hafen und Burg von Girne

Wie eine gewaltige Steinbarriere türmt sich ihr Mauerwerk am Hafenrund auf : die mächtige Seefestung, Zyperns besterhaltene Verteidigungsanlage, ein militärhistorisch bedeutsamer Bau, der zahllosen Belagerungen widerstand, zwar ausgehungert wurde oder sich in Ehren ergab, aber niemals erstürmt wurde.  Schon ein halbes Jahrtausend vor der Zeitenwende trug nach Meinung der Archäologen der Felsvorsprung nahe dem natürlichen Hafenbecken eine befestigte Akropolis. Auf ihren Ruinen ließ der byzantinische Gouverneur Zyperns im 7. Jahrhundert eine rechteckige Burg erbauen, deren fragiles Gemäuer unter der Herrschaft des fränkischen Königshauses Lusignan verstärkt, erweitert und teilweise überbaut wurde. Die Venezianer schließlich rüsteten den mittelalterlichen Bau durch verstärkte Mauern, Aufschüttungen und die Anlage von Bastionen gegen die gewaltige Zerstörungskraft neuzeitlicher Pulvergeschütze. Die Brücke über den früheren Burggraben, am Fuße der auf 21 Meter Höhe aufsteigenden Westmauer der Burg, leitet den Besucher in das Burginnere. Wegweiser auf dem weiträumigen Innenhof erleichtern die Orientierung.

In der Burg von Girne: Archäologische Fundstücke im Hof

Archäologische Fundstücke im Hof

Ob man nun in die Kerker hinabsteigt, die hochgelegenen Verteidigungsstellungen in den Ecktürmen inspiziert, gar auf die Sohle zu den Pulverkammern in den Bastionen vordringt oder sich im Burghof an einem kühlen Getränk labt - eines sollte man sich nicht entgehen lassen: den Besuch im Ostflügel der Burg, wo das Schiffswrackmuseum die Überreste eines vor etwa 2.300 Jahren nahe Girne versunkenen Küstenseglers ausstellt, dazu viele am Fundort gehobene Ausrüstungsgegenstände und in Bildern und Texten die aufregenden Umstände seiner Entdeckung, Bergung und Konservierung dokumentiert.

Die Burg von Girne im Detail / Das Schiffswrackmuseum im Detail

 



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