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An ihrer Stelle stand ursprünglich die von Gouverneur Ali Pascha
1820-24 erbaute Orduönü-Moschee. Im Januar 1900 wurde sie
bei einem Erdbeben stark beschädigt und mußte abgerissen
werden. Mit dem Neubau beauftragte die religiöse Stiftung "Evkaf"
kurioserweise den englischen Architekten Fenton Atkinson, der später
als "Inspector of Works" in der britischen Administration
Nicosias arbeitete. Atkinson hielt sich nicht an den auf Zypern verbreiteten,
schnörkellosen osmanischen Moscheetyp, sondern ließ seiner
Phantasie freien Lauf. Seine Anleihen bei nordafrikanischen, islamisch-maurischen
Bauten mit ihren charakteristischen hufeisenförmigen Spitzbögen
und abwechselnd roten und weißen Bogensteinen brachten in Verbindung
mit dem erhalten gebliebenen, in "klassisch" zyprischer Manier
gebauten Minarett ein eigenwilliges Gebäudeensemble hervor.
Die "Sarayönü" ist schon seit Jahrzehnten nicht
mehr der Ort, an dem sich die Gläubigen zum gemeinsamen Gebet versammeln.
Heute treffen sich hier Hochzeitspaare - im Haus ist das städtische
Standesamt untergebracht.
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