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Reiseführer Nordzypern

Salamis und die Königsgräber

Die Ruinenlandschaft von Salamis: Das Gymnasium mit seinen mächtigen Säulen

Am Ufer der Famagusta-Bucht, in einer Landschaft aus Dünen und Pinienhainen, liegen die Ruinen des antiken Salamis, der einst größten und reichsten Stadt Zyperns. Auf dem Höhepunkt ihrer Macht, als sie über 100.000 Einwohner zählte, nahm die Stadt eine Fläche von über acht qkm ein. Nur ein Bruchteil davon ist bis heute freigelegt. Die sorgsam restaurierten Relikte stammen überwiegend aus spätrömischer und byzantinischer Zeit, darunter das Theater, in dem einst 15.000 Zuschauer Platz fanden, das Thermen-Gymnasium mit seinen prachtvollen Marmorsäulen, die Grundmauern und Fassadenreste zweier frühchristlicher Basiliken, die berühmten Toilettenanlagen, Thermen, Wasserspeicher, um nur die spektakulärsten Zeugnisse einer Zeit zu benennen, als Salamis kultureller Mittelpunkt und führende Handelsstadt in der Levante war. Ihre Anfänge reichen freilich weit in die Vergangenheit zurück: einer der legendären Helden des Trojanischen Krieges soll Salamis gegründet haben. Fast zweitausend Jahre später senkte sich der Vorhang über ein beispielloses Kapitel zyprischer Geschichte, als nach einer Serie von Erdbeben, nach Überschwemmungen und der Versandung des Hafens, Ereignissen, die manche als Vorwarnung kommender Schrecknisse deuteten, arabische Truppen unter Mu`awiyah über die Stadt herfielen. Verlassen von ihren Bewohnern, die sich nach Arsinoe, dem späteren Famagusta retteten, nahmen Sanddünen und stacheliges Gesträuch von ihr Besitz.

Königsgräber: Grab Nr. 50 ("Gefängnis der hl. Katharina")

Königsgräber: Grab Nr. 50 ("Gefängnis der hl. Katharina")

An der Straße, die vom Ausgrabungsgelände zum St. Barnabas-Kloster führt, liegt die riesige Nekropole (Totenstadt) von Salamis, die "Königsgräber". Man wußte von ihrer Existenz: Plünderer und Grabräuber durchkämmten immer wieder das weite Terrain. Die Stätte schien nichts mehr zu verbergen. Um so größer war die Überraschung, als 1957, gleich zu Beginn der systematischen Erforschung der Nekropole, erstaunliche Funde ans Licht kamen, so das Grab eines Fürsten (daher "Königsgräber") mit kostbaren Beigaben und Pferdeopfern. Man fand den berühmten Thronsessel aus Elfenbein und Silber und den nicht minder aufsehenerregenden Brustpanzer eines Pferdes mit assyrischen Ornamenten. Zudem brachte die mehrjährige intensive Forschungsarbeit wichtige Erkenntnisse über hier praktizierte Totenkulte und Bestattungsbräuche.

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