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Landtor
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„Porta di Limisso“ (Limassol-Tor) nannten
die venezianischen Erbauer den steinernen Koloß, ein Verteidigungssystem
bestehend aus einem Vorwerk und dem befestigten Landtor. Durch ihn hindurch
führte der einzige Zugang von der Landseite in die Stadt. Der Ravelin Der dem Landtor vorgelagerte Ravelin, ein annähernd halbmondförmiger Wehrbau, der weit in den Wallgraben ragt, diente nicht allein der Verteidigung, sondern auch als Durchgang zum Landtor. An seinen beiden Flanken gab es Toröffnungen, die über einfache Holzbrücken nebst Zugbrücke auf dem letzten Teilstück zu erreichen waren. Diese Eingänge wurden bei der Neugestaltung der Toranlagen durch die osmanischen Machthaber verschlossen, die Brücken entfernt, im Wallgraben eine Grabenwehr („caponiere“) errichtet und ein neuer Zugang hergestellt. Der Ravelin hatte ausgedient.
Ravelin - Südseite
Das Landtor Auch die neue Steinbrücke war in ihrem Schlußstück
als Zugbrücke konstruiert, wie man unschwer an den Balkenschlitzen
für ihre Schwungruten über dem Eingang erkennt. Seit der Umgestaltung
in osmanischer Zeit betritt man die Stadt durch einen langen überwölbten
Gang, einer ehemaligen Geschützkammer, und steht dann auf der Rückseite
des Landtors. Die hier sofort ins Auge stechende frühere Passage,
ein imposanter 10 m hoher Bogengang, besitzt Abzweigungen zu den teils
riesigen Kasematten, zu Pulverkammern und Vorratsräumen, die zahlreich
den Untergrund durchziehen. Außerhalb steigt eine steile Rampe zur
Torplattform hinauf, über die Kanonen in ihre Stellungen gewuchtet
wurden. |