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Barmherzigenkirche

In der Murvorstadt ließen sich die Mitglieder des Ordens der Barmherzigen Brüder im 17. Jahrhundert als Hospitalorden nieder. Der ihnen zur Verfügung gestellte Platz war zuvor als Richtstätte für Diebesgesindel und Lotterbuben genutzt worden. In einem umgebauten Stadel mit zwölf Betten begannen die frommen Brüder ihre Arbeit. Erst nach dem Ende des 30-jährigen Kriegs begann der eigentliche Aufbau des Spitals und des Klosters. Der Grazer Hofbaumeister Johann Stenge war verantwortlich für die Planung der Klosterkirche, die mit der rückschwingenden Fassade ein Juwel des steirischen Hochbarock ist.

Österreich - Reiseführer Graz - Barmherzigenkirche

Künstlerischer Höhepunkt im Inneren des Gotteshauses ist der vom Bildhauer Josef Schokotnigg gestaltete Hochaltar. Gottvater inmitten einer Engelsschar und die Verkündigung der Engel an Maria sind die zentralen Bildthemen des Altars. Zu sehen sind außerdem plastisch gehaltene Szenen aus der Ordensgeschichte, so die Anerkennung des Ordens durch Pius V. und der heilige Karl Borromäus. Auf dem Schalldach der Kanzel kämpft der Erzengel Michael mit dem Drachen, der das Böse verkörpert. Der Kanzelkorb zeigt Szenen aus dem Leben des heiligen Johannes von Gott, der im spanischen Granada als der Stifter des Ordens das erste Spital gegründet hatte.

Graz-Barmherzigenkirche
Annenstraße 2
8020 Graz
Tel. 70 67 51 28

weitere Kirchen: Barmherzigenkirche / Dom / Franziskanerkirche Mariä Himmelfahrt / Kalvarienbergkirche zum heiligen Kreuz / Leechkirche Mariä Himmelfahrt / Mariahilferkirche / Pfarrkirche zum heiligen Blut / Stiegenkirche / Wallfahrtskirche Mariatrost

 

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