Reisemagazin schwarzaufweiss

Landesgalerie und Skulpturenpark

Österreich - Linz - Landesgalerie

Üppiger Bauschmuck der historistischen Architektur

Die Geschichte der Galerie reicht bis in die Mitte des 19. Jahrhunderts zurück, als auf Anregung von Adalbert Stifter die Landesbildersammlung ins Leben gerufen wurde. Sammlungsschwerpunkt des Hauses ist heute die Kunst des 20. Jahrhunderts und der Gegenwart mit starkem Bezug zu Oberösterreich. Wechselnde Ausstellungen reflektieren Kunst im Kontext der Moderne und Gegenwart. Im Bestand des Hauses sind Arbeiten von Alfred Kubin, Klemens Brosch, Franz Sedlacek, Aloys Wach, Franz von Zülow, Margret Bilger und Valie Export. Jüngst wurden Werke von Sissi Farassat, Karina Nimmerfall, Dorothee Golz, Franz Kapfer und Jung Yang angekauft. Dabei handelt es sich ausschließlich Arbeiten, die in den letzten Jahren entstanden sind. Mit der Reihe „Aus der Sammlung“ werden permanent Einblicke in den Bestand der Landesgalerie Linz gegeben.

Österreich - Linz - Landesgalerie

Einblicke in die Sammlung der Landesgalerie © Archiv TVL/Röbl 2004

Die Architektur der Landesgalerie ist charakteristisch für eine Vielzahl von Museen, die Ende des 19. Jahrhunderts im Zeitalter des Historismus entstanden sind. Rund um das Haus existiert ein Skulpturenpark: Ein bronzener Klops auf zwei Beinen steht am Rande der Anlage, dank sei Alfred Haberpointner, der die Bronze „Gewichtung“ 2002 entwarf. An Mario Merz' Iglus aus Reisig oder Glas lehnt sich Wolfgang Georgsdorf mit seiner Metallkuppel scheinbar an. Einige laublose bronzene Bäumchen sprießen auf dem mit Blumenrabatten gesäumten Grün. Sternenfeld lautet der Titel dieser Skulptur von Luisa Valentini. Ein Kubus, Peter Paszkiewiczs „Aalfanger Granit" mit einer Einkerbung auf der Oberfläche, hat im Park ebenso einen Platz gefunden wie arrangierte Natur von Christian Ruschitzka.

Österreich - Linz - Skulptur

Mario Merz war nicht hier, aber Wolfgang Georgsdorf

Zwei steinerne Scheiben mit quadratischen Einkerbungen schuf Gabriele Berger und nannte ihre Arbeit „Geteilt ist gleich gesamt" (1995). Durchlöchert ist die Mauer, die Gunter Damisch 1998 entwarf und ironisch mit „Große Weltlochwand" betitelte. Ohne Titel und leer bleibt die eiserne, von Rost überzogene Couch von Alois Bauer. Eisenbahnschwellen verlaufen über das Parkgrün: „Bone Chaser“ von Richard Nonas. Wer sich auf eine der Parkbänke setzen möchte, muss sich genau überlegen, wo er Platz nimmt. Die Metallschilder mit hintersinnigen Worten stammen von Norbert Hinterberger: „nur für Musenküsse" ist der Titel des 2004 entstandenen Werkprojekts. Man kann unter anderem zwischen einer Bank „Nur für Verdauungsspaziergänger“ oder „Nur für Märchenprinzen“ und „Nur für Jäger & Sammler“ sowie „Nur für Muttersöhnchen“ wählen.

Landesgalerie Linz
Museumstraße 14
4020 Linz
www.landesgalerie.at/

 

Reisemagazin schwarzaufweiss

 

Das könnte Sie auch interessieren

.