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Landhauskirche (eh. Minoritenkirche)

Mit dem Landhaus, einst ein Minoritenkloster, bildet die Minoritenkirche eine Einheit und bestimmt die Straßenflucht der Klosterstraße. Ursprünglich lag dieses Bauensemble an der südwestlichen Ecke der mittelalterlichen Stadtmauer. Heute sind es nur wenige Schritte vom Herzen der Stadt, dem Hauptplatz, bis hierher.

Österreich - Linz - Landhauskirche

Nein, das ist nicht der Kirchturm der ehemaligen Minoritenkirche, sondern des Turm des benachbarten Landhauses

Das Kloster wurde bereits in der Mitte des 16. Jahrhunderts von den Landständen genutzt. Anstelle des Klosters erfolgte im 16. Jahrhundert der Neubau eines Ständehauses, dessen Bau 1571 vollendet war. Auch die ehemalige Klosterkirche erhielt im Laufe der Jahre ein neues spätbarockes Kleid: eine dreigeschossige Schaufront mit weißen Mauerstreifen und mausgrauen Fassadenfeldern sowie zwei Portale. Nahezu schmucklos ist die Fassade, sieht man von den Steinfiguren über den Portalen ab. Dabei handelt es sich um den heiligen Josef und Maria mit Kind.

Österreich - Linz - Landhauskirche

Äußerlich schlicht, im Inneren flammender Barock

Ein umlaufendes „beschwingtes“ Kranzgesims und vorspringende Flachpfeiler gliedern das Innere der Kirche. Zwischen den Pfeilern haben die Seitenaltäre ihren Platz. Neben Weiß und Gold finden sich in der Kirche rosa und grauer Stuckmarmor als Farbtupfer. Aus diesem Stuckmarmor bestehen die Altaraufbauten in den Wandnischen. Zu diesen Aufbauten gehören plastische Arbeiten wie eine sitzende Engelsfigur, die den Mariahilfaltar schmückt. Putti, die einen Korb mit den Leidenswerkzeugen Christi und mit einem Kirchenmodell halten, schmücken den Kreuz- bzw. Franziskusaltar.

Österreich - Linz - Landhauskirche

Der Baumeister Johann Matthias Krinner gestaltete den barocken Innenraum der einst gotisch geprägten Kirche

Am Kreuzaltar entdeckt der aufmerksame Betrachter außerdem die Mutter Gottes und die heilige Barbara. Weitere Heiligenfiguren wie die heilige Katharina und  die heilige Margaretha sind am Johann-von-Nepomuk-Altar zu sehen. Zu den barocken Meisterwerken des Sakralbaus zählt der Hochaltar – das Altarblatt von Bartolomeo Altomonte (1698-1783) stellt die Verkündigung Mariä dar. Zur wertvollen Ausstattung des Gotteshauses gehört zudem die Kanzel mit dem vergoldeten Relief des predigenden Johannes des Täufers am Kanzelkorb und der Statue des Guten Hirten auf dem Schalldeckel der Kanzel. Die heutige Orgel auf der Empore stammt aus der Mitte des 19. Jahrhunderts und wurde Mitte des 20.Jahrhunderts umgestaltet.

Minoritenkirche / Landhauskirche
Klosterstraße 7
4020 Linz
Tel. 0732/7720-11364

 

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