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Donau-Park – Skulpturen im Grünen

Von der Nibelungenbrücke breitet sich in östlicher Richtung entlang der Donau eine Parkanlage aus, in der Großplastiken zu sehen sind, die im Kontext von forum metall 1977 entstanden sind. Künstler von internationalem Rang waren an dieser Ausstellung beteiligt, so Max Bill, Herbert Bayer, Donald Judd, Klaus Rinke oder Eduardo Paolozzi. Ein Teil der gezeigten Exponate wurde im Laufe der Zeit wieder demontiert, andere sind mit Graffiti übersät und verunstaltet worden.

Österreich - Linz - Brunnen im Donau-Park

Herbert Bayer: Brunnenskulptur (1977)

In unmittelbarer Nähe zum Brucknerhaus stößt man auf die Brunnenskulptur des Bauhausmeisters Herbert Bayer, der zwischen 1925 und 1928 am Dessauer Bauhaus Lehrer für Grafik und Typografie war. Siebzehn stufig angeordnete Zylinder hat Bayer zu einer Plastik vereint. Ebenfalls unweit des Brucknerhauses platzierte David Rabinowitsch im Hang des Donauparks seine Ellipse in 10 Teilen, die eine Leihgabe der Österreichischen Ludwig-Stiftung ist. Die Ellipse, so die Intention des Künstlers, steht in unmittelbarer Beziehung zu den Rundungen des von Heikki Siren entworfenen Brucknerhauses.

Österreich - Linz  - Skulptur im Donau-Park

Erich Reiter: Strömung (1977)

Noch ein weiteres Werk findet sich unmittelbar vor dem Brucknerhaus. Es ist die vom schottischen Künstler Eduardo Paolozzi gestaltete Hommage à Bruckner, ein stufiges Gebilde, das eher an ein Stadtmodell erinnert als an einen musikalischen Dreiklang, der zu dem Komponisten Anton Bruckner passen könnte. Wie Flammen züngelt sich die Plastik „Strömung“ von Erwin Reiter in den Himmel, während Günther Uecker, der für seine Nagelbilder bekannt ist, einen riesigen „Tisch der Austreibung“ in die Parklandschaft gesetzt hat. Einer Archiskulptur gleicht die an das BMW-Verwaltungsgebäude in München erinnernde, von Erwin Heerich geschaffene, unbetitelte Aluminiumplastik an der Böschung des Parkareals.

Österreich - Linz  - Skulptur im Donau-Park

Amadeo Gabino: Hommage an Anton Bruckner (1998)

An Wellen, vielleicht an Donauwellen, denkt der Betrachter, der vor Mathias Goeritz „Die Schlange“ steht, ein Stahlband, das sich mit seinen Ecken, Kanten und Zickzackformen auf dem grünen Rasen ausbreitet. Der Kubus stand Pate als Max Bill die „Pavillonskulptur III“ aus Holz und feuerverzinktem Eisen konzipierte. Neben Paolozzi hat auch Amadeo Gabino eine Skulptur geschaffen, die als eine Verneigung vor Anton Bruckner zu verstehen ist. Aus Corten-Stahl wurden die gerundeten, zusammengefügten Bleche geschaffen, die an einen Torbogen oder eine „Laubhütte“ denken lassen.

 

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