Münster Veranstaltungen 2011
Pablo-Picasso-Graphikmuseum Münster
Im Rausch der Farbe Picassos Linolschnitte 19.3.-3.7.2011
Präsentiert werden 100 Linolschnitte Picassos, der 1939 sein erstes Werk in dieser Technik schuf, bevor er sie für fünfzehn Jahre ruhen ließ und sich erst ab 1954 wieder mit ihr befasst. Der Linolschnitt bot ihm die Möglichkeit, zeichnerische Präzision mit opulenter Farbgestaltung zu verbinden. Picasso beweist hier einmal mehr seinen überaus unkonventionellen Umgang mit einer künstlerischen Technik. Bis in die frühen 60er Jahre schuf er mit diesem Druckverfahren einen einzigartigen Bildkosmos aus Stierkampfszenen, mythologischen Darstellungen und Porträts. Die Werke atmen die fast jugendliche Beschwingtheit eines Künstlers, der mit über 70 Jahren noch einmal „Lehrling“ in einer von ihm unerprobten Technik wurde.
bangkok cable ways 19.3.-3.7.2011
Der Blick des Münchner Fotografen Thomas Kalak richtet sich auf vermeintlich banale Details im städtischen Kontext, die erst durch ihre ständige Präsenz im Stadtbild einen Wert als Bildgegenstand erlangen. Die neueste Serie bangkok cable ways widmet sich den in Bangkok allgegenwärtigen Strom- und Kommunikationskabeln, die über den Köpfen der Passanten ein Eigenleben zu führen scheinen – unkontrolliert, ungeplant und chaotisch.
Who is Who Die Avantgarde der 50er bis 70er Jahre 9. Juli - 9. Oktober 2011
In den 50er, 60er und 70er Jahren porträtierte der rastlose Fotograf Eddy Novarro (1925-2003) zahllose prominente Künstler. Seine fotografische Bildsprache prägt eine suggestive Nahsicht der Dargestellten. Als Dankeschön erhielt Novarro von den Künstlern Werke geschenkt. Bisweilen handelt es hierbei sich um flüchtige Skizzen, teilweise aber auch um großformatige Zeichnungen oder sogar um Gemälde. So entstand im Laufe der Jahre und Jahrzehnte eine einzigartige Kollektion, die einem „Who is Who“ der Kunstwelt der 50er bis 70er Jahre gleicht. Die Sammlung umfasst Werke von mehr als 100 internationalen Künstlern. Die Surrealisten sind mit Bildern von René Magritte, Giorgio de Chirico und Man Ray vertreten. Die großen Bildhauer Albert Giacometti und Henri Moore sind hier ebenso präsent wie die amerikanische Avantgarde mit Malern wie Willem de Kooning, Roy Lichtenstein und Marc Rothko. Pablo Picasso und Joan Miró widmeten dem Fotografen gleich mehrere Zeichnungen. Die rund 140 Kunstwerke werden erstmals überhaupt der Öffentlichkeit in Münster präsentiert.
Picasso bei der Arbeit Durch die Linsen von David Douglas Duncan 15. Oktober 2011 - 15. Januar 2012
Der Fotograf David Douglas Duncan gehörte zu den wenigen Auserwählten, die Pablo Picasso bei der künstlerischen Arbeit über die Schulter schauen durften. Die Ausstellung inszeniert die Picasso-Fotografien Duncans in Zwiesprache mit den jeweiligen auf den Bildern auszumachenden Keramiken, Gemälden oder Skulpturen. So wird nicht nur die konkrete künstlerische Arbeitsweise des Spaniers transparent, sondern auch die Art und Weise, wie Picasso in seinen Atelier- und Wohnräumen Arrangements aus Werken verschiedener Schaffensphasen schuf.
Mehr: http://www.graphikmuseum-picasso-muenster.de/
Landesmuseum für Kunst und Kulturgeschichte
Visuelle Revolten. Schnitte durch die Plakatszene um 1968 Drei Präsentationen aus der Sammlung 20. Januar – 1. Mai 2011 / 19. Mai – 21. August 2011 /
15.Dezember 2011 – 11. März 2012
Im Mittelpunkt dieser ersten bis Anfang Mai laufenden Sequenz stehen die Ereignisse an der Westfälischen Wilhelms Universität, dem Hausnachbarn des LWL-Landesmuseums am Domplatz. Münster bildete1968/69 – das wird im Rückblick immer deutlicher - mehr als einen Nebenschauplatz der bundesweit aufflammenden Proteste gegen überlebte Hierarchien und für eine breite öffentliche Debatte darüber. Bereits im „Jahrzehnt der Revolte“ zwischen der Mitte der 1960er und 1970er Jahre waren die nationalen Protestszenen weltweit vernetzt. In einer zweiten Plakatauswahl von Ende Mai bis Ende August 2011 soll diese globale Perspektive von den Universitäten der USA über den Pariser Mai '68 bis zu den Konflikten und Kriegen in der „Dritten Welt“ - im Nahen Osten, in Lateinamerika und natürlich in Vietnam - einbezogen werden. Die abschließende, dritte Bildsequenz wird sich ab Dezember 2011 der Langzeitwirkung, dem langen Schatten von „'68“ widmen, vor allem dem epochalen Einschnitt in den Seh- und Konsummentalitäten der Plakat-Adressaten seit „'68“. Wenigstens ansatzweise kann hierbei der um zwei Jahrzehnte verschleppte kulturelle Bruch nach dem Ende der NS-Diktatur und dem politischen Neubeginn 1945/1949 sichtbar werden.
PALERMO - Who knows the beginning and who knows the end 27. Februar bis 15. Mai 2011
Der Künstler Palermo (1943–1977; bürgerlicher Name: Peter Heisterkamp) gilt als einer der rätselhaftesten Protagonisten der bildenden Kunst der 1960er und 1970er Jahre in Deutschland. Die Ausstellung, die das LWL-Landesmuseum für Kunst und Kulturgeschichte in Münster in Zusammenarbeit mit dem Palermo-Archiv in Amerika und dem Kunstmuseum St. Gallen vorbereitet, verfolgt einen ganz neuen Ansatz in der Interpretation und Präsentation seines Werkes. Thema ist der offene, durchlässige und flüchtige Farbauftrag, der seine sinnliche Intensität an der konkreten und objekthaften Fläche gewinnt. Es geht also um den Aspekt des Malerischen in Palermos Werk, jedoch eigentlich nicht um Bilder. Joseph Beuys hatte vom „Hauchartigen“ und „Porösen“ in der Kunst seines Schülers gesprochen und es mit der Anfälligkeit einer Kornblume gegenüber dem Licht verglichen. Die Ausstellung umfasst rund 60 – teilweise mehrteilige – Bildobjekte und Zeichnungen (Aquarelle) aus allen Schaffensperioden, an denen diese offene, die Eingrenzungen überschreitende Farbwirkung spürbar ist. Insbesondere zeigen viele Werke aus Palermos letztem Schaffensjahr (1976/77) ein ungreifbares Aufleuchten der Farbe. Der Ausstellungstitel „Who knows the beginning and who knows the end“ ist ein Werktitel aus dieser Zeit.
Thomas Ruff 25. September 2011 bis 8. Januar 2012
Thomas Ruff (*1958) gehört mit Andreas Gursky und Thomas Struth zu den international renommierten Schülern von Bernd und Hilla Becher. Von 1977 bis 1985 studierte Thomas Ruff an der Kunstakademie Düsseldorf, von 2000 bis 2006 war er dort selbst als Professor für Fotografie tätig. 1986 gelang ihm mit seiner Porträt-Serie der weltweite Durchbruch. Seitdem gehört Thomas Ruff zu den bedeutendsten Fotokünstlern weltweit. Die Ausstellung konzentriert sich auf seine Serien „Sterne“ und „Cassini“ und zeigt neueste Arbeiten des Künstlers aus der Serie „ma.r.s“ erstmals in einer internationalen Präsentation.
Mehr: http://www.lwl.org/LWL/Kultur/LWL-Landesmuseum-Muenster/ausstellungen/
Eurocityfest 2011 3.-5.6.2011
Am Wochenende nach Christihimmelfahrt feiert Münster! Die Stadt Münster veranstaltet ihre größte Open Air-Party: das Eurocityfest! Besucherinnen und Besucher erleben an drei Tagen Spaß, Party und jede Menge Unterhaltung auf den schönsten Veranstaltungsflächen, die unsere historische Innenstadt bietet. Ein familienfreundliches, generationsübergreifendes Fest, bei dem Attraktionen für die Kleinen, kulinarische Köstlichkeiten und ein vielfältiges Händlerangebot präsentiert werden. Auf mehreren Bühnen werden Newcomer und Stars die Musikfreunde mit einem bunten und abwechslungsreichen Programm „umsonst und draußen“ begeistern. Zu dem Highlight in Münsters Veranstaltungskalender kommen jährlich mehrere hunderttausend Besucher in die Westfalenmetropole.
Herbstsend 20.10. - 24.10.2011
Münsters größtes Volksfest
Die größte Kirmes des Münsterlandes: Schaustellerbetriebe aus der gesamten Bundesrepublik präsentieren Nostalgisches ebenso wie die neuesten Fahrgeschäfte.
Weihnachtsmärkte 21.11.- 23.12.2011
Fünf Weihnachtsmärkte mit insgesamt 300 Ständen öffnen ihre Tore: Der größte Weihnachtsmarkt liegt auf dem Platz des Westfälischen Friedens im Rathausinnenhof. Unter einem romantischen Lichterhimmel sind Schmuck- und Kunstgewerbestände sowie jede Menge kulinarische Angebote zu finden. Zu Füßen der mächtigen Lambertikirche erstreckt sich der Lichtermarkt St. Lamberti mit einer 18 Meter hohen Lichtertanne. Kleine blaue Spitzdachbuden bieten hier Christbaumschmuck, Spielzeug und weihnachtliche Leckereien an. Im gemütlichen Weihnachtsdorf rund um das Denkmal des Münsteraner Kiepenkerls, wo urige Stände mit westfälischen Spezialitäten und Kunsthandwerk einladen, verbinden sich Genuss und Tradition. Eine schön gestaltete Krippe, ein großes Kinderkarussell und jede Menge attraktive Verkaufsstände gibt es auf dem Aegidii-Weihnachtsmarkt zu entdecken