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Literaturhinweise

 

Florbela Espanca: Der Rest ist Parfüm. Eine Frau schreibt sich in die Freiheit. Auf der Suche nach tiefen Gefühlen und authentischen Erlebnissen schreibt sie sich in einer der Frau verschlossen gegenüber stehenden Gesellschaft am Anfang des 20. Jahrhunderts über die Grenzen der Moral und patriachalischer Unterdrückung.

Lídia Jorge: Tag der Wunder. Vom Leben in einem hinterwäldlerischen Dorf in der Algarve, bis die Nelkenrevolution Hoffnungen weckt.

Norbert Kustos, Beate Schümann: Das große Portugal-Buch. Der umfangreiche Text- und Bildband stellt Portugals einzelne Regionen mit ihren landschatlichen und kulturellen Höhepunkten vor und gewährt einen Einblick in die wechselvolle Geschichte. Die Autorin Beate Schümann porträtiert Land und Leute in einfühlsamen, kenntnisreichen Texten. Der Fotograf Norbert Kustos hielt die reizvollen Facetten Portugals in eindrucksvollen Fotos fest. (Ellert & Richter)

António Lobo Antunes: Das Handbuch der Inquisitoren. Die Zeiten ändern sich. Die Diktatur ist vor. Die alten Machthaber sind abgesetzt. Manch Großgrundbesitzer kann sich mit der neuen Zeit nicht abfinden und macht sein Landgut zum Welttheater. Im Gewächshaus spielt er die alte Zeit weiter, verteilt er konspirativ Regierungsposten und hetzt gegen Kommunisten, während draußen Bankbosse und Unternehmensleiter alles tun, um Portugal an "Europa" anzugliedern.

Helena Marques: Raquels Töchter. Im Mittelpunkt der fesselnden Familiensaga steht das durch geographische und soziale Enge und Inseldasein geprägte Madeira im 19. Jahrhundert. Couragierte Frauen wie Raquels Töchter brechen lagnsam, aber zielbewußt aus. Alles beginnt mit dem vergilbten Boerdtagebuch ihres Großvaters, das den kraftvoll geschriebenen Roman in einen großpolitischen Kontext stellt.

Fernando Pessoa: Das Buch der Unruhe. "Wir alle, die wir träumen und denken, sind Buchhalter und Hilfsbuchhalter in einem Stoffgeschäft oder in irgendeinem anderen Geschäft in irgendeiner Unterstadt. Wir führen Buch und erleiden Verluste; wir ziehen die Summe und gehen vorüber; wir schließen die Bilanz, und immer spricht der unsichtbare Saldo gegen uns." Das Buch gilt als ein Schlüssel zur portugiesischen Seele.

Eca de Queirós: Werke
Mit Eca de Queirós (1846-1900) beginnt Portugals Moderne. Ende des 19. Jahrhunderts gehörte er zu einer literarischen Erneuerungsbewegung - sozialistisch, intellektuell, kritisch und witzig -, die in dem konservativen Land auf wenig Gegenliebe stieß. Seine bissigen, ironischen Gesellschaftsromane machten ihn zum bedeutendsten Romancier Portugals.
Os Maias. Die Gesellschaft besteht aus einem kleinen Rest des alten Landadels und des neuen, zu Macht und Reichtum gelangten Bürgertums. Im Mittelpunkt steht Carlos da Maia, der sich in romantischen Idealen und hochfliegenden Plänen verstrickt und sich in seine eigene Schwester verliebt. Eine Familiensaga und zugleich ein melancholischer Abgesang auf eine ganze Kultur. (1888; Piper Verlag München, 1986)
Das Verbrechen des Paters Amaro. Der junge Priester Amaro gerät zwischen die Fronten von Religion und Sinnlichkeit. Das als pure Blasphemie angesehene Buch löste bei Erscheinen einen Skandal aus. (1876; Aufbau Verlag Berlin, 1997)
Vetter Basílio. Lucia, aus bester Lissabonner Gesellschaft, begeht in der Abwesenheit ihres Mannes Ehebruch. Die Geschichte der portugiesischen Madame Bovary und die zweite Provokation in Folge für das erzkonservative Portugal. (1878; Aufbau Verlag Berlin, 1997)
Die Reliquie. Der besitzlose Schürzenjäger Teodorico will sich durch Heirat verbessern. Vorher muss er seine Frömmigkeit unter Beweis stellen und ins Heilige Land pilgern. (Aufbau Verlag Berlin, 1997)
Der Mandarin. Eine ironische Metapher für den kleinen Mann, der sich in eine verlorene Wirklichkeit träumt. (1880; Aufbau Verlag Berlin, 1997)

José Saramago: Hoffnung im Alentejo. Das Schicksal einer Tagelöhnerfamilie im Land der Latifundien von der Jahrhundertwende bis zum Sturz der Diktatur.

José Saramago: Das steinerne Floß. Der portugiesische Nobelpreisträger für Literatur von 1998, einer der populärsten und meistübersetzten portugieschen Gegenwartsautoren, veröffentlichte seinen Roman über Europa in dem Jahr, als Portugal der Europäischen Gemeinschaft beitrat. Saramago läßt Europa an den Pyrenäen auseinanderbrechen. Portugal und Spanien treiben auf den offenen Atlantik hinaus. Die Nachbarn distanzieren sich erleichtert von den schwimmenden Nationen.

José Saramago: Die Stadt der Blinden. Mitten auf der Straße erblindet an der auf rot stehenden Ampel ein Autofahrer. Die unerklärliche weiße Blindheit breitet sich in der Stadt wie eine Seuche aus. Der Staat greift ein und interniert die Erblindeten in einem leerstehenden Irrenhaus. Terror, Hunger und Gewalt breiten sich aus. Moralische Skrupel fallen der nackten Gier und dem Überlebenskampf zum Opfer. Die einzige Sehende unter den Blinden, die Frau eines Augenarztes, ermöglicht den Ausbruch aus der geschlossenen Welt.

Antonio Tabucchi: Erklärt Pereira. Der unpolitische Kulturredakteur einer kleinen Lissabonner Tageszeitung gerät auf der Suche nach einem Mitarbeiter an den jungen Monteiro Rossi und dessen Freundin Marta. Beide sind im Widerstand gegen die Salazar-Diktatur engagiert. Ganz langsm beginnt der mit seiner Vergangenheit völlig verstrickte Pereira die Gegenwart zu begreifen.

Beate Schümann: Portugal. Wo Europa auf der Landkarte endet, fängt der Urlaub in Portugal erst richtig an: Der in der Reihe Merian live! erschienene Band stellt das kleine Land mit all seiner großen Vielfalt an Kontrasten dar. Kenntnisreiche Texte, Lesevergnügen und viele Tips. (Gräfe und Unzer, München)

Miguel Torga: Senhor Ventura. Aufstieg und Fall eines alentejanischen Hirtenjungen zum Drogenboß. Ventura bedeutet Zufall und Wagnis, Glück und Gefahr, womit sich schon im Namen des Titelhelden die lange und dornenreiche Irrfahrt durch die Welt und das Leben ankündigt.

 

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