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Guimarães

 

Im grünen Norden fing alles an: In Guimarães steht die Wiege Portugals. Von hier stammen die ältesten und reichsten Familien Portugals, hier findet man die meisten Adelssitze und pompösesten Kirchen.

Standbild von D. lfonso Henriques, Portugals erstem König

In keiner anderen Regionen wird mehr Wert auf Traditionen gelegt, werden kostbarere Trachten genäht und aufwendigere Feste gefeiert. Die heilige Messe ist meist gut besucht, die Konservativen haben hier ihre Stammwählerschaft. Gesiedelt wurde spätestens seit der Keltenzeit. Anders als in den südlicheren Regionen währte der Einfluß der Mauren hier nur kurz: Den Hafen portus-cale nahmen die Christen ihnen bereits um 868 wieder ab - Porto hat dem Land seinen Namen gegeben.

Palast der Duques de Bragança

Der Norden umfaßt die Stadt Porto wie auch die historischen Provinzen Douro Litoral, das Mündungsgebiet des Douro, den Minho und Trás-os-Montes. Grün ist hier fast alles, die Küste, die Berg-, Tal- und Flußlandschaft und der Wein. Denn Gott war über alle Maßen großzügig, als er diesen Landstrich schuf. Er bedachte ihn nicht nur mit einem ausgezeichneten Klima, sondern auch mit fruchtbaren Böden. Wie von allein wachsen hier Gemüse, Obst, Blumen und, vor allem, Rebstöcke, die die in aller Welt getrunkenen Portweine hervorbringen.

An sich gilt der Norden als reich. Doch kaum dringt man weiter ins östliche Landesinnere vor, trifft man bittere Armut an. Landarbeit in den gebirgigen Regionen unterliegt harten Bedingungen, die unwegsamen Berghänge sind meist nur mit Ochs und Pflug zu bewirtschaften und den meisten reicht das durch unzählige Erbteilungen auf Handtuchgröße zerstückelte Land kaum zum Leben.

 

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