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Leros im Schnelldurchgang

Agia Marina(29197 Byte)
Agia Marina

Daß Leros mit seinen heute 8500 Bewohnern erst spät Anschluß an den Tourismus im attraktiven "Inselland" fand, erklärt seine Geschichte. Nach der Herrschaft der Türken nutzte Italien es seit den 1920er Jahren als Militärbasis - da war kein Platz für Urlauber, wohl aber für militärische Sperrzonen. Im 2.Weltkrieg erlitt die Insel bei den Kämpfen zwischen Briten und Deutschen schwere Schäden. Danach war Leros sowohl zu Zeiten des griechischen Bürgerkrieges als auch in der Phase der Militärdiktatur Verbannungsort für politische Gegner. Seine Bewohner hatten zudem ein Aus- und Einkommen dank Griechenlands Zentral-Psychatrie.

Heute aber hat Leros den Anschluß an die touristische Entwicklung gefunden, begünstigt auch durch die geographischen Gegebenheiten: Die 15 Kilometer lange und 54 Quadratkilometer große Insel weist zahlreiche Buchten mit schönen Badegelegenheiten auf. Es gibt noch wenig berührte Teile, teils Bergland, die per Bus, Taxi, Mietwagen, Moped, Fahrrad oder auch zu Fuß erreichbar sind. Wöchentlich wird eine Inselrundfahrt veranstaltet.

Die Inselhauptstadt Platanos ist über den Bergrücken hinweg längst mit dem kleinen idyllischen Hafen Agia Marina und dem Hafen von Pandeli zusammengewachsen: Ein Konglomerat kleiner Häuschen und schöner Villen, mit Gassen und Plätzen, kleinen Läden, einem stets lebhaften Treiben und schönen Uferpromenaden. Zudem bieten sich, gerade wenn man hoch droben von Platanos hinabschaut, immer wieder spektakuläre Aussichten, erst recht von der Burg, die über allem thront.

Alinda und Krithoni, mit einer schönen weiten Bucht und einem schmalen Strand,dem längsten der Insel, gelten als Urlauber-Zentrum. Dort liegt der britische Soldatenfriedhof, dort findet man auch die Villa Bellenis Tower, das Inselmuseum.

Lakki bedeutet für an Architektur Interessierte ein absolutes Muß, haben die Italiener dort doch im Stil der Moderne ab den 1930er Jahren eine komplette Stadt erbaut, wie man sie so sonst nirgends in Griechenland findet. Im größten und sichersten Naturhafen des Mittelmeeres legen die Fähren von und nach Piräus und viele Yachten an.

Über Xerokambos, einem kleinen Ort im Süden, schon gegenüber der Schwammtaucher-Insel Kalymnos, liegt eine alte Kirche. In der weiten Bucht von Gournás steht mitten im Meer die vielphotographierte Kapelle Àgios Issídoros. Ganz oben im Norden schließlich liegt Partheni mit dem nahen schönen Kiesstrand Plefoúndi.

Die "Fremden", die diesmal in guter Absicht kommen, sind den Einheimischen willkommen: Entsprechend stößt man auf viel Freundlichkeit, da gibt’s im Laden auch mal etwas gratis für die Touristen und auch das Preisniveau hat sich längst noch nicht so entwickelt wie auf anderen Inseln. An Ruhe, Beschaulichkeit und das gemächlichere Lebenstempo gewöhnt man sich rasch auf Leros: Genug Zeit, entlang der Küste zu spazieren, direkt am Meer unter Tamarisken oder in kleinen Tavernen  zu speisen, sich in einem der Antiquitätenläden umzusehen oder das Treiben in den Häfen vom Kaffeehaus aus zu beobachten.

Ein weiteres Plus von Leros ist seine Lage, die Ausflüge auf nahe andere Inseln ermöglicht.

Und weil, wie erwähnt, der Massentourismus auf Leros noch nicht angekommen ist, trifft man all die Anderen, die sich die Insel als Urlaubsziel erwählt haben, irgendwann immer wieder: Beim Frappé auf dem Hauptplatz von Platanos, in der weiten Bucht von Alinda oder spätestens am Anleger, wenn die Fähre oder das Hydrofoil zurück nach Kos (mit dem nächstgelegenen Flughafen) fahren.



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