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Unterwegs in den belgischen Ardennen

Belgien - Wallonien - Ardennen
Herbstliche Ardennen © fdp

Die Ardennen erstrecken sich nur teilweise auf dem Staatsgebiet Belgiens. Ihre Ausläufer reichen bis nach Frankreich. Allerdings reklamiert die belgische Provinz Luxemburg, dass es nur dort die wahren Ardennen gebe. Gewiss ist, dass diese Provinz die waldreichste Region des Landes ist. Aus der Geschichte ist die Region aufgrund der verlustreichen Ardennenoffensive im Verlauf des Zweiten Weltkriegs bekannt.

Belgien - Wallonien - Ardennen
Spitzenweine kann man bei Luc Dewalque
in Awenne verkosten © fdp

Feinschmecker werden beim Besuch von Top-Restaurants, ob in Vielsalm, Barvaux oder Awenne nicht enttäuscht. Dass auch anderes als nur Wildspezialitäten für die Ardenenen stehen, werden all diejenigen erfahren, die im La Bicoque (Transinne), Cor de Chasse (Barvaux) oder in der Prieuré des Conques (bei Florenville) einkehren. Awenne ist nicht allein wegen seiner gusseisernen Brunnen im Ort bekannt, sondern auch wegen der Kochkünste von Luc Dewalque, von denen man sich im „7 Fontaines“ überzeugen lassen kann. Auch auf die Herstellung feiner Schokolade und Parlinen versteht man sich in der Provinz, wie man bei Edouard in Florenville feststellen kann.

Belgien - Wallonien - Ardennen
Bei Edouard kommen Süßmäuler auf ihre Kosten © fdp

Die lebhaft dahinfließende Ourthe und Semois prägen die Landschaft ebenso wie die zahlreichen Felsauffaltungen, deren Entstehung wie der „Feentisch von Membre“ vor einer halben Milliarden Jahre geschah. Vor allem Nadelhölzer sind es, welche die Wälder der Ardennen ausmachen. Typisch für die Ardennen sind nicht nur die als Blanc Bleu Belge bekannten Fleischrinder, sondern auch die Ardenner Kaltblüter. In den Dörfern finden man die aus Bruchstein und Schist gemauerten blockförmigen Bauernhäuser, unter deren Dächern Mensch und Vieh leben.

Belgien - Wallonien - Ardennen
In Bouillon: Die mächtige Festung des Königs von Jerusalem (c) fdp

Beeindruckend sind die Burgen und Festungen von Bouillon und La Roche-en-Ardenne. Nicht nur Freunde der Jagd zieht es nach St. Hubert und Umgebung. Sicherlich ist die Abteikirche auch jenseits des internationalen Tags der Jagd und der Natur einen Besuch wert, wenn im September ein Konzert für Waldhörner oder eine Jagdhundeschau stattfinden, ganz zu schweigen vom historischen Umzug. Bei diesem wird das Wirken des heiligen Hubertus in lebenden Bildern ebenso dargestellt wie der Bau der Abtei. Das nach König Albert I. benannte nahe Waldgebiet lädt zu ausgiebigen Wanderungen ein, wenn nicht gerade wegen der Jagdtage das Areal für Wanderer gesperrt ist. Wer schon immer einmal wissen wollte, wie man früher auf dem Lande gelebt hat, der besucht das Freilichtmuseum des wallonischen Landlebens und das Eisenmuseum am Hochofen St-Michel. Einen Abstecher sollte man auch in die kleinste wallonische Stadt, Durbuy, unternehmen. Weit über die Grenzen Belgiens hinaus, hat Redu als Bücherdorf einen klangvollen Namen.

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Redu – das Buch steht im Mittelpunkt © fdp

Dass nicht nur Schiefer und Gneis als Gesteinsformationen die Ardennen bilden, sondern auch Kalkstein, wird schließlich beim Besuch der Tropfsteinhöhlen von Hotton und Han-sur-Lesse nachvollziehbar. (fdp)



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