Mechelen - Stadt des Glockenspiels

Barocke Kulisse am Markt von Mechelen
Im Mittelalter war die Stadt an der Dijle Umschlagplatz für Salz, Fisch, Wolle und Hafer, aber auch für die Tuchwebereien bekannt. Die Blütezeit fiel mit der Regenschaft der Statthalterin Margaretha von Österreich (1506-1530) zusammen, die Mechelen zu ihrer Residenz machte und 1507-1530 ihren noch heute bestehenden Renaissance-Palast errichten ließ. Beeindruckend ist die gotische St. Rombouts-Kathedrale (13.-16.Jh.) mit dem unvollendeten, 97 m hohen Turm und zwei Glockenspielen, von denen eines bei Sommerkonzerten am Montagabend zu hören ist. Auch vom Turm des Hofes von Busleyden (1506-08) erklingt ein Glockenspiel, wenn Schüler der Königlichen Glockenspielschule ihr Können überprüfen. Der älteste Teil des nahen mehrflügeligen Rathauses stammt von 1311. Zum Gesamtensemble gehören auch die Tuchhalle und der neogotische Palast des Großen Rates. Gemälde des berühmten Barockmalers Peter Paul Rubens kann man in der gotischen St. Johannes-Kirche und in der Kirche »Unsere Liebe Frau jenseits der Dijle« bewundern.

Tuichhalle und Belfried - beide gehören zum Weltkulturerbe
Die Handswijk-Prozession zu Ehren der »Lieben Frau von Hanswijk« am Sonntag vor Himmelfahrt und der Blumen- und Gemüsekorso im September sind ganz gewiß ein besonderes Erlebnis in der Dijlestadt.
Heimische Brauerzeugnisse und deftige flämische Küche findet man in gemütlichen Cafés rund um den Grote Markt, wo man sich ein »Gouden Carolus« schmecken lassen kann.