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Was ist Fauvismus?

Erstmals wurde diese Bezeichnung für einen neune Kunststil aus Anlaß des Pariser Herbstsalon im Jahre 1905 benutzt. Der Kunstkritiker Louis Vauxcelles, der auf dem Salon zugegen war, sah eine Bronzeskulptur inmitten der Arbeiten von André Derain, Henri Matisse und Maurice de Vlaminck und äußerte sich leicht aufbrausend mit den Worten: »Das ist Donatello in der Meute wilder Tiere.«

  Ja, die jungen Wilden des frühen 20. Jahrhunderts, die alle zwischen 1870 und 1880 das Licht der Welt erblickten, waren von den Arbeiten eines Gauguins und Van Goghs angetan, die in Farben schwelgten. Doch im Gegensatz zu diesen sahen die Fauvisten in den kaum abschattierten Farben ihr Ausdrucksmittel. Im Gefolge der Südseeimpressionen Paul Gauguins lösten sich die Fauvisten mehr und mehr von der farbgenauen Wiedergabe der Wirklichkeit. In der Farbwahl drückte sich die spontane Schöpferkraft, subjektive Wahrnehmung und die innere Verfassung der jungen Künstlergeneration aus. Farben wurden bei ihnen rhythmisch gesetzt und mit zerfließenden Linien verschmolzen. Die Fauvisten in Belgien, die sich vor allem in Bosvoorde und Oudergem trafen, und auch die aus Frankreich fanden ihre Entsprechungen in der Künstlergruppe »Die Brücke«, zu deren »farbenfreudigen« Hauptvertretern Karl Schmidt-Rottluff (1884-1976), Ernst Ludwig Kirchner (1880-1938) und Erich Heckel (1883-1970) zählten.

  Die sogenannten Brabanter Fauvisten erhielten durch die Eröffnung der Galerie Georges Giroux in der Rue Royale seit dem 16. März 1912 einen wichtigen Ausstellungsort für ihre »neue Kunst«. Zu dieser Gruppe belgischer Künstler gehörten bekannte Namen wie Ferdinand Schirren, der die Aquarelltechnik bevorzugte, August Oleffe, Rik Wouters, Louis Thévenet, Jean Brusselmans und Willem Paerels. Wenn es sich bei den Fauvisten auch nicht um eine Künstlergruppe im engen Sinne handelte, so war ihnen doch das Absetzen gegenüber den Symbolisten wie Fernand Knopff (1858-1921) mit seinen geheimnisvollen Frauendarstellungen wie in »La Méduse endormie« (1896) oder in »Die Kunst oder Die Liebkosung« (1896) und Léon Frédéric (1856-1940) mit seinen blumenreichen Naturdarstellungen wie »La nature ou La fécondité« (1897) gemeinsam. Die Wahl teilweise greller Farbtöne gab den Brabanter Fauvisten übrigens den Beinamen »Brüsseler Koloristen«.

Künstler u.a.: Ferdinand Schirren / Rik Wouters



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