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Reiseführer Madrid

Plaza de España / Edificio España / Hotel Crowne Plaza

Madrid, Plaza de EspanaDieser Platz ist gleichzeitig der westliche Endpunkt der Gran Vía. Sein Grundstein wurde im Jahr 1928 mit dem Cervantes-Monument in der Mitte gelegt (Foto:© hava - Fotolia.com). Neben dem Romanautor selbst und den wichtigsten Figuren aus dem „Don Quijote“ – die Hauptfigur, der treue Begleiter Sancho Panza sowie die idealisierte Geliebte Dulcinea – flankieren auch noch die Katholischen Könige dieses Skulpturenensemble. Der gesamte Platz war damit von Anfang an auch so etwas wie eine symbolische Ehrung an die große spanische Nation und einige ihrer herausragendsten Repräsentanten.

Der gesamte Platz nahm sein heutiges Aussehen allerdings erst in der Franco-Zeit an, wobei vor allem die zwei Gebäude an seiner Stirnseite hervorstechen.

Praktische Tipps: Plaza de España
gibt's hier...
  • José Alfredo

Silva 22, täglich 19.30 – 02.00, Metro: Noviciado.

Cocktailbar im Stil der siebziger Jahre.


  • Morocco

Marqués de Leganés 7, Donnerstag 24.00 – 03.00, Freitag und Samstag bis 05.30, Metro: Santo Domingo.

Von der 80er Jahre-Ikone Alaska gegründete Diskothek.


  • Sala Heineken

Princesa 1, Donnerstag bis Samstag 24.00 – 06.00, Metro: Plaza de España.

Eine der wichtigsten Konzertsäle im Zentrum Madrids.


  • Restaurante Cuenllas

Ferraz 5, Tel.: 91 542 56 21, Samstag Nachmittag und Sonntag geschlossen, Metro: Plaza de España.

Edles Restaurant, das auf Käsespezialitäten ausgerichtet ist. Ca. 70 Euro pro Person.


  • Restaurante Laydown

Plaza de los Mostenses 9, Tel.: 91 548 79 37, Montag geschlossen, Metro: Plaza de España.

Frittierter Käse als Spezialität. Ansonsten mediterrane Küche. Ca. 50 Euro pro Person.


  • Restaurante Le Marquis

Plaza de España 11, Tel.: 91 541 33 93, Metro: Plaza de España.

Internationale Küche mit Rinderfilet als Spezialität. Ca. 50 Euro pro Person.

Edificio España

Madrid, Edificio Espana

Foto: © pefrafra - Fotolia.com

Das Bauwerk an der Ostseite der Plaza de España wurde 1951 durch das baskische Architektenduo Otamendi konstruiert und war zu diesem Zeitpunkt mit 117 Metern das höchste Gebäude Madrids. Es beherbergte sowohl ein Hotel als auch Büros und Luxusappartments. In den letzten Jahren haben sich die Firmen nach und nach in andere, modernere Wolkenkratzer weiter im Norden der Stadt verzogen. Auch das Hotel Crowne Plaza, das einen großen Teil des Gebäudes einnahm, zog sich zurück, als die Eigentümerfirma im Jahr 2004 den Verkauf des Objekts beschloss. Hiermit wollte das spanische Immobilienunternehmen den Kauf einer anderen, französischen Firma finanzieren. Zurzeit steht das Edificio España schon seit mehr als einem Jahr komplett leer – ein sehr gruseliger Anblick. Über seine nähere Zukunft ist immer noch nichts konkretes bekannt.


Torre de Madrid

Dieser Verkauf betrifft auch die „Torre de Madrid“, das zweite hervorstechende Bauwerk an der Plaza de España. Sechs Jahre nach dem Edificio España fertig gestellt jagte es diesem den Titel als höchstes Gebäude Madrids ab – mit 142 Metern. Im Moment sind nur noch einige Privatwohnungen vermietet, aber die Mietverträge laufen spätestens 2010 ab. Danach wird auch die Torre de Madrid das gespenstische Aussehen des Edificio España annehmen – so lange, bis ein neuer Eigentümer und ein neuer Verwendungszweck gefunden sind.

Die leer stehenden, einstigen Prestigeobjekte der architektonischen wie unternehmerischen Moderne in Madrid sind auch Symbole einer vermutlich unwiederbringlichen Trendwende in der Stadt. Fast alle Großunternehmen haben ihre Zentralen bereits seit den achtziger Jahren in die Gegend um den Paseo de la Castellana und die Plaza de Castilla verlegt. Dort sind viel höhere und modernere Bürokomplexe entstanden, und mit ihnen zugleich eine Anhäufung internationaler Firmen. Dieser Trend in Richtung Norden wird sich in den nächsten Jahren noch verstärken, denn auf dem ehemaligen Clubgelände von Real Madrid, unweit des zweiten Großbahnhofs Chamartín, befindet sich zur Zeit ein Komplex aus vier Wolkenkratzern von jeweils mehr als 250 Metern Höhe kurz vor seiner Fertigstellung. Mit diesem Areal wird Madrid gleichzeitig in punkto Wolkenkratzerarchitektur zur deutschen Bankenmetropole Frankfurt am Main aufschließen. Mit gigantischen neuen Bauvorhaben positioniert sich die Hauptstadt definitiv als Nummer Eins unter den spanischen Unternehmensstandorten. Diese bis heute noch nie da gewesene ökonomische Dynamik hat Madrid, vielleicht zum ersten Mal in seiner Geschichte, gleichzeitig zur politischen, kulturellen und wirtschaftlichen Metropole in Spanien gemacht. Eine Entwicklung mit unabsehbaren Folgen für bisherige wirtschaftliche Zentren wie die Calle de Alcalá und die Plaza de España. Man darf gespannt sein, was mit leer stehenden, ehemaligen architektonischen und unternehmerischen Prestigeobjekten wie den eben beschriebenen Hochhäusern in den nächsten Jahren passieren wird. Stadtplanerische Ideen sind gefragt, um neue Verwendungszwecke und Eigentümer zu finden. Eine neue Zukunft für die eigene Vergangenheit muss her.



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