Ein Streifzug durch Kiel

 

Nach Schilksee und Strande

Kiel - Schilksee - Olympiahafen

Boote im Olympiahafen

Schön, aber kurz ist der Blick aus dem Linienbus, wenn er vorbei am Flughafen auf dem Weg nach Schilksee eine der Brücken über den Kanal passiert. Schilksee (17) gehört erst seit 1959 als Ortsteil zu Kiel und war 1972 der Austragungsort der olympischen Segelwettbewerbe. Noch heute ist das ehemalige Olympiazentrum, dem man den Charme der 70er Jahre deutlich ansieht, das Zentrum von Schilksee. Im Olympiahafen vor der weitläufigen Anlage mit Geschäften, Restaurants, Schwimmbad und Appartements schaukeln unzählige Boote im Wasser und sorgen für einen bewegten Mastenwald. Fast 900 Liegeplätze bietet die Marina, die vor allem zur Kieler Woche, die übrigens 1882 zum ersten Mal stattfand, zum Ziel vieler Segler wird.

Eigentlich wollte sich Hamburg gemeinsam mit Kiel als Austragungsort der Olympischen Sommerspiele 2024 bewerben. Für den Fall des Zuschlags für die Ausrichtung hatte man in der Fördestadt schon Pläne, auch die in die Jahre gekommenen Anlagen rund um den Olympiahafen zu modernisieren. Aber nachdem sich die Bürger in Hamburg in einer Abstimmung am 29. November 2015 mehrheitlich überhaupt gegen eine Bewerbung um die Ausrichtung entschieden haben, wird es in diesem Kontext jedenfalls nichts damit. In Kiel hatten ohnehin nur knapp über 31% der Bürger eine Stimme abgegeben, scheinbar war das Interesse nach 1972 erneut olympische Segelwettbewerbe in die Stadt zu holen bei der Bevölkerung nicht sehr groß.

Kiel - Schilksee - Strand

Strand neben dem Olympiahafen

Auch jenseits des Segelns ist Freizeit am Wasser ein Thema in Schilksee, neben dem Hafen bietet vor allem der Hauptstrand Platz für Sonnenbad, Sandburgenbau oder Strandkorbsitzen. Der sandige Boden fällt auch im Wasser relativ flach ab, sodass selbst kleinere Kinder gut baden gehen können, zumal der Tidenhub hier, anders als an der Nordsee, nicht so sehr ins Gewicht fällt oder für gefährliche Strömungen sorgt. In Richtung Kieler Innenstadt wird der Strand steiniger und der dahinter liegende Uferbereich zunehmend steiler. Holztreppen führen hinauf, von wo man einen schönen Blick auf Ostsee, Förde und Laboe hat.

Kiel - Strand in Strande

Und noch mehr Sand: Strandabschnitt in Strande mit Blick auf Laboe und eine der Skandinavien-Fähren

Verlässt man Schilksee in die andere Richtung und läuft am Wasser die Bucht entlang, verlässt man auch Kiel, denn der etwa einen Kilometer weiter gelegene Ort Strande (18) gehört zum Kreis Rendsburg-Eckernförde. Das kleine Seebad auf der Halbinsel Dänischer Wohld mit rund 1.500 Einwohnern ist mit seinem schönen Strand, Cafés und Restaurants an der langen Promenade und seinem Hafen Ziel auch vieler Tagesgäste von Land- wie von Wasserseite. Immer am Wasser entlang führt ein befestigter Fuß- und Radweg zum Bühlker Leuchtturm (19), der auch besichtigt werden kann. Direkt an dem Seezeichen kann man sich im Leuchtturm-Pavillon für den Rückweg stärken. Dieser kann auch ganz bequem ausfallen, denn wer von Strande zum Beispiel in die Kieler Innenstadt etwa zum Hauptbahnhof möchte, kann einfach den Bus nehmen.

Strande - Weg zum Bühlker Leuchtturm

Weg am Wasser entlang zum Bühlker Leuchtturm

 

Reisemagazin schwarzaufweiss

 

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