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Stadtgeschichte

Ein paar Trapper und Pelzhändler waren bis zur Mitte des 18. Jh. die Einzigen, die durch die nahen Bergwälder zogen. Erst als 1858 Gold am South Platte River gefunden wurde, ging es mit der Region bergauf. Goldsucher rangelten sich um das bisschen Edelmetall und es entstand eine erste bescheidene Siedlung, die allerdings schon bald wieder aufgegeben wurde. Als jedoch etwas weiter südlich, am Zusammenfluss von South Platte Riverund Cherry Creek mehr Gold entdeckt wurde, schossen gleich zwei neue Orte aus dem Boden: Auraria (jetzt der Unicampus) und St. Charles City. Dazu gesellte sich bald sogar noch eine dritte Siedlung: Denver City, benannt nach einem ehemaligen Gouverneur des Kansas Territory, zu dem Colorado damals gehörte. Immerhin dauerte es nicht lange, bis sich die Bewohner der drei Orte besannen und sich 1861 zu einer kleinen Stadt zusammenschlossen.

Die geförderten Goldmengen waren nicht eben groß, aber Saloons, Hotels, Geschäfte und Banken verhalfen der Siedlung dennoch zu einem gewissen Wohlstand, zumal sich die Minen in den Bergen als relativ ertragreich erwiesen. Zu Geld gekommene Schürfer und Minenbesitzer ließen sich nämlich in Denver nieder und als 1880 Silber in den Rockies entdeckt wurde, ging es weiter aufwärts. Mehr und mehr Geschäftsleute siedelten sich an und Denver entwickelte sich zur „Queen City of the Plains“.

USA - Golden - alte Dampflok im Colorado Railroad Museum

Alte Dampflok im Colorado Railroad Museum
in Golden nahe Denver

Um 1900, mit dem Ende der Silberbergwerke, war der Traum ausgeträumt und die Stadt fiel in einen Dornröschenschlaf. Erst als 1928 die Eisenbahnlinie nach Westen fertiggestellt wurde, ging es wieder voran, allerdings blieb Denver für viele Küstenbewohner immer eine Wildwest-Stadt, eine „ Cowtown“. Zu Beginn der 1980er waren es erneut Bodenschätze, diesmal Erdöl und Kohle, die einen Boom einleiteten und Öl war es, das die Stadt reich machte und imposante Bauprojekte ermöglichte. Inzwischen ist Denver zu einem High-Tech-Standort geworden und längst nicht mehr „nur“ Dreh- und Angelpunkt für Rockies-Reisende, für Skifahrer und Outdoorfreaks, sondern auch zu eine Kultur- und Kunstmetropole geworden, die sich sehen lassen kann.

 

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