Reisemagazin schwarzaufweiss

Reiseführer Dublin

Tour 4 durch Dublin

Durch die Docklands

Die im Text auftauchenden Zahlen in Klammern verweisen auf den Standort in unserer Dublin-Karte

Dramatisch verändert hat sich die irische Hauptstadt in den Docklands, den früheren Hafenanlagen beiderseits der Liffey. An deren Stelle sind neue Viertel entstanden. Verschwunden sind dafür Relikte der Industriekultur und der berüchtigte Slum Sheriff Street.

Das klassizistische Custom House (14) aus dem Jahre 1791 ist im Unabhängigkeitskrieg 1921 zerstört und danach wiedererbaut worden. Um die Dimensionen (120 x 65 m) kennen zu lernen, sollte man es umrunden.

Am Custom House Quay platziert sind die Bronzestatuen The Famine von Rowan Gillespie, die an die Hungersnot der 1840er Jahre erinnern. Erhalten blieb die Hebebrücke Sherzer Bridges von 1912, während das frühere Lagerhaus Stack A Tobacco Store (1824), ehemals größter Versammlungsraum der Stadt, zur Einkaufspassage chq Building umgestaltet worden ist. Am Ufer ankert Jeanie Johnston, Nachbildung eines Emigrantenschiffes der Hungerjahre.

Ein Mittelpunkt des neuen Viertels am North Wall ist der Mayor Square, zu dem man über die Fußgängerzone Excise Walk gelangt. Die 2010 eröffnete Samuel Beckett Bridge über die Liffey hat im bekannt schwungvollen Stil der weltbekannte spanische Architekt Santiago Calatrava entworfen. Das National Convention Centre, das wie ein umgestürzter Glasbehälter ausschaut, konzipierte der Ire Kevin Roche. Aus alten Hafentagen blieb das London & North Western Railway Co. Hotel der 1890er Jahre erhalten; nahebei liegt das Restaurantschiff „Cill Airne“. Ein ehemaliges Eisenbahndepot, früher bekannt als The Point, ist als The 0 2 mit 14.000 Plätzen Dublins größte Konzertstätte. Nebenan steht das Riesenrad Wheel of Dublin. Bei The 0 2 befindet sich die neue Endstation der LUAS Red Line.

Wir überqueren die Liffey auf der East Link Bridge und erreichen Ringsend, ein Hafenarbeiter-Viertel. Eigentlich sollte dort als Irlands höchstes Gebäude der U2-Tower aufragen, doch hat die Wirtschaftskrise den Projekten der Rockgruppe den Garaus gemacht. Von der Brücke über die Dodder geht der Blick zu den Wicklow Mountains und einer neuen Dubliner Attraktion, dem 2010 fertig gestellten Aviva Stadium mit 50 000 Plätzen.

Wir biegen ab zum Shelbourne Greyhound Stadium, um ein weiteres architektonisches Highlight zu besuchen, die Gaswork Apartments: in dem Gasometer von 1885 wurden 200 Wohnungen untergebracht.

Bei den Grand Canal Docks ist Richtung Liffey am Hanover Quay samt Restaurantszene ein weiteres neues Quartier (auch mit Sozialwohnungen) entstanden. Den Grand Canal Square mit den roten Pfählen entwarf Martha Schwartz, für das Grand Canal Theatre in Form eines Diamanten zeichnet Daniel Libeskind verantwortlich.

Entlang der Liffey erreichen wir wieder das Stadtzentrum.

 

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