Tour 3 durch Dublin

Der Norden

Die im Text auftauchenden Zahlen in Klammern verweisen
auf den Standort in unserer Dublin-Karte

Dies ist der ausführlichste Rundgang, ohne Docklands und Besichtigungen dauert er etwas mehr als drei Stunden.

Das klassizistische Custom House (14) aus dem Jahre 1791 ist im Unabhängigkeitskrieg 1921 zerstört und danach wiedererbaut worden. Um die Dimensionen (120 x 65 Meter) kennen zu lernen, sollte man es umrunden. Am Custom House Quay platziert ist die Gruppe von Bronzestatuen, The Famine, die an die Hungersnot der 1840er Jahre erinnern. Wer Zeit hat, geht die Liffey abwärts und erlebt den dramatischen Wandel der Docklands, wo an beiden Ufern neue Stadtteile entstanden sind. Spart man dies aus, trifft man am Anfang der Talbot Street auf das Mahnmal zum 17. Mai 1974, als vermutlich protestantische Terroristen den nordirischen Bürgerkrieg in die Hauptstadt trugen. 36 Menschen, vor allem Frauen und Kinder, kamen durch die Bomben ums Leben, über 200 wurden verletzt.

Eine vielfotografierte Statue in der Earl Street North, kurz vor der O’Connell Street, ist James Joyce gewidmet. Die O’Connell Street ist einer der breitesten Boulevards Europas und zuletzt renoviert worden, um ihr den repräsentativen Charakter zurück zu geben. Noch aber ist sie eher Fast food- und Billigläden-Meile. Als neues Wahrzeichen ragt seit 2002 der Dublin Spire auf, eine 120 Meter hohe Stahl-Stele.

Reiseführer Dublin - James Joyce Denkmal
James Joyce gewidmete Statue

Das General Post Office (15) war einer der Orte des Osteraufstandes von 1916. Szenen aus den Kämpfen, in deren sechstägigem Verlauf sich 1800 Rebellen und 20 000 Briten gegenüber standen, zeigt ein Gemälde-Zyklus im GPO. Der Unabhängigkeitskampf endete 1921 mit der Gründung des Freistaates Irland.

Reiseführer Dublin - General Post Office
General Post Office

An der Nordseite des Parnell Square (16) befinden sich in historischen früheren Wohnhäusern das Dublin Writers Museum (Mo-Sa 10-17, So, Fei 11-17 Uhr, Eintritt 6,70 € ), die Dublin City Gallery The Hugh Lane und, um die Ecke, das National Wax Museum.
Ein wesentlicher Beitrag zur Revitalisierung der North Side sind die neuen Einkaufszentren entlang von Henry Street und Mary Street. Nach wie vor besteht aber der bunte (und laute!) Markt an der Moore Street, auch der inzwischen Ausdruck von „Multikulti“, frisieren hier doch Afrikanerinnen und kaufen Russen Lebensmittel aus der Heimat ein.

Auf St. Michan’s Church (17) weist einen so ziemlich jeder Taxifahrer hin: Nicht, weil dort Händel auf der Orgel gespielt haben soll, sondern weil man in den Gewölben Mumien besichtigen kann (März-Okt. Mo-Fr 10-12.45, 14-16.45, Sa 10-12.45, Nov.-März Mo-Fr 12.30-15.30, Sa 10-12.45 Uhr ).

Darauf einen Whiskey, möchte man meinen, und der ist inklusive beim Besuch der Old Jameson Distillery (tgl. 9.30-17.30 Uhr, Eintritt 8,75 € inkl. Whiskey). Den früheren Schornstein der Brennerei hat man zum Aussichtsturm The Chimney (18) umfunktioniert (tgl. 10-17.30 Uhr ).

Reiseveranstalter Irland




Reiseführer Dublin zum Download


home | Länder A - Z | Reiseführer | Länderinfos | Kulinarische Reisen | Städtereisen Deutschland | Urlaub in Deutschland
Reiseführer Berlin | Reiseführer Bremen | Reiseführer Dresden
Reiseführer Irland | Reiseführer Belfast | Reiseführer Dublin | Kurzportrait Irland