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Die Zitadelle von Bitche

Bastionen sind Teil der Zitadelle von Bitche

Bastionen sind Teil der Zitadelle von Bitche

Wenige dürften wissen, dass einst der Graf von Zweibrücken über Bitche herrschte, ehe dessen Herrschaft am Ende des 16. Jahrhunderts an den Herzog von Lothringen überging. Doch auch diese Herrschaft war zeitlich begrenzt. Im Frieden von Nimwegen (1679) fiel Bitche an das französische Königreich. Kein Geringerer als der Festungsbaumeister Ludwig XIV., Vauban, wurde mit der Konzeption einer Festung anstelle einer mittelalterlichen Burganlage auf einem Felsensporn beauftragt. Vauban konzipierte aufgrund der Gegebenheit ein Hornwerk im Osten und einen Halbmond im Westen. Die Flanken wurden nach Plänen Vaubans durch vier Bastionen gesichert. Doch nur 16 Jahre hatte diese Festung Bestand. Anschließend wurde das Vauban'sche Bollwerk zerstört.

Doch im wechselvollen Verlauf der Geschichte war das auch nicht das letzte Wort. Aufgrund der Vereinbarung von Meudon (1736) wurde es Frankreich gestattet, seine verlassenen Festungen wiederaufzubauen. Zwischen 1747 und 1754 erfolgte nunmehr der Bau der neuen Zitadelle von Bitche, die während des Deutsch-Französischen Krieges (1870/71) 230 Tage belagert wurde. Die Besatzung der Zitadelle leistete erbitterten Widerstand, ehe dann schließlich im März 1871 die Übergabe an Preußen erfolgte. Aufgrund der Entwicklung der Waffentechnik verlor die Festungsanlage nachfolgend an Bedeutung. Dennoch wurde die Zitadelle 1944/45 durch alliierte Bomber beschossen.

Hinauf zur Zitadelle von Bitche

Hinauf zur Zitadelle von Bitche

Bis heute kann man sich beim Gang über die Zugangsrampe, beim Besuch der Bastionen und der alten Kaserne ein Bild vom Festungsbau auf einem schmalen Felsensporn machen. Dass wir heute eine durch die Wirren der Geschichte teilweise stark in Mitleidenschaft gezogene Festung in ihrem Ursprungszustand sehen können, ist einem umfangreichen Restaurierungsprogramm zwischen 2004 und 2008 zu verdanken, bei dem die obere Hauptwache, die Garnisonskapelle und die sogenannte Kaponniere des kleinen Kopfes wiederhergestellt wurden.
Ein Architektur-Rundgang mit 13 Stationen und Texterläuterungen in Deutsch machen es dem Besucher leicht, die Geschichte des Festungsbaus nachzuvollziehen. Im Museum der Zitadelle wird außerdem der Krieg von 1870/71 in einigen Inszenierungen lebendig.

Unterhalb der Zitadelle laden zahlreiche Gärten zu einem Besuch ein, ob nun der Garten der Gassen mit seinem Blütenmeer, der Garten für den Frieden mit einigen floralen Überraschungen, der Wandervogelgarten mit Gunnera (Mammutblatt) und anderen exotischen Pflanzen oder der Heilpflanzengarten. „Trübe Gedanken“ heißt eine gärtnerische Inszenierung auf einem Platz der Stadt, bei der Birken eine wesentliche Rolle spielen. Entdecken Sie eine Verkehrsinsel, die mit Lianen und Bambus bewachsen und sich zu einem floralen „Turm von Babel“ gewandelt hat. Kunst im Garten gibt es im städtischen Park Stadtweiher zu sehen. Darunter sind Arbeiten von Laurent Amat, Pierre Tual und Alain Lovato.

 

 

Weitere Informationen

Zitadelle
http://www.citadelle-bitche.com (Deutsch!)

Gärten von Bitche
http://www.ville-bitche.fr



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