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Duvel, Verbodene Vrucht und ...  Belgische Biere

Prosit auf Faro, Kriek und Brettanomyces brusselensis

Manch belgischer Gambrinus-Jünger behauptet nicht nur nach ein paar Gläsern von »Verboden Vrucht« - so der Name eines der unzähligen in Flaschen und Eichenfäßern gereiften belgischen Biere - , daß die Tage eines Jahres nicht ausreichen, um all die köstlichen Gerstensäfte des Landes zu kosten. Belgische Biere, die noch heute von mehr als hundert Brauereien des Landes wie der »Brouwerij De Dolle Brouwers« (Esen), der 1858 nahe Yvoir gegründete Brasserie du Bocq und der »Brasserie Abbaye de Notre Dame« (Namur) hergestellt werden, sind hell wie dunkel, malzig-süß wie stark-bitter.

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Schöne, alte Zeit im plüschigen Café Cirio (c) fdp

Neben »InBev« (Leuven), in Belgien und Europa marktbeherrschend, können sich noch immer kleine Brauereien wie »Liefmans« (Oudenaarde) behaupten, die sich nicht auf gängige Biere wie Pils beschränken, sondern sich dem Reinheitsgebot verpflichtet wissen und ohne Chemie köstliche Spezialbiere wie das mit bayerischem Hopfen hergestellte, bernsteinfarbene »Goudenband« brauen. Dieses Bier verwandelt sich, nachdem es mit Sauerkirchen versetzt worden ist, zum köstlichen, so gar nicht nach Fruchtbonbons oder »Berliner Weiße mit Schuss« schmeckenden Kirschbier (»Kriek«). 

Hochprozentiges wird gebraut

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Bierfest auf der Grand' Place

Kenner schätzen Trappistenbiere, die in den Abteien von Chimay, Rochefort, Orval, Westmalle und Westvleteren gebraut werden. In dem 1821 gegründeten Kloster von Westmalle unweit von Antwerpen ist den Klosterbrüdern das »Extra« vorbehalten. Doch gelegentlich nippen sie auch am dunkelbraunen, stark malzig schmeckenden »Double«, das einen Alkoholgehalt von 7 % alc. besitzt. Wer rund um Poperinge in den ausgedehnten Hopfenfeldern mit dem Auto oder dem Rad unterwegs ist, sollte das Café gegenüber dem Trappistenkloster von Westvleteren besuchen. Ob man allerdings nach einem »Double«, zu erkennen am grünen Kronenkorken und am leichten Vanillegeschmack, oder gar nach einem »Extra« mit fruchtiger Note und 8% alc. noch fahrtüchtig ist, darf bezweifelt werden. Aus der bekanntesten Klosterbrauerei, der Abbaye de Chimay, stammt zum Beispiel das »Chimay bleue«, mit 9% alc., das wohl eher als Portwein unter den Bieren zu bezeichnen ist. Über die Qualität der Biere wacht übrigens die Vereinigung »De Objectieve Bierproevers«, gleichgültig, ob sie nun ober- oder untergärig sind. Ob ein Bier obergärig oder untergärig ist, ist nicht eine Frage von Gerstenmalz, Hopfen und Wasser, gelegentlich auch von Weizen, Hefe, Zucker und Farbmittel, sondern die der richtigen Brautemperatur. Während des Gärungsprozesses müssen bei obergärigen Bieren 24° bis 28° C, bei untergärigen unter 9° C eingehalten werden. (fdp)

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