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Jeff Lambeaux - Leben und Werk

Wie auch der Fauvist Ferdinand Schirren stammt Joseph Marie Thomas - genannt Jeff - Lambeaux aus Antwerpen, wo er am 14. Januar 1852 als Sohn eines Kesselflickers geboren wurde. Er besuchte die Akademie der Schönen Künste seiner Geburtsstadt und wurde dort von dem bekannten belgischen Bildhauer Joseph Geefs (1808-1809) unterrichtet.

In seinen Skulpturen wie in »Der Unfall« ist anfänglich noch ein ausgeprägter Naturalismus zu erkennen. Darüber hinaus bestimmte der Alltag die Auswahl seiner Themen, die wie in »Hanswurst« eine Anlehnung an die Überzeichnung in der Karikatur verdeutlichen.

Auf Einladung seines ehemaligen Mitschülers an der Akademie, des in Paris zu Ansehen gelangten Malers Jan Van Beers, verlebte er einige Zeit in Paris und gehörte zwischen 1879 und 1881 zum Atelier von Van Beers. Zum ersten Mal in seiner Karriere schuf er eine Plastik, die dem Abguß eines lebenden Models gleichkam. »Der alte Blinde« war der Beginn seines »realistischen Stils«. Auch »Der Kuß«, der zur Sammlung des Museum voor Schonen Kunsten in Antwerpen gehört, entstammt dieser Phase des Realismus und entstand 1881. Dank des Erfolges dieser Arbeit auf dem Brüsseler Salon und eines Stipendiums konnte er anschließend zwei Jahre lang in Italien umherreisen. Hier begegnete er der Kunst der Renaissance und wurde vor allem durch das Werk Michelangelos überaus beeindruckt. Nach seiner Rückkehr setzte er seine »italienischen Inspirationen« im Brabobrunnen um, der heute vor dem Antwerpener Rathaus steht.

Die umfangreichste Arbeit, die Lambeaux mehrere Jahre beschäftigte, trägt den recht umständlichen Titel »Die Menschheit, der Leidensweg der Menschheit, die Nichtigkeit menschlicher Triebe, die menschlichen Triebe.« Von 1886 bis 1899 fertigte er für das nunmehr im sogenannten Horta-Pavillon untergebrachten Relief zahlreiche Studien an, die bei der ersten öffentlichen Vorstellungen 1889 wahre Bewunderung hervorriefen. Zu seinen letzten großen Aufträgen vor seinem Tod - er verstarb am 5. Juni 1908 in Sint-Gillis (Brüssel) - gehörte die Gestaltung des Triumphbogens des Brüsseler Jubelparks.

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