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Tipp Nr. 4

Eichfelsen und Felsengarten bei Irndorf

Von einem Grand-Canyon-Blick zu sprechen, wenn man auf dem Eichfelsen über das Donautal blickt, scheint etwas vermessen, aber der Blick ist durchaus beeindruckend, zum einen hinüber zur Burg Wildenstein und zum anderen zur Burg Werenwag sowie den grauen Karstfelsen, die sich teilweise als Felsnadeln über der Donau erheben. Das Durchbruchstal bei Irndorf, so schwärmen einige, ist gewiss einer der schönsten Streckenabschnitte im Verlauf der gesamten Donau.

Eichfelsen und Felsengarten bei Irndorf

In östlicher Richtung erblicken wir die bereits im 11. Jahrhundert erbaute Burg Werenwag auf einem Felssporn. Sie ist im Besitz einer Nebenlinie derer von Fürstenberg und wird auch von diesen bewohnt, sodass sie nicht öffentlich zugänglich ist. Beim Blick gen Süden sehen wir die genau 1000 Jahre alte Burg Wildenstein, die heute als Jugendherberge genutzt wird. Im 16. Jahrhundert wurde sie festungsartig ausgebaut und nie in ihrer Geschichte erobert. Blicken wir zur Donau hinab, so blicken wir auf den 200 Meter unter uns liegenden Talgrund, das Ergebnis von Eis- und Warmzeiten, in deren Verlauf durch Gletscherschmelzen die Urdonau entstand. Wer übrigens sehr genau die Felsen der Umgebung rund um den Eichfelsen betrachtet, wird schnell auf deren Namen schließen können. Unweit vom Eichfelsen ragt die „Bischofsmütze“ auf. Die Burg Werenwag steht auf dem Schreifelsen. Der Felsen geradeaus vom Eichfelsen ist der sogenannte Bandfelsen, der auf mittlerer Höhe ein bewaldetes Band aufweist. Die sichtbaren kleinen Felsennadeln werden als Hexentürme bezeichnet. Dort sind nachweislich bis ins 18. Jahrhundert sogenannte Hexen verbrannt worden.

Eichfelsen und Felsengarten bei Irndorf

Nur eine kleine Fußwanderung auf dem Donau-Zollern-Alb-Weg muss man auf sich nehmen, um vom Eichfelsen zum Felsengarten zu gelangen, der 1997 bis 1998 angelegt wurde. In diesem Garten findet man die Fauna des Karsts und der Magerwiesen. Nicht zu übersehen sind die Kissen von gelb-blühendem Berg-Steinkraut. Traubensteinbrech, Hasenohr-Habichtskraut, sattrote Pfingstnelken und Immergrüne Felsenblümchen gehören zur typischen Fauna von Felskanten, Felsbändern und Felsköpfen. Extreme Trockenheit am Felsen überleben Berg-Gamander und violett-blühende Gewöhnliche Kugelblume. Gelbblühender Hahnenfuß und Schlüsselblumen findet man dagegen auf den sattgrünen Wiesen der Umgebung.

Informationen

Gemeinde Irndorf
www.irndorf.de

 

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