Am Holzmarkt zieht das Leibnizhaus die Blicke auf sich. Doch hinter der vermeintlichen Renaissance-Fassade verbirgt sich ein Neubau. Und auch die Fassade selbst ist ein moderner Nachbau von jenem Haus, das Leibniz von 1698 bis zu seinem Tod 1716 an anderer Stelle bewohnte.

Das heutige Leibnizhaus hinter dem Holzmarktbrunnen ist ein Neubau mit der Fassaden-Kopie von dem Haus, das Leibniz die letzten 18 Jahre seines Lebens an anderer Stelle bewohnte
Keine Altstadt ohne Gastronomie. Hannovers Geschichte entsprechend, gehören hier auch Pub und Teesalon dazu. Am Markte 13 liegt beispielsweise der holzgetäfelte Irish Pub Dublin Inn mit Fassbier, Sport-TV und Livemusik und in der Knochenhauerstraße 34 der Old Town Pub. Geradezu Kultstatus besitzt die traditionsreiche Teestube mit fast 40 Teesorten am Ballhofplatz. Der malerische Ballhofplatz gilt als die Keimzelle der Stadt. Laut einer Tafel an der Hauswand befand sich hier ein herrschaftlicher Hof Heinrichs des Löwen, von dem die Gründung der Marktsiedlung Hannovers ausging.

Dublin Inn, typischer holzgetäfelter Irish Pub mit Fassbier und Sport-TV sowie Karaokeabenden, Am Markte 13 und Old Town Pub, Knochenhauerstr. 34, beide in der Altstadt
Entlang der Leine reihen sich die Regierungsgebäude aneinander. Im Leineschloss, der ehemaligen Residenz der Kurfürsten und Könige von Hannover, tagt seit 1962 der Niedersächsische Landtag. Der Bau wurde im Laufe der Zeit immer wieder erweitert und verändert. Seinen klassizistischen Stil gab ihm G.L.F. Laves, der das Haus zwischen 1816 und 1844 völlig umbaute. Eindrucksvoll ist der große Portikus an der Leinstraße mit sechs korinthischen Säulen und Dreiecksgiebel, der das Wappen des Landes Niedersachsen trägt.

Leineschloss: Heute tagt hier der Niedersächsische Landtag
Zur Zeit der Expo 2000 entstand das Denkmal der Göttinger Sieben vor dem Plenarsaal an der Karmarschstraße. Es thematisiert Hannovers Verfassungskonflikt von 1837, als König Ernst August die Regentschaft übernahm und sich nicht an die Verfassung binden wollte. Der Protest gegen deren Aufhebung änderte die Meinung des Königs nicht. Die Professoren wurden dagegen entlassen und des Landes verwiesen.

Denkmal der Göttinger Sieben: Landesdenkmal vor dem Leineschloss bzw. Niedersächsischen Landtag
Mit dem Wangenheim-Palais am Friedrichplatz schließt die Reihe der Regierungsbauten ab. Auch hier ist die Handschrift von G. L. F. Laves unübersehbar. Das klassizistische Stadtpalais von 1833 war das Wohnhaus des Oberhofmarschalls Georg Graf von Wangenheim (1780-1851). Nach seinem Tod residierte hier zehn Jahre lang Georg V., Hannovers letzter König. Heute ist es die „Residenz“ des niedersächsischen Ministeriums für Wirtschaft, Arbeit und Verkehr. Nur 50 Meter entfernt steht das Laves-Haus, eine dreistöckige Prachtvilla, die der Hofbaumeister für sich selbst und seine Familie erbaute.

Das klassizistische Stadtpalais von Oberhofmarschall Georg Graf von Wangenberg (1780-1851) entstand nach Plänen des Hofbaumeisters G.L.F. Laves
Hannovers Wahrzeichen ist das Neue Rathaus. Seine Kuppel prägt das Stadtbild aus vielen Perspektiven. Der schlossartige Prachtbau gehört zu den Großbauten der wilhelminischen Zeit. Seine Vorhalle gilt als die größte eines öffentlichen Gebäudes in Europa. Beeindruckend sind nicht minder seine Baudaten: Um ein festes Fundament zu schaffen, steht das Haus auf 6026 Buchenpfählen, die Bauzeit betrug 12 Jahre von 1901 bis 1913 und bei der Einweihung verkündete Hannovers Stadtdirektor stolz: „Alles bar bezahlt, Majestät!“

Von allen Seiten überragt die Kuppel des Neuen Rathauses das Stadtbild
Preußen hatte zwar die Welfen beerbt, schätzte aber deren Geschichte. Über den Fenstern vom ersten Geschoss berichtet ein Geschichtsfries in neun Bildern über wichtige Ereignisse der Stadt. Berühmt ist die Szene, in der Kurfürstin Sophie ihrem Vertrauten Leibniz einen Lorbeerkranz aufsetzt. In einer anderen überreicht der hannoversche Stadtdirektor König Ernst August nach dem Ende der Personalunion symbolisch die Schlüssel der Residenzstadt Hannover.

An der Fassade zum Platz der Menschenrechte erzählt der Geschichtsfries Episoden aus Hannovers Stadt-Historie
In der Eingangshalle demonstrieren Stadtmodellen aus den Jahren 1689, 1939, 1945 und heute Hannovers städtebauliche Entwicklung. Von einem Gemeinwesen hinter Stadtmauern, über den Aufstieg zur Großstadt und deren Zerstörung bis zum Wiederaufbau.

Szene aus dem Geschichtsfries: Hannovers Stadtdirektor überreicht König Ernst August nach dem Ende der Personalunion mit Großbritannien 1837 symbolisch die Schlüssel der Residenzstadt Hannover
Während das Alte Rathaus heute ein Mehrzweckbau ist, erfüllt das Neue Rathaus weiterhin seine Aufgabe. Den Krieg unbeschadet überlebte der Hodlersaal mit dem monumentalen Wandbild des Schweizer Malers Ferdinand Hodler, das die gesamte Breite seiner Stirnseite einnimmt. Das Thema des Sitzungssaals ist die Einführung der Reformation in Hannover im Jahr 1533. Eine Arbeit, die nicht jedem gefallen hat.

Der Hodlersaal hat bis heute seinen originalen Zustand bewahrt
Mit dem weltweit einzigen Bogenaufzug - 17 Grad Neigungswinkel - gelangt man in einer Minute zur Aussichtsplattform der knapp hundert Meter hohen Kuppel. Hier eröffnet sich ein grandioser Blick über den zusammen mit dem Rathaus entstandenen Maschpark und weiter zum Maschsee mit seinen rund sechs Kilometer langen Uferwegen.
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Wer heute ein wenig Berliner Luft schnuppern möchte, den laden wir zu einer Reise an Spree und Havel ein. Eine prima Gelegenheit, sich wesentliche Teile der Stadt an einem Tag anzuschauen, ist die Fahrt mit den Bussen 100 und/oder 200. Ausgehend vom Alexanderplatz kommt man unterwegs am Berliner Dom und der Museumsinsel vorbei, am Deutschen Historischen Museum, der Neuen Wache, dem Brandenburger Tor und dem Reichstag, an der „Schwangeren Auster“ und am Schloss Bellevue, dem Amtssitz des Bundespräsidenten.

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Nein, keine Angst, der Pfad schwankt nicht. Dennoch greifen viele Besucher des längsten Baumwipfelpfads der Welt unwillkürlich ans Geländer. Sie haben den Eindruck, der Holzweg, der an dieser Stelle auf 18 Metern Höhe unterhalb der Baumwipfel entlang führt, bewegt sich hin und her. Dabei ist es nur der wenige Zentimeter vom Geländer des Pfads entfernte Schubsbaum, den ein Baumwipfelpfad-Führer mit einer Hand zum Schwingen gebracht hat.

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Wer lieber mit dem Rad wandert als per pedes, findet auf dem Mönchgut gute Voraussetzungen und anders als Verleihnix in dem berühmten gallischen Dorf aus dem Kultcomic Asterix, verleiht man in Göhren gerne vieles, so auch Fahrräder - natürlich gegen Bares. Aber dafür sparen sich Bahnreisende das nervige Gerödel mit den Zweirädern.

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34 Meter ist sie lang, genauso lang wie ein Blauwal werden kann: Die Rolltreppe, auf der Besucher vom Foyer nach oben schweben, um mit ihrem Rundgang durch das Ozeaneum vor Stralsunds Altstadtkulisse unweit der neuen Rügenbrücke zu beginnen. Neben der frei tragenden Treppe beeindruckt schon von außen der weiße mit Glas durchsetzte Bau aus Beton und Stahl.

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