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Zavel-Kirche
Kirche Unsere Liebe Frau - Victoria

Der Legende nach soll Herzog Jan I. im Jahr 1289 nach dem Sieg in der Schlacht von Woeringen eine Kirche an dem Ort gestiftet haben, wo sich heute die Kirche von Zavel, einem filigranen Reliquienschrein gleich, erhebt. Doch dies ist eben nur eine Legende und nicht die Wirklichkeit: Die Armbrustbauer und Armbrustschützen der Stadt erhielten von den Schwestern und Brüdern des Johanneshospitals ein sandiges Stück Land geschenkt, auf dem eine der Mutter Maria geweihte Kirche erbaut werden sollte. So geschah es auch, und bis 1318 wurde ein kleines Gotteshaus auf sandigem Untergrund erbaut. In diesem Kirchlein bewahrte man die wundertätige Statue der Jungfrau Maria auf, zu der unzählige Gläubige pilgerten. Da das bestehende Gotteshaus dem Andrang der Pilger nicht gewachsen war, wurde zu Beginn des 15. Jahrhunderts mit dem Bau einer größeren Kirche begonnen. 1435 war der Chor fertig gestellt; anschließend setzte man den Kirchenbau mit der Anlage des Querschiffs im Stil der Brabanter Gotik fort. Doch erst am Ende des 15. Jahrhunderts war auch das Mittelschiff vollendet.

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Der Großteil der Innenausstattung stammt weitgehend aus dem 17. Jahrhundert, als die Adelsfamilie von Thurn und Taxis sich des Gotteshauses verstärkt annahm. Fürst Eugen von Thurn und Taxis stiftete zum Beispiel die Orgelempore. Die marmorne Chorschranke ist gleichfalls ein Geschenk von Eugen von Thurn und Taxis.

Die Familie von Thurn und Taxis ließ außerdem die Ursulakapelle vom Mechelner Bildhauer Lucas Fayd'herbe gestalten. Das aus schwarzem Marmor gearbeitete Portal der Kapelle ist verziert mit Cherubinen und allegorischen Figuren der Tugendhaftigkeit und Beständigkeit sowie der Büste der heiligen Ursula. Doch auch andere Mitglieder des Adels hatten eine spezielle Beziehung zu diesem Gotteshaus: Maria von Ungarn, die Schwester Kaiser Karls V. wurde hier 1505 getauft, und Margarete von Österreich besuchte regelmäßig die Messe.

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Beim Blick ins Mittelschiff fallen die stämmigen Rundsäulen auf – ein typisches Element der brabanter Gotik. An jeder Säule finden sich meisterlich gearbeitete Skulpturen, die in der Zeit zwischen 1641 und 1646 entstanden sind. Sehenswert ist das Grabmonument des Kammerherren Karls V. Claude Bouton und dessen Gattin. Kostbare Wandmalereien des 15. Jahrhunderts findet man im Chor.

Kirche Unsere Liebe Frau - Victoria
Regentschapsstraat 23
1000 Brüssel

 



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