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Königspalast

Der königliche Palast, der im Staatsbesitz befindliche Amtssitz des belgischen Monarchen, steht auf dem Koudenberg, wo bis 1731 die Herzöge von Brabant residierten. Von dem gegenüber liegenden Belgischen Parlament ist dieser neoklassizistische Bau durch den Park von Brüssel getrennt. Noch unvollendet war das Schloss, als der erste belgische Monarch, Leopold I., an die Macht kam. Als Motiv des Parkettbodens des Großen Saals findet man als Intarsienarbeit das Monogramm von Leopold I. und seiner Gemahlin Marie-Henriette.

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In der ersten Hälfte des 19.Jahrhunderts entstanden dort, wo heute der Palast steht, einige größere Herrenhäuser. Die in der Mitte stehenden Häuser wurden mit Kolonnaden mit einander verbunden. Anschließend fügte man noch ein rückwärtiges Gebäude an, so dass ein bescheidener Palast entstand.

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Das heutige Aussehen des Palasts entstand während der Regentschaft von Leopold II., der die Architekten Alphonse Balat und Henri Maquet mit der Umgestaltung des bestehenden Palastes im Stil der Neorenaissance und des Klassizismus beauftragte. Diesen Baumeistern ist auch der mit Säulen bestandene vorspringende, dreiachsige Mittelbau der Vierflügelanlage (1866-1911) zu verdanken. Gleich zwei Höfe, der Ehreninnenhof – entstanden im Auftrag des niederländischen Monarchen König Willem I. – und der Brabantische Innenhof werden von der Anlage umschlossen.

Die Säle im Inneren wurden nach dem Vorbild des Schlosses von Versailles in Neobarock gestaltet. Weißer Marmor und grüner Marmor für die Treppe und das Geländer sowie das sandsteinerne Mauerwerk springen demjenigen ins Auge, der das Ehrenvestibül betritt und die Ehrentreppe empor schreitet. Das Große Vorzimmer beeindruckt durch die allegorischen Figuren des Frieses, für den François Rude die Darstellungen der Schifffahrt und des Handels entworfen hatte, während Jean-Louis van Geel der Urheber von „Industrie“, „Landwirtschaft“, „Streitkräfte“ und „Frieden“ ist. Vergoldete Säulen und Kapitelle, Balustraden und Bogenfelder sind der beherrschende Eindruck des Empiresaals, in dem der Hof die Neujahrsempfänge abhält.

Veduten von Venedig schmücken das so genannte Venedigtreppenhaus aus der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts. Besonders prächtig ist der Thronsaal mit seinen schweren Lüstern, den Vergoldungen der Decken und den Reliefarbeiten von Auguste Rodin und Thomas Vinçotte, die sich den typischen Wirtschaftsaktivitäten der belgischen Provinzen widmen, ob nun die Jagd (Luxemburg) oder das Brechen von Stein (Namur).


Einmal im Jahr, in den Wochen nach dem 21. Juli , öffnen sich die Türen des Palastes für das gemeine Volk. Dann kann man auch als Normalsterblicher über den ausgerollten Teppich schreiten und die Pracht der oben beschriebenen Säle und Salons in Augenschein nehmen. Das nunmehr auch die Moderne in Einklang mit der Vergangenheit gebracht wurde, wird im Salon des Denkers und dem anschließenden Spiegelsaal augenfällig. Im Salon fällt der Blick auf die vergoldete Pendeluhr mit der Statue des Denkers in Anlehnung an Michelangelos Werk.

Besonders erstaunt schaut man zur Decke des Spiegelsaals empor, der während der Regentschaft von Leopold II. und Albert I. unvollendet geblieben war. Erst im Jahr 2002 bekam der Saal sein heutiges Dekor mit tausenden und abertausenden Juwelenkäfern an der Decke – ein Werk des Antwerpener Künstlers Jan Fabre, der auch noch den Kronleuchter mit Juwelenkäfern beklebte: 1,4 Mio. Käfer mussten dafür ihr Leben lassen.


Königspalast
Paleizenplein
Anfragen
Brederodestrasse 16
1000 Brüssel
Tel. 0032 - (0)2 - 5 51 20 20 / 5 51 34 02 (während der Öffnungszeiten des Palastes)
http://www.monarchie.be/de/visit/palace/index.html

 



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