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Während man sich auf Salgesch zubewegt, passiert man den Pfynwald, der mit seinen Seen, Weihern und der rund 700 Hektar-Fläche als größter Föhrenwald der Schweiz unter Naturschutz steht. Die Landschaft schwingt sich zu aufregenden Gegensätzen auf: Hier sanft geschwungene Rebhänge mit Wald im Hintergrund, dort die Berner Alpen mit gewaltigen Höhenunterschieden.

Auf halber Strecke hat der Wanderer das Naturschutzgebiet der Raspille-Schlucht mit ihren bizarren Felsformationen erreicht. Wind und Wetter waren die Bildhauer dieser seltsamen Pyramiden, Nadeln und Zacken im Kalkfelsen. Die Raspille, die unter einer schmalen Brücke durch die Felsen tost, trennt nicht nur das Ober- vom Unterwallis, sondern bildet zugleich eine Sprachgrenze. Jenseits wird nicht mehr überwiegend Französisch, sondern Oberwalliser Dütsch gesprochen, eine Mischung aus Deutsch, Französisch und Italienisch.

Schweiz / Wallis - Raspille-Schlucht
Blick in die Raspille-Schlucht mit
ihren pyramidenartigen Felsformationen

Auf der anderen Seite werden nun auch die Weingesetze strenger: Nur 800 Gramm Trauben dürfen pro Quadratmeter produziert werden, und es werden nur Trauben zugelassen, die nach ökologischen Grundsätzen angebaut wurden – die Salgescher Winzer wollen nur die Elite unter den Weinen. Im Zuge der Verbesserung der Rebberge wurden jüngst umzäunte Schutzzonen ausgewiesen, neue Rebflächen auf nur noch sechs Hektar begrenzt. Die Grundeigentümer stellten damit 23 Prozent ihres Bodens dem Naturschutz zur Verfügung.

Im Weindorf Salgesch angelangt, findet man das alte Walliser Bauernhaus „Zumofenhaus“ im Dorfkern. Im zweiten Teil des Walliser Wein- und Rebmuseums, steht die Arbeit am Rebberg und der Winzer im Mittelpunkt. Im Anschluss kann man auch in Salgesch wie Shakespear's Falstaff seine Seele für Wein verkaufen - in einem der 22 Weinkellereien de 1.300-Einwohner-Dorfes.



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