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Und wieder: Erdnüsse!

Der Tourist, der – wie die Einheimischen auch – mit der Fähre den Gambia-Fluss überquert (und damit den gleichnamigen Kleinstaat auch fast schon wieder verlassen hat), erreicht die Landschaft Casamance – der französische Name macht es deutlich: man ist wieder im Senegal. Durch die sandige, schroffe Casamance fährt man über Tobor nach Ziguinchor, eine 45.000 Einwohner zählende Stadt – wunderschön, inmitten von Palmenhainen gelegen, mit einem wichtigen Handelshafen für Erdnüsse (!) und Fisch.

Senegal, Gambia - Lehmhütte im Landesinneren
Lehmhütten im Landesinneren

Und Sammelpunkt zahlreicher Touristen. Die Senegalesen sind darauf eingestellt: teils legal mit mobilen Souvenir-Verkäufen, teils illegal mit Taschendiebstahl und Betrug. Unvorbereitete Europäer, die genüsslich über die Lebensmittel- und Handwerksmärkte bummeln wollen, haben schlechte Karten: sie verlassen die Märkte meist ohne Portemonnaie und Brieftasche – und ohne es bemerkt zu haben.

Aber es gibt auch freundliche Einheimische, die sich wie selbstverständlich dem allein umher schlendernden Touristen anschließen und ihm die Straßen und Hinterhöfe der Stadt zeigen. So viel Freundlichkeit macht skeptisch – jedenfalls den Europäer. Aber tatsächlich finden sich unter diesen selbst ernannten Reiseführern immer wieder solche, die ein kleines Dankeschön in Münzenform nicht ablehnen, aber auch nicht darum betteln.

Sengegal, Dakar - Markt
Und wieder ein Markt....

Anders die Kinder des Landes: ihnen wird offenbar frühzeitig vermittelt, dass ihre Zukunft im Tourismus liegt, weshalb sich unter ihnen einige Meister des Bettelns und Handelns befinden. Schüchterne bitten inständig um Kugelschreiber und Bonbons, die Dreisteren versuchen, den Touristen Hüte und Sonnenbrillen abspenstig zu machen. In dieser Hinsicht ist Ziguinchor die wohl typischste Stadt Senegals: vom Tourismus gekennzeichnet, aber doch mit einem großen Plus an afrikanischer Originalität.

Rund um Ziguinchor finden sich auch die beliebten Hotels mit ihren Wellness- und Erholungsangeboten. Feinsandiger Strand, ruhige Buchten, attraktive Freizeitangebote – so werden dem sonnenhungrigen Nordeuropäer die Badeurlaube in Senegal schmackhaft gemacht. Und in den meisten Fällen wird tatsächlich geboten, was versprochen wird. Aber: das attraktive Sportprogramm findet nur in den Sommermonaten statt, Nachtclubs und Restaurants öffnen ebenfalls erst in den Monaten Juni und Juli. Entsprechend ruhig ist es in den anderen Monaten.

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