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Senegal, BrettwurzelbaumVon Dakar geht es über M’Bour nach Kaolack, durch scheinbar endlose Savannen mit zum Teil monströsen Affenbrotbäumen. Beeindruckend auch: die gigantischen Brettwurzelbäume (Foto rechts) dort, wo Wasser für subtropisches Klima sorgt. Die Bäume des Regenwaldes werden bis zu achtzig Meter hoch, und da ihre Wurzeln nicht sehr tief in den Boden reichen, braucht der Baum Stützwurzeln, um nicht umzufallen. Diese Wurzeln sind flach wie ein Brett, und zum Teil haushoch – was sich die Senegalesen schon mal zunutze machen: sie bauen ihre Behausungen einfach zwischen zwei dieser riesigen Wurzeln. Dach drauf, fertig. Türen gibt es sowieso nicht.

Kaolak als die zweitgrößte Stadt Senegals ist Mittelpunkt eines großen Erdnussanbaugebietes – diese Tatsache wird den Reisenden bis zum Ende seiner Tour begleiten: Erdnussbutter gibt es zu jeder Mahlzeit – man sollte sie mögen. Von Kaolak geht es weiter Richtung Gambia – ein neuer Tag, ein neues Land. Gambia ist – mit Ausnahme eines schmalen Küstenabschnittes an der Mündung des Gambia-Flusses in den Atlantischen Ozean - vollständig von Senegal eingeschlossen und doch ein eigenständiger Staat – man kann das hören (Englisch statt Französisch!), sehen (Links- statt Rechtsverkehr!), aber nicht riechen – die beiden schwarzafrikanischen Staaten pflegen bei aller Unterschiedlichkeit doch eine sehr ähnliche Kultur.

Abstecher nach Gambia

Wer nicht aufpasst, hat Gambia schon wieder verlassen, noch bevor er das Land als solches erkannt hat – die maximale Breite des Landes beträgt nämlich gerade mal 48 Kilometer. Die ungefähr 740 Kilometer lange Landesgrenze zwischen Senegal und Gambia folgt auf einer Länge von etwa 480 Kilometern dem Verlauf des Gambia-Flusses, nach dem der kleinste Flächenstaat Afrikas benannt wurde, und verringert sich flussaufwärts von den knapp 50 Kilometern auf eine Breite von nur noch 15. Eine inländische Landzunge also, könnte man sagen. Kritiker behaupten, das Land Gambia bestehe nur aus einem Uferstreifen links und rechts des Flusses – damit wird man Gambia natürlich nicht gerecht.

Senegal, Gambia - Affenbrotbaum
Riesige Affenbrotbäume

Landschaftlich zum Beispiel bietet Gambia eine sumpfige Talsohle mit dichtem Mangrovenwald, eine flache, sandige Hochebene mit Hirse- und Erdnussanbau und eine niedrige felsige Sandstein-Hochebene am östlichen Ende des Landes. Menschlich ist Gambia multikulti par excellence: überwiegend Englisch (Amtssprache), aber auch Mandinka aus der Gruppe der Mande-Sprachen, Wolof, Ful und weitere - bis zu zwanzig verschiedene Sprachen werden in diesem Mini-Land gesprochen.

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