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Gefangen zwischen Exotik und touristischer Moderne

 Eine Rundreise durch Senegal und Gambia

Text und Fotos: Alexandra Heil

In Senegal trifft man den Afrikaner, wie er im Buche steht: tiefschwarz, in bunte Tücher gehüllt, bescheiden lächelnd, zurückhaltend gastfreundlich. Aber nicht nur: man trifft auch den europäisch gekleideten, aggressiv-fordernden Souvenir-Verkäufer und den selbsternannten Reiseführer, der sich einfach nicht abschütteln lässt. Senegal bietet beides: ursprüngliches, charakteristisches Afrika und europäisierte Touristenhochburgen.

Senegal Mädchen

Wer das Land kennen lernen möchte, beginnt vorzugsweise in der Hauptstadt Dakar, dem wirtschaftlichen Zentrum des Landes. Dakar und seine Umgebung ist Standort fast der gesamten Industrie, vorwiegend Lebensmittelindustrie. Dakars Hafen zählt zu den bedeutendsten Handels-, Fischerei- und Passagierhäfen Schwarzafrikas und ist die wichtigste afrikanische Walfangstation. Universitätsstadt, Kunststadt, Kulturstadt – Dakar hat viel, kann viel, bietet viel. Es ist deshalb internationaler Sammelpunkt mit fast europäischem Charakter – man zeigt sich leger gekleidet, weltoffen, multikulturell.

Nichts für empfindliche Nasen

Senegal, Dakar - Markt
Buntes Markttreiben

Dakar ist auf Touristen vorbereitet, aber nicht vollständig ausgerichtet - ein schönes Beispiel dafür bieten die überdachten Innenstadtmärkte mit ihrem entsprechenden Angebot: Sonnenbrillen, Turnschuhe und abgepackte Süßigkeiten für die Europäer, unabgedecktes Frischfleisch, lose Gewürze und aufgeschichteter Fisch für die Senegalesen. Der hygiene-verwöhnte Tourist erfährt hier völlig neue Maßstäbe – und Gerüche: eine Mischung aus fangfrischem Fisch, Geschlachtetem, exotischen Gewürzen und Plastik wabert durch die Hallen. Nichts für empfindliche Nasen.

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