Schweiz / Appenzell: die grossen Tage der Appenzeller Sennen
Text und Fotos: Beate Schümann

Wie hingestreut liegen Bauernhöfe, Dörfer und winzige Ortschaften auf der saftiggrünen Hügellandschaft zwischen Bodensee und Säntis in der Ostschweiz. Meist sind es sonnenverbrannte Holzhäuser. Der heute noch übliche Bauernhaustyp mit den langen Sprossenfensterreihen, von roten Geranien geschmückt, stammt aus dem 17. Jahrhundert. Städte hat es im Appenzellerland nie gegeben.

Schweiz / Appenzell

Mit der Größe des Appenzells ist wahrlich kein Staat zu machen, schon eher mit den landschaftlichen Vorzügen. Fläche und Bevölkerung machen gerade ein Prozent des Schweiz aus. "Klein, aber vollwertig!" merken die Appenzeller selbstbewußt an, schließlich stelle auch Washington nur rund ein Prozent der Amerikaner.

Schweiz / Appenzell

Auf diesem knappem Raum bietet der Landstrich Natur pur. Zwischen sanft geschwungenen Höhenzügen und dem schroffem Alpsteingebirge sieht man überall auf den Wiesen das Braunvieh friedlich grasen. Das Gebimmel der Schellen ist weithin zu hören. Beim Anblick des "mel-chigen" Grases, wie man hier zum saftigen Grün sagt, zieht einem unwillkürlich der Duft des Appenzeller Käses in die Nase.

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