DAS PORTAL DEUTSCHSPRACHIGER REISEJOURNALISTEN

Hin und wieder fungiert das Hotel als Quartier von Filmcrews, so auch 1993, als das ZDF ein Melodram über Träume und Liebesleid einer Hamburger Ärztin produzierte, das mit dem Titel "Flucht ins Paradies" in die deutschen Wohnzimmer flimmerte. Im "Angie" treffen wir auch unseren örtlichen Reisebegleier Werner, der uns allerlei Anekdoten zu den Dreharbeiten zum Besten gibt, Geschichten, die bereits die klatschfreudigen Samoaner belustigt hatten: Wer was mit wem in welchem Haus hatte; wieviel echtes Bier bei der einen Szene getrunken wurde, die deswegen auch so oft wiederholt werden mußte; oder wie man einen Drehbuch-Sturm mit der Windmaschine in Gang setzte, und als alles zerzaust im Kasten war, ein richtiger Taifun über die Insel fegte.

Während der Inselrundfahrt wird die Filmkulisse lebendig, zum Glück ohne Unwetter. Auf der gut befestigten Straße geht es nach Osten der Küste entlang. Die typischen bunten, auf LKW-Chassis aufgebauten Busse sind fast die einzigen Fahrzeuge, die einem unterwegs begegnen. Dicht bewaldete Berghänge rücken heran, ebenso die Wolken, denn der Le-Mafa-Pass, der quer über Upolu führt, schlängelt sich bis auf knapp 500 Meter hinauf. Von hier oben reicht der Blick bis zum Meer, das den Ostteil der Insel an drei Seiten umspült. Im Westen ragt Upolus höchster Berg, der 1113 Meter hohe Fito empor. Die Wasserfälle von Falefa allerdings hat lange Trockenzeit als Folge von El Niño etwas ausgedünnt. Anschließend lädt der Traumstrand von Aleipata, an dem sich die Palmen fotogen übers türkisblaue Meer strecken zum Baden ein. Nach dem Sprung in die Fluten folgt ein echtes Südsee-Picknick mit frisch gebratenem Fisch und in Bananenblättern gedünstetem Hühnerfleisch.


Schulkinder messen ihre Kräfte an einer
Ladung Kokosnüsse

Geburtsort der "Schatzinsel"

Das berühmteste Gebäude befindet sich am Fuß des Mount Vaea. Vor über 100 Jahren hatte sich der schottische Schriftsteller Robert Louis Stevenson "Vailima" bauen lassen. Der Schöpfer des Romans "Die Schatzinsel", der 1894 im Alter von 44 Jahren auf Samoa starb, verband eine innige, gegenseitige Liebe mit den Samoanern, die ihn Tusitala, " Geschichtenerzähler" riefen und wie einen matai, einen Häuptling, ehrten. Das palastähnliche Haus und jetzige Museum bewohnten nach Stevenson die Kolonialgouverneure und zuletzt das Staatsoberhaupt Malietoa Tanumafili II., Herrscher über 160.000 Untertanen

Werner Schreckenberg, unser kundiger Reisebegleiter und im Hauptberuf Ökonom, wohnt nicht so luxuriös, aber ebenfalls exponiert am Berghang über Apia. Seit zwei Jahrzehnten ist er auf Samoa beheimatet und wurde 1997 zum deutschen Honorarkonsul ernannt. "Wirklich nur ehrenhalber, aus Bonn gibt's kein Geld mehr", merkte er an - auch, um seine Tätigkeit als Reiseleiter zu erklären. Diese absolviert er mit bestem Hintergrundwissen und viel Humor. Schon bald hatte er verinnerlicht, was ein Arzt vor Jahren den Samoanern attestierte: "Die wären längst ausgestorben, wenn sie nicht so viel lachen würden".

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