„ Im August ist hier die Hölle los!“, erklärt mir ein Taxifahrer, der mich kostenlos („Was soll´s?“) bis in die „Hauptstadt“ mitnimmt. „Ganz Madeira macht dann hier Urlaub. Die da drüben haben nämlich keinen Sandstrand!“, und ein kurzes Kichern folgt seinen Erklärungen.

Vom Luxus leerer Strände
Im Juli und September kämen angeblich auch noch ein paar Leute und ansonsten halte das Eiland seinen Inselschlaf. Für mich allerdings ist sogar die so genannte Hauptsaison eine pure Übertreibung! Der Traumstrand ist für meine Begriffe drei Viertel leer.
Nichtstun und Samba
Auf
den Markt gehen (Foto rechts: Fischhändler) oder wandern
könnte
man natürlich
noch, wenn man das bei der Hitze zustande bringt. Immerhin gibt
es ein Faltblatt vom Tourismusbüro mit ganzen drei Wanderungen!
Die Serra im Norden der Insel hat einen eigenartigen, herben Reiz
mit ihren verlassenen Bauernhöfen, im vertrockneten Gebüsch
raschelnden Eidechsen und Kaninchen und dem darüber hinweg
pfeifenden Wind. In eines der verwunschenen Häuser aus grob
behauenen Steinen dringe ich ein und finde noch ein paar rostige
Töpfe vor, die wirken, als wären sie gerade erst abgestellt
worden.
Mein Weg endet im Dorf Camacha, dem Dorf mit der letzten Windmühle von Porto Santo, beim Restaurant „Stern des Nordens“. Der Wirt vom „Estrela do Norte“ ist angeblich der Hähnchenkönig von Porto Santo, doch natürlich wird hier auch Espada, Spieß, gegessen. Doch dann entscheide ich mich wieder für Nichtstun und coolen Samba. Der Tag vergeht, ich blinzele aufs Meer hinaus wie die Leute an den Nachbartischen auch. Sie sprechen wenig und langsam. Wir auch!
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