Geschichten
gibt es aber viele, und Kolumbus (Foto rechts: das Denkmal) soll
ausgerechnet am kilometerlangen, goldgelben Sandstrand von Porto
Santo Pflanzen und eine Bohne gefunden haben, die seiner Meinung
nach von einem anderen Erdteil im Westen stammten. Deshalb, und nur
deshalb natürlich, sei er aufgebrochen, um die „Neue Welt“ zu
entdecken.
Eine noch bessere Legende haben die Bewohner Madeiras über ihre gutgläubigen Nachbarn parat: Einst sollen sie im sechzehnten Jahrhundert einem falschen Propheten gefolgt sein, der ihnen das nahende Ende der Welt vorausgesagt hatte. Deshalb sollten sie nicht arbeiten und sich nur dem Gebet widmen. Die Rettung für das allseits brach liegende öffentliche Leben kam – natürlich – aus Madeira: Der falsche Prophet wurde verhaftet und die Porto Santesen wurden forthin abfällig „profetas“ genannt.
Vieles erinnert an Afrika
Auch auf dem Weinfest am Largo de Pelourinho in Vila Baleira, der Hauptstadt oder besser gesagt dem Hauptdorf der etwa neun Kilometer langen und drei Kilometer breiten Insel, tut sich nicht viel.

Kaum Verkehr auf der Insel
Mitglieder der älteren Bevölkerungsschichten der Insel sitzen auf Bänken um den Platz, sprechen wenig oder langsam und trinken - keinen Wein! Es gibt drei Stände mit „Porto-Santo-Wein“, einem überaus starken und sauren Getränk, doch niemand außer uns zwei Touristen trinkt ihn! Ein Weinfest ohne Weintrinker.
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