DAS PORTAL DEUTSCHSPRACHIGER REISEJOURNALISTEN

Das "Haus des Riesen" und das "Mädchenpensionat"

Zu Fuß in Fjellnorwegen unterwegs

Text und Fotos: Ferdinand Dupuis-Panther

Zweihundert auch im Frühsommer noch schneebedeckte Gipfel, schroffe Felsen und anstrengende Auf- und Abstiege zeichnen die Bergwelt von Jotunheimen aus, übersetzt „Haus des Riesen“. Im Rondane Nationalpark liegen längst nicht so viele Gipfel um und über 2000 Höhenmeter wie in Jotunheimen. Herausforderungen gibt es aber auch, wenn Storronden oder Rondslottet mit ihren mehr als 2100 Metern zu bezwingen sind. Insgesamt sind die Berge von Rondane jedoch eher weiblich-rund und abgeschliffen. Daher leitet sich für Rondane auch der norwegische Spottname „Mädchenpensionat“ ab. In den Ausläufern dieses Nationalparks und mit Blick auf Jotunheimen kann man stundenlang wandern, ohne gleich hohe Berge ersteigen zu müssen. Dabei ist es nicht nur die empfindliche Vegetation aus Krüppelbirken, kriechendem Wacholder, Rosmarin- und Bergheide mit ihrer zartrosa Blütenpracht, die eine Wanderung lohnenswert machen, sondern auch die Menschenleere und der weite Blick über das Gudbrands- oder das Atnatal.

Norwegen - Die Stabkirche von Ringebu, eine der Größten ihres Typs in Norwegen
Die Stabkirche von Ringebu, eine der Größten ihres Typs in Norwegen

Mehrere Stunden Autofahrt durch das Gudbrandstal und am größten See Norwegens entlang, dem Mjøsa, muss man einplanen, ehe man von Oslo aus die Hochebene von Ringebu mit dem Ausblick auf die Höhen des Jotunheimen und des Rondane Nationalparks erreicht. Zuvor passiert man Hamar und kann das sogenannte Wikingerschiff in der Ferne ausmachen, eine gewaltige Halle in der Form eines umgelegten Wikingerschiffs, das eine Erdgeschossfläche von 12 500 Quadratmeter aufweist und als Eisschnelllaufhalle zu den Olympischen Spielen 1994 entstand. Auch die Olympiastadt von 1994, Lillehammer, lassen wir auf unserer Fahrt links liegen. Unbedingt einen Halt wert ist die Stabkirche von Ringebu, die schon von weitem wegen ihres rostroten spitzen Turmhelms auffällt. Stabkirchen sind typisch norwegische Baudenkmäler, deren Konstruktion mit Pfählen, Planken, Schwellbalken, hölzernen Verzapfungen und Versteifungen in Gestalt von Andreaskreuzen auf den Schiffsbau der Wikingerzeit zurückgehen. 1220, so wird überliefert, wurde der Kern der heutigen Kirche erbaut, die nach der Reformation im Jahr 1630 umgestaltet wurde. Aus jenen Tagen stammt der bereits erwähnte Turm. Das Taufbecken aus Speckstein, das Portal mit den geschnitzten Schlangen und Drachen sowie die Kanzel von 1703 sind die auffälligsten Kirchenschätze des Sakralbaus. Sehenswert sind außerdem die Schnitzereien und Ausmalungen im Kircheninneren, die von Johan Amrund aus Fåvang stammen.

Wer sich für moderne Kunst interessiert, der sollte unbedingt das ehemalige Pastorat (Ringebu Prestegård) unweit der Kirche besuchen. Hier wird nicht nur das Werk des bedeutenden norwegischen Künstlers der Moderne, Jacob Weidemann, gezeigt, sondern auch aktuelle Kunst, allerdings jeweils nur in den Sommermonaten bis Mitte August. Weidemann besticht durch eine farbenfrohe abstrakte Malerei mit expressivem Malduktus. Dabei war die Natur und die norwegische Landschaft zeitlebens Inspirationsquelle für den Künstler, der 2001 verstarb.

Mit Robert und Hjalmar über das Finnsjøfjellet

Norwegen - Gestiefelt und gespornt geht es hinauf auf's Fjell
Gestiefelt und gespornt geht es hinauf auf's Fjell

Nach einem ersten kurzen Spaziergang links und rechts der Touristenstraße Rv 27 heißt es, die erste Nacht in Fjellnorwegen zu verbringen. Doch wer auf nächtliche Dunkelheit wartet, kann im Sommer damit nicht rechnen. Nur tief liegende Wolken verdunkeln das Zwielicht ein wenig. Am nächsten Morgen verheißen graue Wolken und nur gelegentliche blaue Fleckchen im Verlauf des Tages nasskaltes Wetter. Man kann dann nur hoffen, dass es nicht dauerhaften Nieselregen und heftige Böen gibt. Auf dem Fjell, jenseits der Baumgrenze, die schnell erreicht ist, steht man sprichwörtlich im Regen, wenn es denn hier regnet. Dass es auf den Gipfeln auch im Juni noch schneien kann, sei angefügt. Selbst in den Niederungen sinken die Temperaturen im Frühsommer bisweilen auf unter fünf Grad.

Mit Hjalmar und Robert, den beiden Bergführern, die im Sommer regelmäßig Gäste des Fjellhotels Venabu auf Wanderungen mitnehmen, geht es per Auto nach Rondetunet. In diesem einstigen Gehöft haben zurzeit Menschen aus einem Dutzend Ländern Zuflucht gefunden und warten, fern jedweder Siedlung, auf die Anerkennung als Flüchtlinge. Nur 30 Prozent gehören zu den Glücklichen, die Übrigen werden in ihre Heimatländer ausgewiesen, so verrät uns der Leiter der Einrichtung, dem wir beim Wanderstart begegnet sind.

Der Himmel ist weitgehend verhangen, die Temperaturen frisch, als wir uns aufmachen. Langsam bergan geht es in Richtung Knappen, einer Kuppe von 1103 Metern. Doch diese Höhe interessiert uns nicht. Stattdessen durchqueren wir das Finnsjøfjellet.

Rentiermoos und Bergheide

Norwegen - Rentiermoose sind typische Bodendecker auf dem Fjell
Rentiermoose sind typische Bodendecker auf dem Fjell

Übersät ist das Fjell mit cremefarbenem Rentiermoos. Rosa Glöckchenblüten der Bergheide und andere Wildblumen sind weitere Farbtupfer aus dem Hochplateau, das wir durchwandern. Gelegentlich stößt man auf weiß blühende Moltebeeren, eine sommerliche Delikatesse. Die Hinterlassenschaften von Elchen und Schneehühnern sehen wir, aber deren Verursacher nicht. Auch die wilden Rentiere, von denen es, so Robert, unser Bergführer, mehrere tausend Exemplare in der Gegend geben soll, haben sich rar gemacht. Immer tiefer legen sich die Wolken, grau bis fast schwarz, über die Hochfläche. Mittagsrast machen wir an einem der Seen auf dem Hochfjell. Ein aus geschichteten Steinen errichteter Jagdunterstand bietet ein wenig Schutz gegen allzu heftige Windböen. Gestärkt, dank gegrillten Würstchen, Lachs in Folie sowie Trinkschokolade und Kaffee, brechen wir zur Abschlussetappe nach Sollia auf. Dabei überqueren wir zunächst eine Anhöhe namens Finnsjøvola.

Norwegen - Schauen wir doch mal, ob man hier übernachten kann
Schauen wir doch mal, ob man hier übernachten kann

Eine aus Steinen errichtete Säule bietet ein wenig Schutz gegen den feinen Regen und den auffrischenden Wind. Von hier oben aus, auf 1200 Metern, lassen wir unseren Blick hinüber zum konisch geformten Muen und die Gipfel des Rondane Nationalparks schweifen. Anschließend geht es hinab und oberhalb bzw. am Rande einer pfannenförmigen Senke gen Sollia. Schmuckstück dieses Fleckens ist die Kirche, zwar keine Stabkirche, aber dennoch ein sakrales Kleinod, wenn es denn geöffnet ist. Bei den geführten Touren ist dies kein Problem. Ist man alleine unterwegs, hat man jedoch das Nachsehen.

Norwegen - Das Kirchlein von Sollia
Das Kirchlein von Sollia

Eine Kirche mit Geschichte: die Kirche von Sollia

Früher, so erzählt Lars Tvete aus Venabu, musste man mindestens zweimal im Jahr in die Kirche gehen, ansonsten kam man an den Pranger. Das Kirchlein gilt als eine der am besten erhaltenen, aus Holz errichteten Sakralbauten des Landes und wurde einst durch vier Familien aus dem Setningstal finanziert. Nachdem der damalige Monarch Christian VI. im fernen Kopenhagen dem Gesuch eines Kirchenneubaus stattgegeben hatte, konnte der Kirchenneubau beginnen, der 1738 abgeschlossen war. Betreten wird die Kirche durch die sogenannte Waffenkammer: Hier mussten alle Kirchenbesucher ihre Waffen ablegen, ehe sie das Kirchenschiff betreten durften. Ausgestaltet ist dieser Raum mit floralen Dekors, die aus dem Anfang des 20. Jahrhunderts stammen. Wer im Kirchenschiff an die Decke schaut, wird das Spiegelmonogramm des schwedischen Monarchen Karl XIV. entdecken, der in der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts auch das Staatsoberhaupt der Norweger war. Neben den Gemälden der Apostel, die die Front der Quergalerie schmücken, sieht man die barocken Ausmalungen aus dem 18. Jahrhundert. Der Blick fällt zudem auf eine „Chorschranke“, hinter der sich der Altarraum mit dem Altar befindet.

Norwegen - Blick auf den Altar der Kirche von Sollia
Blick auf den Altar der Kirche von Sollia

Einmal mit einer solchen Tagestour auf den Geschmack gekommen, bietet das Hochplateau von Ringebu noch eine Reihe anderer Wanderrouten, ob über das Dynje- und das Svartfjellet oder über Spidsbergseter nach Ramshytta. Der Aufstieg auf den 1424 Meter hohen Muen gehört zu den Wanderklassikern der Region. Als Tour von Hütte zu Hütte bietet sich die Route nach Eldåbu und Gråhøgdbu oder nach Rondevassbu am lang gestreckten Rondvatnet an. In Sichtentfernung erhebt sich der höchste Gipfel im Rondane-Nationalpark: Rondslottet (2178 m).

Als man noch Rentiere in Fallgruben fing

Norwegen - Das Atna-Tal erstreckt sich vor uns
Das Atna-Tal erstreckt sich vor uns

Venabu kann man über die Touristenstraße RV 27 verlassen, die uns durch das Atnatal führt, von dem aus wir das Grimstal erreichen, ein schmaler Streifen entlang des Flusses Grimsa außerhalb des nördlich gelegenen Dovre-Nationalparks und des südlich gelegenen Rondane-Nationalparks. Die auf einem Hang oberhalb der mäandernden Grimsa gelegene Grimsdalhytta ist ein zentraler Rastpunkt auf der Nord-Südquerung des Dovre- und des Rondane-Nationalparks.

Norwegen - Die Grimsa schlängelt sich mäandernd durch das Tal
Die Grimsa schlängelt sich mäandernd durch das Tal

Dass in dieser Gegend seit Jahrhunderten intensive Rentierjagd stattgefunden hat, wird in einem kleinen Blockhaus am Ufer der Grimsa erläutert. Dieses Haus ist eine Kopie eines Hauses aus der Gegend von Einsethøa. Edvard und Sonja Barth ist es zu verdanken, dass wir heute über die Fallenjagd auf Rentiere Bescheid wissen. Insbesondere in einem schmalen Seitental des Grimstals, an einem Ort namens Einsethøa, hat man unzählige Tierknochen gefunden, die auf diese Jagdform verweisen. Im 19. Jahrhundert war es üblich die Tierknochen zu einer Knochenmühle zu transportieren, um aus diesen Knochen Düngemittel zu produzieren. Zu den Orten, an denen Rentierfallen existierten, gehören Verkilsdalbotn und Vuludalen in Rondane. Für das Gebiet links und rechts des Flusses Vulua konnten die Barths 150 Fallgruben nachweisen. Diese wurden entweder nur ins Erdreich gegraben oder aber mit Steinwänden ummantelt. Für die Jagd waren diese Gruben mit Geäst abgedeckt, In den Fallgruben wurde längs ein Balken eingefügt, sodass die Rentiere nach dem Fall über diesem hingen. Es gab aber auch Gruben mit aufgepflanzten „Speeren“, auf denen die gefangenen Tiere aufgespießt wurden.

Eine andere Route von Venabu in den Rondane Nationalpark ist der Weg über die E6 Richtung Otta und Høvringen, die uns auch zum Mittelalterzentrum Jørundgard nahe der Ortsschaft Sel führt. Wer nur zum Wandern in Norwegen unterwegs ist und nur begrenzt Zeit hat, der macht hier keinen Halt, sondern begibt sich gleich nach Høvringen und in den Rondane Nationalpark.

Norwegen - Vor der Stabkirche von Jørundgard (Sel)
Vor der Stabkirche von Jørundgard (Sel)

Kristin Lavransdotters Welt

Die in Dänemark geborene Sigrid Undset, die 1928 für ihr Werk mit dem Literaturnobelpreis geehrt wurde und zu den meist gelesenen Autorinnen Norwegens zählt, wird Bücherfreunden etwas sagen. Ihr Zuhause waren zwei traditionelle Häuser aus dem Gudbrandstal, die nach Lillehammer überführt worden waren. Bjerkebæk unweit des Freilichtmuseums Maihaugen (Lillehammer) ist bis heute eine Pilgerstätte für Literaturliebhaber, die nicht nur den Mittelalterroman über das Leben von Kristin Lavransdotter verschlungen haben. Diesen umfänglichen „Entwicklungsroman“, eine Triologie von mehr als 1000 Seiten, der in 80 Sprachen übersetzt wurde, verfasste die Autorin in Lillehammer. Anlässlich der Verfilmung dieses Romans der Weltliteratur – Regie führte die bekannte norwegische Schauspielerin Liv Ullmann – wurde unweit des Ortes Sel ein mittelalterliches Gehöft errichtet, zu dem u.a. ein Ziehbrunnen, eine Schmiede, eine Webstube, ein Dachbodenhaus und eine Stabkirche ebenso gehören wie ein traditioneller Speicher, ein Kohlemeiler und ein Küchenhaus. Schweine werden auf dem Gehöft ebenso gehalten wie Schottische Hochlandrinder. Außerhalb des Gehöftes und dicht am Fluss liegt die Badestube. Wer es nicht weiß, der glaubt sich in einem typischen Freilichtmuseum mit alten Bauwerken, so wie in Maihaugen oder Bygdøy (Oslo).

Norwegen - Schottische Hochlandrinder gehören zu den ständigen Bewohner des Mittelalterzentrums
Schottische Hochlandrinder gehören zu den ständigen
Bewohner des Mittelalterzentrums

Beim Besuch des Gehöfts machen wir uns auf die Spuren der Heldin von Undsets Roman. So erzählt uns die Lehrerin Anne-Mari Sandvard, die uns begleitet, über Kristins erste Liebe, den Tod der Schwester, über Kristins Erfahrungen in einem Nonnenkloster und als Mutter von sieben Kindern. Manchmal, so berichtet Anne-Mari Sandvard, kämen Leute zu Besuch, die das Grab von Kristin sehen wollen. Doch dieses existiert nicht in Jørundgard. Im Sommer ist im Übrigen im Mittelalterzentrum der Bär los, wenn das älteste und größte norwegische Tanzfestival mit Tausenden von Besuchern gefeiert wird. Dann tanzen Jung und Alt nicht nur Polka.

Norwegen - Anne-Mari erzählt von Sigrid Undset und über das Leben von Kristin Lavransdotter
Anne-Mari erzählt von Sigrid Undset und über das
Leben von Kristin Lavransdotter

In den Ausläufern des Rondane-Nationalparks

Høvringen, am Rande der Gipfel des Rondane-Nationalparks, ist ein guter Ausgangspunkt für kürzere oder längere Wandertouren. Jenseits des Kerngebietes mit den höchsten Gipfeln können auch nicht so versierte Wanderer die Bergwelt Norwegens genießen. Zugleich erfahren wir dabei, dass die Fjells den Bauern aus den Tälern jahrhundertelang als Weidegebiete im Sommer gedient haben, ob nun für Rinder oder Schafe. Bis heute trifft man in den Sommermonaten gelegentlich auf Vieh, das auf den Almen des Hochlandes frei grast.

Nicht nur der fünf Kilometer lange Kulturrundweg bietet sich für eine Wanderung an, sondern auch der Weg nach Putten, der auf die Anhöhe Karihaugen zuläuft. Von Øigardseter aus wandern wir zunächst in Richtung auf das Kvannslå-Tal. Reißend ergießen sich die Fluten des Flüsschens in die Tiefe, springen über Felskanten kaskadierend hinab. Benannt ist der Fluss und das Tal nach der Angelikawurzel, einer alten Heil- und Nutzpflanze, die in die nordische Literatur Eingang gefunden hat. Wer den gesamten Kultur-Weg abläuft, wird auch an Bleikstulen vorbeikommen, einem Ort, den auch der Maler Jacob Weidemann sehr liebte: „Hier brauche ich für meine Arbeit nur den Bleistift. Nichts geht über das Gebirge“. Haugaseter hingegen ist mit der Liebesgeschichte von Imbert Haugen und dem Hofmädchen Marit verbunden – Stoff für eines der schönsten Liebeslieder der Region. Høvringsporten hingegen ist eine Schieferschlucht, die der dortige Wildbach ins Berggestein „getrieben“ hat: heute eine beliebte Badestelle.

Norwegen - Tosend ergießt sich der Kvannslå in die Schlucht
Tosend ergießt sich der Kvannslå in die Schlucht

Auf nach Putten

Verlassen wir den Ort, dann gewinnen wir in Richtung Karihaugen schnell an Höhe. Die Landschaft ist offen, von einer niedrigen Kraut- und Buschvegetation überzogen, die in allerlei Grün- und Gelbtönen schillert. Selbst wer nicht den Anaripigg und Karihaugen erklimmt, hat einen guten Blick über das Fjell am Rande des Rondane-Nationalparks, ganz zu schweigen von den teilweise verschneiten Gipfeln. Von der Flanke des Kaurihaugen steigen wir gemächlich hinab auf die Almen von Putten, Ziel unserer Wanderung und zugleich Ausgangspunkt der nächsten Tagestour.

Hinauf zum Formokampen

Norwegen  - Endlich auf dem Formokampen
Endlich auf dem Formokampen

Von Putten Seter kann man eine mehrstündige Rundwanderung unternehmen, die auf den über 1400 Meter Formokampen und dann über einen Sattel zu einem weiteren „Gipfel“ mit guter Aussicht führt. Einzelne Bruchschutthalden sind dabei zu meistern, wenn es stetig vorangeht. Doch der Ausblick vom Formokampen hinüber zu den Gipfeln des „Hauses des Riesen“ und auf die rundlichen Höhen von Rondane ist der Mühe wert. Fegt ein eisiger Wind über die Höhen und Niederungen, dann ist man über Handschuhe und Mütze, vor allem aber für eine Vliesjacke überaus dankbar. Grüne Farbmarkierungen auf Steinen oder sogenannte Steinmännchen weisen uns den Weg, der in den Niederungen im Frühsommer recht feucht sein kann. Silbrig scheinende Weiden findet man ebenso wie kleinwüchsige Birken. Dort, wo sich Feuchtweisen links und rechts von Bächen ausbreiten, gedeiht im Wind wehendes weißes Wollgras. Insbesondere beim Rückweg in Richtung Skardseter und Putten muss man sich den Weg über Stock und Stein bahnen. Bei fortschreitender Müdigkeit erzwingt das volle Konzentration.

Reiseinformationen zu diesem Reiseziel

Reiseveranstalter Norwegen




 

Twitter
RSS