Wir brechen mit der ersten Dämmerung auf. Während der Nacht waren die Kamele mit allem Nötigen beladen, die Pferde der Männer gesattelt worden und jetzt erfahre ich, wie zügig Berber - eigentlich Beraber - ohne Auto und quer über die Pässe des Hohen Atlas vorankommen.

Als die Sonne aufgeht und die wandernden Schatten der Zweitausender die Farbenpracht der Felsen enthüllen, ist das Dorf schon nicht mehr zu sehen. Wir wandern in tiefen Schluchten, umgeben von den Abbrüchen des Bergmassivs, das stellenweise ockerfarben leuchtet, oder dunkelrot vom Kupferspan und grün, wo die Steine eisenhaltig sind.

Krüppelkiefern wachsen vereinzelt und Kriechsukkulenten bedecken die Felsen entlang schmaler Bäche, die wie Überläufe unterirdischer Reservoirs aus dem Berg sprudeln.
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