Reise - Nachrichten aus aller Welt

Aktuelle Reisenachrichten mit zahlreichen Adressen und Links. Heute u.a. mit Nachrichten zu:


Radtouren in Nordostpolen

Familienurlaub in Burgund-Franche-Comte

Neuer Geist in altem Gemäuer

Rhône-Radweg: Frankreich „erfahren“ – mit allen Sinnen

In die Pedale, fertig, los!

Wo Geschichte lebendig wird

Mit dem Rad Masuren und mehr erleben - Radtouren in Nordostpolen
Der Frühling steht vor der Tür – die Zeit der Radtouren ist in greifbarer Nähe. Nordostpolen bietet ein Füllhorn an sehenswerter Natur und Kultur. Masuren – das Land der tausend Seen und weiten Wälder ist ein ideales Gebiet für Radfahrer, die fernab von den großen Touristenströmen die Natur genießen und erleben möchten. Kleine Walddörfer, stille Seen, Störche auf den Dächern und die Rufe der Kraniche in den Waldgebieten – das alles lässt sich bei der Radtour entdecken. Abends genießen Sie das leckere masurische Essen und lassen den Tag mit einem traumhaften Sonnenuntergang ausklingen.

13tägige Radtour entlang der Großen Masurischen Seenplatte

Von zwei festen Standorten aus führen die Radtouren entlang der Masurischen Seen und durch die weiten Wälder der Johannisburger Heide durch eine unberührte Naturlandschaft. Bei dem Besuch der Hafenstädte Gizycko und Mikolajki kann man das maritime Treiben erleben. Höhepunkte der Reise sind unter anderem eine Schifffahrt auf dem Weg der Flößer und der Besuch bei einem masurischen Imker. Die beiden Unterkünfte liegen direkt an einem See und verwöhnen die Gäste mit schmackhafter, einheimischer Küche. Die Radtour wird begleitet von einem einheimischen, deutschsprachigen Reiseleiter. Der Reisepreis umfasst alle Kosten ab/bis Berlin (Anreise mit der Bahn, Übernachtung, Vollpension, Leihrad, Reiseleitung, alle Eintritte). 6 Termine, Reisepreis ab 1.180 EUR.
www.innatoura-polen.de/reiselaender/polen/nordost-polen/13taegige-radtour-durch-masuren

Radtour von Masuren über das Ermland nach Danzig

Die 12tägige Radtour führt von Masuren über das Ermland bis nach Danzig. Mit Rad und Schiff führt die Tour über die Große Masurische Seenplatte bevor er weiter in Richtung Danzig geht. Während Masuren vor allem durch eine einzigartige Natur geprägt ist, gibt es auf dem Weg nach Danzig historische Sehenswürdigkeiten zu bewundern. Zu den Highlights zählen eine Schifffahrt auf dem Oberländischen Kanal und der Besuch der Marienburg. Die alte Hansestadt Danzig bezaubert mit seiner restaurierten Altstadt. Eine Radtour entlang der Ostseeküste rundet das Programm ab. Die Radtour wird begleitet von einem einheimischen, deutschsprachigen Reiseleiter. Der Reisepreis umfasst alle Kosten ab/Bis Berlin (Anreise mit der Bahn, Übernachtung, Vollpension. Leihrad, Begleitbus, Gepäcktransport, Reiseleitung, Eintritte). 4 Termine, Reisepreis ab 1.390 EUR.
www.innatoura-polen.de/reiselaender/polen/nordost-polen/radtour-von-masuren-ueber-das-ermland-nach-danzig

Individuelle Radtour in Masuren

Bei einer individuellen Radtour lässt sich Masuren auf eigene Faust entdecken. Es gibt die Auswahl zwischen einer 7tägigen Standort-Tour und einer 7tägigen Rundtour. Bei der Standort-Tour Übernachtung in einem kleinen Hotel im Süden Masurens am Stadtrand mit großem Seegrundstück. Von hier aus Sterntouren in der Umgebung. Bei der Rundtour führen die Radtouren vom Süden Masurens entlang der Seen bis zur Hafenstadt Gizycko. Der Reisepreis beinhaltet Übernachtung und Frühstück, ausführliche Routenbeschreibung und Kartenmaterial, deutschsprachige Betreuung vor Ort und Notfalls-Service, bei der Rundtour Gepäcktransfer. Ein Leihrad und warmes Abendessen kann zusätzlich gebucht werden. Täglicher Start möglich im Zeitraum 01.05. – 01.10. Reisepreis: Standort-Tour ab 290 EUR, Rundtour ab 420 EUR.
www.innatoura-polen.de/reiselaender/polen/nordost-polen/individuelle-radtour-durch-masuren-standort-tour
www.innatoura-polen.de/reiselaender/polen/nordost-polen/individuelle-radtour-durch-masuren-rundtour


Weitere Informationen:

Familienurlaub in Burgund-Franche-Comte
In Burgund-Franche-Comté gibt es nicht nur manchen guten Tropfen. Auch wie mit Kinderaugen lässt sich die Region mit der ganzen Familie entdecken. Kämpfe und tägliches Leben römischer Legionäre, unterirdische Stollen, Spielzeugmuseen, spielerische Aktivitäten, Burgen und eine „Lachende Kuh“ stehen auf dem Programm. 2018 bietet viel Neues.

„Burgund-Franche-Comté bietet unzählige Möglichkeiten für Urlaub mit der ganzen Familie“ betont Marie-Hélène Vernerey, Pressesprecherin des Tourismusamtes der französischen Region „Unterkünfte, Aktivitäten und ein tolles Besichtigungsprogramm sind unsere Stärken. 2018 gibt es wieder zahlreiche neue Attraktionen:“ In der Region Burgund-Franche-Comté wurde Geschichte geschrieben, die der Muséo Parc Alésia jetzt in Szene setzt. Dieses Museum und Interpretationszentrum steht auf freiem Feld an der Stelle, wo 52 v. Christus die berühmte Schlacht zwischen der römischen Armee unter Julius Cäsar und der gallischen Streitmacht unter Vercingetorix stattfand. Asterix-Leser wissen da Bescheid. Die zylindrische Form des Gebäudes soll die Einkesselung der Gallier durch die Römer symbolisieren. Besonders spannend für ein junges oder junggebliebenes Publikum sind die Kampszenen mit gallischen Kriegern und römischen Legionären und Nachstellungen des täglichen Lebens. 64% der Besucher des Museums kommen mit der Familie. In diesem Jahr ist vom 31. März bis zum 30. November auch eine Freilichtausstellung zu Tieren, die von den antiken Künstlern dargestellt wurden, zu sehen: Stiere, Vögel, Fledermäuse, Pferde und selbst ein Affe. In Handwerkskunstateliers lernen Kinder Leder-, Web- oder Keramikarbeiten kennen.

Die berühmteste Kuh Frankreichs hat gut lachen oder eher lächeln. Ein neues Museum über 950 m² Ausstellungsbereich in Lons-le-Saunier ist ganz diesem französischen Käseklassiker gewidmet („La Vache qui rit“ – Die lachende Kuh). Ein lebendiger Raum wurde geschaffen für Austausch und Begegnungen mit der Familie. Einerseits wird die Herstellung des Käses lebendig und interaktiv erklärt, andererseits gibt es einen völlig neuen Bereich über Ernährung. Während der französischen Sommerferien werden Workshops zum Thema Käse und Ernährung in der Küche des Museums angeboten.

Aus Moirans-en-Montagne stammt jedes zweite in Frankreich produzierte Spielzeug. Dort gibt es eine der schönsten Spiele- und Spielzeugsammlungen Europas mit mehr als 3.000 Ausstellungstücken aus der ganzen Welt. Das Museum ist speziell für Kinder entworfen. Spielbereiche drinnen und draußen laden zu spielerischen Pausen ein. Aber Erwachsene begeistert die Anlage ebenfalls, und man schaut wieder einmal wie mit Kinderaugen in die Welt. 2018 steht die Ausstellung ganz im Zeichen der Marke Lego. Vom 15. April bis zum 3. März 2019 erfährt man alles über die berühmten Bausteine.

Schon von weitem ist der 22 Meter hohe Förderturm des Kohlebergwerkes von Creusot-Montceau in Blanzy zu sehen. Das Bergwerkmuseum bietet eine naturgetreue Nachstellung der Arbeit der Bergleute im Laufe der zweihundertjährigen Abbaugeschichte. Nach einem Blick auf die Grubenhalde, den Förderturm und den Maschinensaal schlägt man den Weg ein, den die Bergleute Tag um Tag nahmen. Ehemaliger Bergmänner sind jetzt Führer und wissen spannend über die Arbeiten unter Tage zu berichten. 200 Meter Stollen sind zugänglich.

Das Ecomusée de la Bresse Bourguignonne erstreckt sich über mehrere Orte. Darunter ein Schloss und in Louhans eine Druckerei der regionalen Zeitung aus den 1930er Jahren. Hier wird es für junge Schüler Gutenbergs sehr spannend. An bestimmten Daten kann man die ehemalige Druckerei besichtigen, deren Einrichtung noch funktionstüchtig ist. Die Kinder können dann mit den Bleilettern Wörter bilden und Karten zum Andenken drucken.

Im Château de Couches erinnert eine Zugbrücke an den wehrhaften Charakter der Burg. Die Kapelle aus dem 15. Jahrhundert kann besichtigt werden. Skulpturen und Altaraufsatz stammen aus dieser Epoche. Erst vor kurzem wurden die unterirdischen Gänge, die die Burg mit dem Wald und Burgen der Umgebung verbinden für Besucher geöffnet. Sie ermöglichten sich bei Angriffen in Deckung zu bewegen und Lebensmittel zu lagern. Für Familien macht eine moderne Schnitzeljagd mit Tablet oder Smartphone die Besichtigung noch spannender. Die Eltern helfen ihren Kindern um die geheimnisvollen Rätsel auf Englisch oder Französisch zu lösen. Danach geht es zum gemütlichen Teil über und man kann Burgunder Weine und Spezialitäten verkosten und noch einen Spaziergang durch die Gärten machen. Auch das kuriose Brillenmuseum in Morez ist auf spielerische Weise zu besichtigen. Auf den Spuren von „Clouvis“ geht es durch die Ausstellung, und Kinder von fünf bis zwölf Jahren können Rätsel lösen. Audioguides auf Deutsch sind vorhanden.

Allgemeine touristische Informationen über die Region Burgund-Franche-Comté (Deutsch): http://de.bourgognefranchecomte.com und https://patrimoine.bourgognefranchecomte.com/
Neuer Geist in altem Gemäuer - Wie Burgen und Schlösser an der Burgenstraße vor dem Verfall gerettet werden
Placeholder image Burgen und Schlösser faszinieren die Menschen seit eh und je – seien es die Bauwerke an sich oder die Vorstellung, wie Menschen hier früher gelebt haben. Doch solch alte Gemäuer sind teuer im Unterhalt und Erhalt – nichtsdestotrotz fühlen sich viele Burgbesitzer ihren Ahnen und der Gesellschaft gegenüber verpflichtet, die historischen Gebäude für die Nachwelt zu erhalten. Auch an der Burgenstraße, die quer durch Süddeutschland zu über 70 Burgen und Schlössern führt, gibt es unterschiedlichste, oft kreative Ideen, wie die Bauten am Leben erhalten werden können …und nicht nur das: Wie ihnen neues, spannendes Leben eingehaucht wird. Hier einige konkrete Beispiele.

Foto: Burg Cadolzburg

Einzigartiges Burgerlebnismuseum – Burg Cadolzburg
Zwölf Jahre lang dauerten die Bauarbeiten auf der Cadolzburg vor den Toren Nürnbergs, die am Ende des Zweiten Weltkriegs 1945 in Flammen aufgegangen war und jahrzehntelang in Trümmern lag. Entstanden ist ein deutschlandweit einzigartiges Burgerlebnismuseum, das vor knapp einem Jahr eröffnet wurde und sich im Besitz der Bayerischen Schlösserverwaltung befindet. In der multimedialen Ausstellung „HerrschaftsZeiten! – Erlebnis Cadolzburg“ wird das Leben und der Alltag der Hohenzollern lebendig, die vor 600 Jahren von der Cadolzburg aus Franken und Brandenburg regierten. Die Macher der Ausstellung haben sich einiges einfallen lassen, um Gäste in das Mittelalter eintauchen zu lassen: So bekommen Besucher mittels Drohnenflug und Tastmodell im wahrsten Sinne des Wortes ein Gefühl für die größte Ausdehnung der Burganlage, und ein Comic stellt die Dynastie der Hohenzollern näher vor. In der Küche riecht es gut nach Ochsenbraten, im engen, dunklen Verlies hingegen nach Moder... und im kurzen Bett mittelalterlicher Bauart können Besucher sogar probeliegen – oder eher sitzen. Beim Aufprobieren eines Helms oder beim virtuellen Schwertkampf wird spürbar, welche Herausforderungen Ritter früher zu bestehen hatten; es gibt auch eine VR (Virtual Reality)-Brille, mit der Gäste das Turnier „live“ und in 3-D erleben. www.burg-cadolzburg.de

Greifenwarte als Besuchermagnet – Burg Guttenberg
Anders als die Cadolzburg war Burg Guttenberg im Neckartal immer bewohnt und zählt zu den letzten unzerstörten Burgen in ganz Deutschland. Bereits in der 17. Generation befindet im Besitz der Familie von Gemmingen-Guttenberg, die bis heute auf der Stauferburg aus dem 12. Jahrhundert lebt. Doch die Heiz- und Renovierungskosten sind enorm: Da kommt locker eine sechsstellige Summe im Jahr zusammen, allein für Heizung verschwinden durch den Schornstein jährlich mehr als 12.000 Euro. Bereits 1949 wurde die Burg für Besucher geöffnet, zunächst mit Burgmuseum und Burgschenke. Darüber hinaus setzt die Familie auf eine ungewöhnliche Idee, um Besucher anzulocken: In der Burganlage ist die Deutsche Greifenwarte untergebracht, die nicht nur in einem Rundgang erkundet werden kann, sondern auch von April bis Oktober zweimal täglich Flugvorführungen zeigt. Viele der rund 100 Vögel der Greifenwarte sind einzigartig in Deutschland, darunter Mönchs- und Gänsegeier oder der majestätische Weißkopfseeadler. Mutige können den Vögeln aber noch viel näherkommen: Bei einer „Falknerstunde“ lernen Besucher ab sieben Jahren die Greifvögel selbst zu fliegen; auch ein exklusives Fotoshooting mit den Tieren ist möglich. www.burg-guttenberg.de

Kunst, Kultur und Köstlichkeiten – Schloss Kirchberg an der Jagst
Das Schloss in Kirchberg an der Jagst wurde nach Jahrzehnten nicht öffentlicher Nutzungen vor zwei Jahren zum „Kirchberger Bauernschloss“. Neue Hausherrin in der größten Schlossanlage Hohenlohes ist die mit der Bäuerlichen Erzeugergemeinschaft Schwäbisch Hall verbundene Stiftung „Haus der Bauern“. Sie hat hier ein interdisziplinäres Zentrum für Kultur und Bildung geschaffen mit dem ambitionierten Ziel, das Schloss zu einem „Nukleus der Agrarwende“ zu machen. Die Akademie für Ökologische Land- und Ernährungswirtschaft bietet Seminare und Vorträge rund um die Themen „Bio“, „Ernährung“ und „Landwirtschaft“ an. Als Pilotprojekt vermittelt der Fortbildungslehrgang zur „Fachkraft für Bio-Lebensmittel im Einzelhandel“ Grundlagenwissen zum ökologischen Landbau, zur Bio-Lebensmittelkunde und den Zertifizierungskriterien der Öko-Anbauverbände. Auch hat die Bauernschule Hohenlohe ihr Zuhause im Schloss gefunden ebenso wie eine Jugendhilfeeinrichtung, seniorengerechte Wohngemeinschaften und ein Integrationsprojekt für Flüchtlinge. Künstlerateliers, der allmonatliche „Tanz im Schloss“, Konzerte im Rittersaal, Schlosshotel und Schlosscafé bringen eine bunte Vielfalt an Kunst, Kultur und Leben in das alte Gemäuer. Ein kulinarisches Highlight bietet das Schlosscafé: Hier gibt es Bio-Heumilcheis mit Klassikern wie Schokolade und Vanille, aber auch mit ausgefallenen Kreationen wie Karamell-Fleur de Sel oder Zitrone mit frischer Schlossminze, das in der Moo-Eismanufaktur im Schloss hergestellt wird. www.schloss-kirchberg-jagst.com
Rhône-Radweg: Frankreich „erfahren“ – mit allen Sinnen
Placeholder image Ganz schön lang, aber alles andere als langweilig. 812 km fließt die Rhône von ihrer Quelle im Schweizer Kanton Wallis bis zum südfranzösischen Camargue-Delta, wo sie ins Mittelmeer mündet. Ein mächtiger Fluss, flankiert von lieblichen Weinanbaugebieten, duftenden Obsthainen, steilen Bergen, nahezu durchgehend begleitet vom Rhône-Radweg, gut ausgebaut und ein Musterbeispiel an Beschilderung und Streckenführung. Die Radreise-Experten von Rückenwind haben entlang der Rhône zwei großartige Routen für Genuss-Radler ausgearbeitet: von Genf bis Lyon (ca. 265 km) und von Lyon nach Orange (ca. 275 km). Beide sind selbstverständlich gut kombinierbar. Und wer darüber hinaus noch Zeit, Lust und Kondition hat, kann ja die Rundtour „Höhepunkte der Provence“ einfach noch anhängen...

Foto: Unterwegs in Orange © Rückenwind-Reisen

Ausgangspunkt für die erste Route ist Genf, die „kleinste Metropole der Welt“. Es lohnt sich, früh anzureisen, um Zeit für einen Altstadtbummel zu haben und die 140 Meter hohe beleuchtete Fontäne im See anzusehen, bevor die Radtour mit der Fahrt durch den Défilé de l’Écluse, ein schmaler Flussdurchgang durchs Gebirge, beginnt. Entlang von Weinreben, mit Blick auf die Savoyer Alpen und den Mont Blanc geht’s zum ersten Etappenziel Seyssel.

Steile Weinberge begleiten die Etappe über Chanaz nach Champagneux. Dort ist ein Tages-Ausflug zum Aussichtsplateau von Rochefort geplant. Im Hotel laden Sonnenterrasse, Hallenbad und ein Spezialitäten-Restaurant zum Entspannen und Genießen ein. Die eventuell „eingeatmeten“ Kalorien werden sich auf der rund 70 km langen Strecke nach Meximieux garantiert wieder verflüchtigen, oder spätestens beim Spaziergang nach Pérouges, eines der schönsten Bergdörfer Frankreichs. Entlang der Rhône radelt es sich am nächsten Tag flott und problemlos nach Lyon, wo sich der Besuch in einem der vielen exquisiten Restaurants als krönender Abschluss der Tour anbietet (7 Tage ÜF ab 620 Euro).

In der UNESCO-Stadt Lyon, die mit mächtigen Kirchen und rund dreißig Museen ein Paradies für Kultur-Reisende ist, beginnt die zweite Rhône-Route. Die ersten beiden Tages-Etappen – von Lyon zum antiken Vienne und von dort nach Serrières – bieten mit jeweils nur 35 Radkilometern viel Zeit zum Schauen und Genießen. Gut so. Denn es gibt jede Menge Sehenswertes, z. B. das futuristische Museum „des Confluences“ am Zusammenfluss von Rhône und Saóne, den Tempel des Augustus und der Livia und das größte römische Theater Galliens.

Weiter geht’s am Flussufer entlang Richtung Süden, zunächst von lieblichen Weinbergen begleitet, später, im fruchtbaren Rhône-Tal, von zahllosen Obsthainen. Da wachsen Pfirsiche, Äpfel und Kiwis beinahe in den Mund. In Montélimar wartet dann schon der nächste Gaumenschmaus: besonders köstliches Nougat. Beeindruckende Hängebrücken, die ehemalige Bischofsstadt Viviers und die wunderbare Stille in den Auwäldern auf der Fahrt nach Bourg St. Andéol sorgen am vorletzten Tag für unvergessliche Momente, bevor die Radtour durch leuchtende Sonnenblumenfelder, Äpfel- und Pfirsichgärten, Tomaten- und Basilikumfelder in Orange zu Ende geht (8 Tage ÜF, ab 740 Euro).

Weitere Infos und Buchungen im Reisebüro oder direkt bei

Rückenwind Reisen GmbH, Am Patentbusch 14, D-26125 Oldenburg, Tel. 04 41/4 85 97-0, www.rueckenwind.de
In die Pedale, fertig, los!
Kullaberg Die Emilia-Romagna ist die zweitstärkste Radtourismus-Region Italiens. Rund 300.000 Freizeitsportler aus Italien, Europa und den USA treten ausgerechnet hier jedes Jahr in die Pedale. Und dies aus gutem Grund. Mit insgesamt 8.000 Kilometern Radstrecke ist die Emilia-Romagna ein absolutes Biker-Paradies. Neben dem längsten Radweg Italiens (125 Kilometer), der „Ciclovia Destra Po“ bei Ferrara im Gebiet des Po-Delta, laden Naturparks und Küstenstrecken sowie Routen entlang der hügeligen Weinstraßen zu genussvollen Touren ein. Gerade entlang der Küste oder vom Meer ins Hinterland sind viele der flachen Strecken auch für Familien-Radtouren sehr gut geeignet. So führt etwa eine 30 Kilometer lange Strecke vom Küstenstädtchen Cattolica am Fluss Conca durch einen herrlichen Naturpark bis in die kleinen Hügeldörfer „San Clemente und Morciano di Romagna“, den Zielort im Conca-Tal.

Foto: © APT Servizi Emilia-Romagna

Besonders reizvoll und easy going ist die Strecke von Rimini ins Marecchia-Tal. Die Tour startet am Bahnhof von Rimini und führt durch grüne Hügel und vorbei an imposanten Renaissance-Burgen wie San Leo bis zu den Ausläufern des Apennin der benachbarten Region Marken. Dem Radfahrer bieten sich herrliche Ausblicke auf Berge und Meer sowie ein lohnendes Etappenziel: das Städtchen des Dichters und Fellini-Drehbuchautors Tonino Guerra Santarcangelo di Romagna mit seinen mittelalterlichen Gassen, Tuffsteinhöhlen und seinen vielen Osterien – der ideale Ort, um sich etwa bei einer „Piadina“ oder hausgemachten Tagliatelle zu stärken.

Rundumservice für Radfans und Radler – Spezialist ist die Küste!
Für Radfahrer ist in der Emilia-Romagna bestens gesorgt. Es gibt in der Region 135 Bike-Hotels, – davon allein 78 an der Adriaküste – die Radfahrern einen exklusiven Service bieten, vom sicheren Unterstellplatz bis zu hochwertigen Leihrädern über technische Hilfe bei Pannen und detaillierte Radrouten in allen Schwierigkeitsgraden. Geführte Touren inklusive Ausrüstung und Unterkunft sowie GPS-Routen zum Download gibt es bei den „Riccione Bike Hotels“ (www.riccionebikehotels.it/de), „Bike & Beach“ (www.bikeclubhotels.com) oder den „Girohotels“ in Cesenatico (www.girohotels.com). Aber nicht nur Hobbyradlern, sondern auch Mountainbike-Fans liefern die Bike-Hotels ein reiches Angebot. So bieten etwa die Rimini Bike Hotels 20 GPS-geführte Touren zum Download sowie eine Telefonnummer für Notfälle (www.riminibikehotels.com), während der Verbund der Bike Hotels in Cattolica (www.bikehotelcattolica.it) allein 15 Parcours für MTB-Passionierte ausgearbeitet hat. Übrigens, das italienische Rad-Paradies erreicht man im Sommer von München aus von Donnerstag bis Samstag ganz easy mit dem DB-ÖBB Eurocity. In diesem Sinne: In die Pedale, fertig, los!

Informationen zur Zuganreise finden Sie unter: www.db.de
Information und buchbare Radangebote an der Küste finden Sie unter: www.terrabici.com/destinations
Allgemeine Informationen zur Region Emilia-Romagna finden Sie unter: www.emiliaromagnaturismo.it/de
Wo Geschichte lebendig wird
Avignon Avignon ist eine Architektur- und Kulturperle. Der „Rocher des Doms“, der über Altstadt und Rhone thront, ist eine monumentale Einheit mit der viel besungenen Saint Bénezet Brücke, den Stadtmauern, dem Petit Palais, der Kathedrale und den beeindruckenden Mauern des Papstpalastes. Das Ensemble ist teil des UNESCO Weltkulturerbes. Seit Herbst 2017 mit der Einführung des “Histopads“ können Besucher in die Geschichte des Bauwerks aus der Zeit des päpstlichen Hofes im 14. Jh. eintauchen. Alle Besucher werden mit Tablet und Kopfhörern ausgestattet.

Foto: Papstpalast in Avignon, © Teddy Verneuil

Die Zeitreise beginnt, sobald man sich in einem der Säle befindet. Der Besucher taucht daraufhin in die Kulisse des päpstlichen Hofes mit 360°-Bild und verschiedenen Personen, Szenen und Tönen. Das Feuer knistert, wenn man den Bildschirm zu den großen Kaminen dreht, die Zikaden singen bei Ausrichtung auf die Fenster, man entdeckt die prachtvolle Inneneinrichtung, schiebt Vorhänge zur Seite und sieht die päpstlichen Gärten, wenn man sich virtuell aus den Fenstern lehnt. Zudem macht ein Spiel, bei dem man auf die Suche von virtuellen Goldstücken geht, diese Besichtigung zum idealen Familienausflug. Die multimediale Führung wird in sieben Sprachen angeboten.

Mehr Infos: www.palais-des-papes.com


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